<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><CONS.ACT xmlns:fmx="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:noNamespaceSchemaLocation="http://formex.publications.europa.eu/schema/formex-05.56-20160701.xd"><INFO.CONSLEG CONSLEG.REF="2017D0302" CONSLEG.DATE="20170421" DATE.LAST.MOD="20170421" PROD.SEQ="000.001.0" START.DATE="20170221" END.DATE="99999999" END="NONE" LEG.VAL="DEC"/><INFO.PROD PRODUCER="ES" PROD.SYSTEM="CONSLEG.NEW" PROD.DATE="20170421"/><CONS.DOC><BIB.INSTANCE><DOCUMENT.REF FILE="CL2017D0302DE0000010.0001.doc.xml"><LG.OJ>DE</LG.OJ><PAGE.FIRST>1</PAGE.FIRST></DOCUMENT.REF><DATE ISO="20170221">20170221</DATE><LG.DOC>DE</LG.DOC><PAGE.FIRST>1</PAGE.FIRST><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><PAGE.LAST>51</PAGE.LAST><PAGE.TOTAL>51</PAGE.TOTAL></BIB.INSTANCE><FAM.COMP LEG.VAL="DEC"><BIB.DATA><BIB.INSTANCE.CONS><DOCUMENT.REF.CONS><COLL>L</COLL><NO.OJ>043</NO.OJ><YEAR>2017</YEAR><LG.OJ>DE</LG.OJ><PAGE.FIRST>231</PAGE.FIRST><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><VOLUME.REF>01</VOLUME.REF></DOCUMENT.REF.CONS><EEA/><DATE ISO="20170221">20170221</DATE><LG.DOC>DE</LG.DOC><NO.SEQ>0010</NO.SEQ><PAGE.FIRST>231</PAGE.FIRST><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><PAGE.LAST>279</PAGE.LAST><PAGE.TOTAL>49</PAGE.TOTAL><NO.DOC FORMAT="YN" TYPE="OJ"><NO.CURRENT>302</NO.CURRENT><YEAR>2017</YEAR><COM>EU</COM></NO.DOC></BIB.INSTANCE.CONS><NO.CELEX>32017D0302</NO.CELEX><DATE ISO="20170215">20170215</DATE><TITLE><TI><P><HT TYPE="UC">Durchführungsbeschluss</HT> (EU) 2017/302 <HT TYPE="UC">der Kommission</HT></P><P>vom <DATE ISO="20170215">15. Februar 2017</DATE></P><P>über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen</P><P><HT TYPE="NORMAL"><HT TYPE="ITALIC">(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2017) 688)</HT></HT></P><P>(Text von Bedeutung für den EWR)</P></TI></TITLE></BIB.DATA><GR.CORRIG><CORRIG RELEVANT="YES"><BIB.DATA><BIB.INSTANCE.CONS><DOCUMENT.REF.CONS><COLL>L</COLL><NO.OJ>105</NO.OJ><YEAR>2017</YEAR><LG.OJ>DE</LG.OJ><PAGE.FIRST>21</PAGE.FIRST><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><VOLUME.REF>01</VOLUME.REF></DOCUMENT.REF.CONS><DATE ISO="20170421">20170421</DATE><LG.DOC>DE</LG.DOC><NO.SEQ>0005</NO.SEQ><PAGE.FIRST>21</PAGE.FIRST><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><PAGE.LAST>21</PAGE.LAST><PAGE.TOTAL>1</PAGE.TOTAL></BIB.INSTANCE.CONS><NO.CELEX>32017D0302R(01)</NO.CELEX><TITLE><TI><P>Berichtigung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2017/302 der Kommission vom <DATE ISO="20170215">15. Februar 2017</DATE> über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen</P><P><HT TYPE="ITALIC">(<REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20170221" NO.OJ="043">Amtsblatt der Europäischen Union L 43 vom 21. Februar 2017</REF.DOC.OJ>)</HT></P></TI></TITLE></BIB.DATA></CORRIG></GR.CORRIG></FAM.COMP><?PAGE NO='2'?><TITLE><TI><P><HT TYPE="UC">Durchführungsbeschluss</HT> (EU) 2017/302 <HT TYPE="UC">der Kommission</HT></P><P>vom <DATE ISO="20170215">15. Februar 2017</DATE></P><P>über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen</P><P><HT TYPE="NORMAL"><HT TYPE="ITALIC">(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2017) 688)</HT></HT></P><P>(Text von Bedeutung für den EWR)</P></TI></TITLE><PREAMBLE><PREAMBLE.INIT/><PREAMBLE.FINAL/></PREAMBLE><ENACTING.TERMS><ARTICLE IDENTIFIER="001"><TI.ART>Artikel 1</TI.ART><ALINEA>Die im Anhang enthaltenen Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) für die Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen werden angenommen.</ALINEA></ARTICLE><ARTICLE IDENTIFIER="002"><TI.ART>Artikel 2</TI.ART><ALINEA>Dieser Beschluss ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.</ALINEA></ARTICLE></ENACTING.TERMS><?PAGE NO='3'?><CONS.ANNEX><TITLE><TI><P>ANHANG</P></TI></TITLE><CONTENTS><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE INTENSIVHALTUNG ODER -AUFZUCHT VON GEFLÜGEL ODER SCHWEINEN</HT></P></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="2"><TITLE><TI><P>ANWENDUNGSBEREICH</P></TI></TITLE><P>Diese BVT-Schlussfolgerungen betreffen folgende Tätigkeiten, die in Anhang I Abschnitt 6.6 der Richtlinie 2010/75/EU angegeben sind <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0001" REF.END="QE0001"/>6.6. Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0001" REF.START="QS0001"/>:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM><NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>mit mehr als <FT TYPE="NUMBER">40000</FT> Plätzen für Geflügel,</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>b)</NO.P><TXT>mit mehr als <FT TYPE="NUMBER">2000</FT> Plätzen für Mastschweine (Schweine über 30 kg) oder</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>c)</NO.P><TXT>mit mehr als 750 Plätzen für Sauen.</TXT></NP></ITEM></LIST><P>Gegenstand dieser BVT-Schlussfolgerungen sind insbesondere die folgenden in den landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführten Prozesse und Tätigkeiten:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Nährstoffmanagement von Geflügel und Schweinen;</P></ITEM><ITEM><P>Futterbereitstellung (Mahlen, Mischen und Lagerung);</P></ITEM><ITEM><P>Haltung und Aufzucht von Geflügel und Schweinen;</P></ITEM><ITEM><P>Sammeln und Lagerung von Wirtschaftsdünger;</P></ITEM><ITEM><P>Verarbeitung von Wirtschaftsdünger;</P></ITEM><ITEM><P>Ausbringung von Wirtschaftsdünger;</P></ITEM><ITEM><P>Lagerung von Tierkadavern.</P></ITEM></LIST><P>Diese BVT-Schlussfolgerungen betreffen nicht die folgenden Prozesse oder Tätigkeiten:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Entsorgung von Tierkadavern — diese kann unter die BVT-Schlussfolgerungen für Tierschlachtanlagen und Anlagen zur Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten (SA) fallen.</P></ITEM></LIST><P>Die folgenden weiteren BVT-Schlussfolgerungen und -Merkblätter sind für die unter diese BVT-Schlussfolgerungen fallenden Prozesse relevant:</P><TBL COLS="2" NO.SEQ="0001"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Merkblatt</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Tätigkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Abfallverbrennung (WI)</CELL><CELL COL="2">Verbrennung von Wirtschaftsdünger</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Abfallbehandlung (WT)</CELL><CELL COL="2">Kompostierung und anaerobe Vergärung von Wirtschaftsdünger</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Überwachung der Emissionen aus IE-Anlagen (ROM)</CELL><CELL COL="2">Überwachung der Emissionen in die Luft und in das Wasser</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ökonomische und medienübergreifende Effekte (ECM)</CELL><CELL COL="2">Wirtschaftliche und medienübergreifende Auswirkungen von Verfahren</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Emissionen aus der Lagerung (EFS)</CELL><CELL COL="2">Lagerung und Umschlag von Materialien</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Energieeffizienz (ENE)</CELL><CELL COL="2">Allgemeine Aspekte der Energieeffizienz</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Nahrungsmittel-, Getränke- und Milchindustrie (FDM)</CELL><CELL COL="2">Futtermittelherstellung</CELL></ROW></CORPUS></TBL><?PAGE NO='4'?><P>Auch wenn diese BVT-Schlussfolgerungen auf die Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger eingehen, geschieht dies unbeschadet der Bestimmungen der Richtlinie 91/676/EWG des Rates<NOTE NOTE.ID="E0001" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P>Richtlinie 91/676/EWG des Rates vom <DATE ISO="19911212">12. Dezember 1991</DATE> zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (<REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="19911231" NO.OJ="375" PAGE.FIRST="1">ABl. L 375 vom 31.12.1991, S. 1</REF.DOC.OJ>).</P></NOTE>.</P><P>Wenn diese BVT-Schlussfolgerungen auf die Lagerung und Entsorgung von Tierkörpern sowie die Verarbeitung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger eingehen, geschieht dies unbeschadet der Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates<NOTE NOTE.ID="E0002" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P>Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom <DATE ISO="20091021">21. Oktober 2009</DATE> mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 (Verordnung über tierische Nebenprodukte) (<REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20091114" NO.OJ="300" PAGE.FIRST="1">ABl. L 300 vom 14.11.2009, S. 1</REF.DOC.OJ>).</P></NOTE>.</P><P>Diese BVT-Schlussfolgerungen gelten unbeschadet sonstiger einschlägiger Rechtsvorschriften, zum Beispiel im Tierschutzbereich.</P></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="2"><TITLE><TI><P>BEGRIFFSBESTIMMUNGEN</P></TI></TITLE><P>Für den Zweck dieser BVT-Schlussfolgerungen gelten die folgenden Begriffsbestimmungen.</P><TBL COLS="2" NO.SEQ="0002"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Verwendeter Begriff</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Definition</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Abwasser</CELL><CELL COL="2">Regen-Abflusswasser, das üblicherweise mit Wirtschaftsdünger vermischt ist; Wasser, das für die Reinigung von Oberflächen (z. B. Fußböden) und Ausrüstung verwendet wurde; sowie Wasser, das für den Betrieb von Abluftreinigungssystemen verwendet wurde. Kann auch als Schmutzwasser bezeichnet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ad libitum</CELL><CELL COL="2">Ermöglichung des freien Zugangs zu Futtermitteln oder Wasser, sodass das Tier die Futter- bzw. Wasseraufnahme entsprechend seinen biologischen Bedürfnissen selbst steuern kann.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Anlage</CELL><CELL COL="2">Ein Teil des landwirtschaftlichen Betriebs, in dem einer der folgenden Prozesse bzw. eine der folgenden Tätigkeiten durchgeführt wird: Haltung von Tieren, Lagerung von Wirtschaftsdünger, Verarbeitung von Wirtschaftsdünger. Eine Anlage umfasst ein einzelnes Gebäude (oder eine einzelne Einrichtung) und/oder die erforderliche Ausstattung zur Durchführung der Prozesse oder Tätigkeiten.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Bestehende Anlage</CELL><CELL COL="2">Eine Anlage, die keine neue Anlage ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Bestehender landwirtschaftlicher Betrieb</CELL><CELL COL="2">Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der kein neuer Betrieb ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Festmist</CELL><CELL COL="2">Ein fester Wirtschaftsdünger aus Kot und Urin, gemischt mit Einstreu, der nicht pump- und fließfähig ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gesamtammoniumstickstoff</CELL><CELL COL="2">Ammoniumstickstoff (NH<HT TYPE="SUB">4</HT>-N) und seine Verbindungen, einschließlich Harnsäure, die sich leicht zu NH<HT TYPE="SUB">4</HT>-N zersetzen lassen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gesamter ausgeschiedener Phosphor</CELL><CELL COL="2">Gesamtmenge des Phosphors, die aufgrund von Stoffwechselprozessen der Tiere über Urin und Kot ausgeschieden wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gesamter ausgeschiedener Stickstoff</CELL><CELL COL="2">Gesamtmenge des Stickstoffs, die aufgrund von Stoffwechselprozessen der Tiere über Urin und Kot ausgeschieden wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gesamtphosphor</CELL><CELL COL="2">Gesamtphosphor, ausgedrückt als P<HT TYPE="SUB">2</HT>O<HT TYPE="SUB">5</HT>, einschließlich aller gelösten oder an Partikel gebundenen anorganischen und organischen Phosphorverbindungen.</CELL></ROW><?PAGE NO='5'?><ROW><CELL COL="1">Gesamtstickstoff</CELL><CELL COL="2">Gesamtstickstoff, ausgedrückt als N, einschließlich freies Ammoniak und Ammonium (NH<HT TYPE="SUB">4</HT>-N), Nitrit (NO<HT TYPE="SUB">2</HT>-N), Nitrat (NO<HT TYPE="SUB">3</HT>-N) und organischen Stickstoffverbindungen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gülle</CELL><CELL COL="2">Ein flüssiger Wirtschaftsdünger aus Kot und Urin, möglicherweise gemischt mit Einstreu und Wasser, der einen Trockenmassegehalt von etwa 10 % aufweist und pump- und fließfähig ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Konservierende Bodenbearbeitung</CELL><CELL COL="2">Jegliche Methode der Bodenbewirtschaftung, bei der die letztjährigen Ernterückstände (z. B. Maisstängel oder Weizenstoppeln) vor und nach dem Anbau der neuen Kulturen auf den Feldern verbleiben, um die Bodenerosion und den Oberflächenabfluss zu reduzieren.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Landwirtschaftlicher Betrieb</CELL><CELL COL="2">Eine Anlage gemäß der Definition in Artikel 3 Absatz 3 der Richtlinie 2010/75/EU zur Haltung und/oder Aufzucht von Schweinen oder Geflügel.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Neue Anlage</CELL><CELL COL="2">Eine Anlage, die am Standort des landwirtschaftlichen Betriebs erstmals nach der Veröffentlichung dieser BVT-Schlussfolgerungen genehmigt wird, oder eine vollständige Ersetzung einer Anlage auf dem bestehenden Fundament nach der Veröffentlichung dieser BVT-Schlussfolgerungen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Neuer landwirtschaftlicher Betrieb</CELL><CELL COL="2">Ein landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Betriebsgenehmigung nach der Veröffentlichung dieser BVT-Schlussfolgerungen erteilt wurde, oder eine vollständige Ersetzung eines landwirtschaftlichen Betriebs nach der Veröffentlichung dieser BVT-Schlussfolgerungen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Sensibles Gebiet</CELL><CELL COL="2"><P>Ein Gebiet, das besondere Maßnahmen zum Schutz vor Belästigungen erfordert, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Wohngebiete;</P></ITEM><ITEM><P>Gebiete, in denen menschliche Tätigkeiten durchgeführt werden (z. B. Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Freizeitgebiete, Krankenhäuser oder Pflegeheime);</P></ITEM><ITEM><P>empfindliche Ökosysteme/Lebensräume.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Tierplatz</CELL><CELL COL="2">In einem Haltungssystem je Tier vorgesehener Platz unter Berücksichtigung der maximalen Kapazität der Anlage.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Wirtschaftsdünger</CELL><CELL COL="2">Gülle und/oder Festmist.</CELL></ROW></CORPUS></TBL><GR.SEQ LEVEL="3"><TITLE><TI><P><HT TYPE="BOLD">Begriffsbestimmungen für bestimmte Tierkategorien</HT></P></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0003"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Verwendeter Begriff</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Definition</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Absetzferkel</CELL><CELL COL="2">Junge Schweine zwischen Absetzen und Mast, üblicherweise im Lebendgewicht-Bereich zwischen etwa 8 kg und 30 kg.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Deckfähige Sauen</CELL><CELL COL="2">Geschlechtsreife Sauen, die gedeckt werden können und noch nicht trächtig sind.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Elterntiere</CELL><CELL COL="2">Zuchttiere (männlich und weiblich), die zur Erzeugung von Bruteiern gehalten werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ferkel</CELL><CELL COL="2">Schweine von der Geburt bis zum Absetzen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Geflügel</CELL><CELL COL="2">Hühner, Truthühner (Puten), Perlhühner, Enten, Gänse, Wachteln, Tauben, Fasane und Rebhühner, die für die Zucht, die Erzeugung von Fleisch oder Konsumeiern oder die Aufstockung von Wildbeständen in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden.</CELL></ROW><?PAGE NO='6'?><ROW><CELL COL="1">Junghühner/Junghennen</CELL><CELL COL="2">Junghennen sind junge Hennen, die noch nicht im legefähigen Alter sind. Im Bereich der Eiererzeugung wird eine Junghenne zu einer Legehenne, wenn sie im Alter von 16-20 Wochen beginnt, Eier zu legen. Im Zuchtbereich gelten junge weibliche und männliche Hühner bis zu einem Alter von 20 Wochen als Junghühner.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Legehennen</CELL><CELL COL="2">Ausgewachsene weibliche Hühner ab einem Alter von 16-20 Wochen, die zur Eiererzeugung gehalten werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Mastelterntiere</CELL><CELL COL="2">Zuchttiere (männlich und weiblich), die zur Erzeugung von Bruteiern für die Masthuhnproduktion gehalten werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Masthühner</CELL><CELL COL="2">Hühner, die für die Fleischerzeugung gehalten bzw. aufgezogen werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Mastschweine</CELL><CELL COL="2">Nutzschweine, die üblicherweise ab einem Lebendgewicht von 30 kg bis zur Schlachtung oder bis zum ersten Decken aufgezogen werden; diese Kategorie umfasst auch Jungschweine nach dem Absetzen und Jungsauen vor dem ersten Decken.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Sauen</CELL><CELL COL="2">Weibliche Schweine in den Zuchtphasen des Deckens, der Trächtigkeit und des Säugens.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Säugende Sauen</CELL><CELL COL="2">Sauen vom Beginn der perinatalen Phase bis zum Absetzen der Saugferkel.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Schwein</CELL><CELL COL="2">Ein Schwein jedes Alters, das zu Zucht- oder Mastzwecken gehalten wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Trächtige Sauen</CELL><CELL COL="2">Trächtige Sauen, einschließlich Jungsauen.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="2"><TITLE><TI><P>ALLGEMEINE ERWÄGUNGEN</P></TI></TITLE><P>Die in diesen BVT-Schlussfolgerungen genannten und beschriebenen Techniken sind weder normativ noch erschöpfend. Es können andere Techniken eingesetzt werden, die mindestens das gleiche Umweltschutzniveau gewährleisten.</P><P>Wenn nicht anders angegeben, sind diese BVT-Schlussfolgerungen allgemein anwendbar.</P><P>Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die mit den besten verfügbaren Techniken assoziierten (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0002" REF.END="QE0002"/>BVT-assoziierten<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0002" REF.START="QS0002"/>) Grenzwerte für Emissionen in die Luft, die in diesen BVT-Schlussfolgerungen angegeben sind, auf die Stoffmengen, die je Tierplatz für alle innerhalb eines Jahres durchgeführten Aufzuchtzyklen emittiert werden (d. h. kg Stoff/Tierplatz/Jahr).</P><P>Alle Konzentrationswerte, die als Masse des emittierten Stoffs je Luftvolumen ausgedrückt sind, beziehen sich auf Standardbedingungen (trockenes Abgas bei einer Temperatur von 273,15 K und einem Druck von 101,3 kPa).</P><GR.SEQ LEVEL="3"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>ALLGEMEINE BVT-SCHLUSSFOLGERUNGEN</TXT></NP></TI></TITLE><P>Die in den Abschnitten 2 und 3 beschriebenen sektorspezifischen bzw. prozessspezifischen BVT-Schlussfolgerungen gelten zusätzlich zu diesen allgemeinen BVT-Schlussfolgerungen.</P><?PAGE NO='7'?><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Umweltmanagementsysteme (UMS)</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 1.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verbesserung der allgemeinen Umweltleistung landwirtschaftlicher Betriebe besteht in der Einführung und Anwendung eines Umweltmanagementsystems (UMS), das alle folgenden Merkmale umfasst:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>besonderes Engagement der Führungskräfte, auch auf leitender Ebene;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Festlegung einer Umweltstrategie durch die Führungskräfte, die eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung der Anlage umfasst;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Planung und Umsetzung der erforderlichen Verfahren, Ziele und Vorgaben, einschließlich finanzieller Planung und Investitionen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Durchführung der Verfahren unter besonderer Berücksichtigung der folgenden Punkte:</TXT><P><LIST TYPE="alpha"><ITEM><NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Struktur und Zuständigkeiten;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>b)</NO.P><TXT>Schulung, Sensibilisierung und Kompetenz;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>c)</NO.P><TXT>Kommunikation;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>d)</NO.P><TXT>Einbeziehung der Arbeitnehmer;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>e)</NO.P><TXT>Dokumentation;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>f)</NO.P><TXT>effiziente Prozessregelung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>g)</NO.P><TXT>Instandhaltungsprogramme;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>h)</NO.P><TXT>Bereitschaftsplanung und Maßnahmen für Notfallsituationen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>i)</NO.P><TXT>Gewährleistung der Einhaltung von Umweltschutzvorschriften;</TXT></NP></ITEM></LIST></P></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>5.</NO.P><TXT>Leistungskontrolle und Korrekturmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der folgenden Punkte:</TXT><P><LIST TYPE="alpha"><ITEM><NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Überwachung und Messung (siehe auch das JRS-Merkblatt zu Überwachung der Emissionen aus IE-Anlagen — ROM);</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>b)</NO.P><TXT>Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>c)</NO.P><TXT>Führen von Aufzeichnungen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>d)</NO.P><TXT>(soweit praktikabel) unabhängige interne oder externe Prüfung, um festzustellen, ob mit dem Umweltmanagementsystem die vorgesehenen Regelungen eingehalten werden und ob das UMS ordnungsgemäß eingeführt wurde und angewandt wird;</TXT></NP></ITEM></LIST></P></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>6.</NO.P><TXT>Überprüfung des Umweltmanagementsystems und seiner fortgesetzten Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit durch die leitenden Führungskräfte;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>7.</NO.P><TXT>kontinuierliche Entwicklung umweltverträglicherer Technologien;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>8.</NO.P><TXT>Berücksichtigung der Umweltauswirkungen einer späteren Stilllegung schon bei der Konzeption einer neuen Anlage sowie während der gesamten Nutzungsdauer;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>9.</NO.P><TXT>regelmäßige Anwendung eines branchenspezifischen Benchmarking (z. B. anhand des sektorspezifischen EMAS-Referenzdokuments).</TXT><P>Speziell im Bereich der Intensivhaltung und -aufzucht von Geflügel oder Schweinen besteht die BVT auch in der Einbeziehung der folgenden Merkmale in das UMS:</P></NP></ITEM><?PAGE NO='8'?><ITEM><NP><NO.P>10.</NO.P><TXT>Umsetzung eines Lärmschutzplans (siehe BVT 9);</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>11.</NO.P><TXT>Umsetzung eines Geruchsmanagementplans (siehe BVT 12).</TXT></NP></ITEM></LIST><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Technische Erwägungen im Zusammenhang mit der Anwendbarkeit</HT></P></TI></TITLE><P>Der Anwendungsbereich (z. B. die Detailtiefe) und die Art des Umweltmanagementsystems (z. B. standardisiert oder nicht-standardisiert) hängen in der Regel mit der Art, Größe und Komplexität des landwirtschaftlichen Betriebs sowie mit dem Ausmaß seiner potenziellen Umweltbelastung zusammen.</P></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Gute fachliche Praxis (Good Housekeeping)</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 2.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder Verminderung der Umweltauswirkungen und zur Verbesserung der allgemeinen Umweltleistung besteht in der Anwendung aller folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0004"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2"><P>Geeignete Standortwahl für den landwirtschaftlichen Betrieb/die Anlage und geeignete räumliche Anordnung der Tätigkeiten für:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>die Reduzierung der Transportwege für Tiere und Materialien (einschließlich Wirtschaftsdünger);</P></ITEM><ITEM><P>die Gewährleistung angemessener Abstände zu sensitiven Gebieten, die Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen erfordern;</P></ITEM><ITEM><P>die Berücksichtigung vorherrschender klimatischer Bedingungen (z. B. Wind und Niederschläge);</P></ITEM><ITEM><P>die Berücksichtigung der potenziellen zukünftigen Entwicklungskapazität des landwirtschaftlichen Betriebs;</P></ITEM><ITEM><P>die Vermeidung einer Wasserverschmutzung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen/landwirtschaftliche Betriebe anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Ausbilden und schulen des Personals, insbesondere in den Bereichen:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>einschlägige Vorschriften, Nutztierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz, Wirtschaftsdünger-Management, Arbeitsschutz;</P></ITEM><ITEM><P>Transport und Ausbringung von Wirtschaftsdünger;</P></ITEM><ITEM><P>Planung von Tätigkeiten;</P></ITEM><ITEM><P>Notfallplanung und -management;</P></ITEM><ITEM><P>Reparatur und Wartung von Ausrüstung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2"><P>Erstellung eines Notfallplans für die Bewältigung von unerwarteten Emissionen und Vorfällen wie der Verschmutzung von Gewässern, der Folgendes umfassen kann:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>eine Karte des landwirtschaftlichen Betriebs, in der die Abwassersysteme und die Wasser-/Abwasserquellen dargestellt sind;</P></ITEM><ITEM><P>Aktionspläne für die Bewältigung bestimmter möglicher Ereignisse (z. B. Brände, Leckagen oder Bruch von Güllebehältern, unkontrollierter Abfluss von Festmisthaufen, Austritt von Öl);</P></ITEM><ITEM><P>verfügbare Ausrüstung für die Bewältigung von Umweltverschmutzung (z. B. Ausrüstung für den Verschluss von Drainageleitungen, die Abdämmung von Be- und Entwässerungsgräben, Tauchwände für austretendes Öl).</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='9'?><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2"><P>Regelmäßige Kontrolle, Reparatur und Wartung von Konstruktionen und Ausrüstung wie:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Güllelager (Kontrolle auf Anzeichen von Beschädigung, Alterung, Leckagen);</P></ITEM><ITEM><P>Pumpen, Mixer, Abscheider und Berieselungsanlagen für Gülle;</P></ITEM><ITEM><P>Tränke und Fütterungssysteme;</P></ITEM><ITEM><P>Lüftungssystem und Temperaturfühler;</P></ITEM><ITEM><P>Silos und Fördereinrichtungen (z. B. Ventile, Rohrleitungen);</P></ITEM><ITEM><P>Abluftreinigungssysteme (z. B. durch regelmäßige Inspektionen).</P></ITEM></LIST><P>Dies kann die Bereiche Sauberkeit im landwirtschaftlichen Betrieb und Pflanzenschutz umfassen.</P></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Lagerung von Tierkadaver in einer geeigneten Art und Weise zur Vermeidung oder Verminderung von Emissionen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Nährstoffmanagement</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 3.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs und damit der Ammoniakemissionen bei gleichzeitiger Erfüllung der Ernährungsbedürfnisse der Tiere besteht in der Verwendung einer Futterzusammensetzung und in der Durchführung einer Fütterungsstrategie unter Einsatz einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0005"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0003" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.10.1 enthalten. Informationen über die Wirksamkeit der Techniken zur Verringerung der Ammoniakemissionen können anerkannten europäischen oder internationalen Leitlinien entnommen werden, z. B. dem UNECE-Leitfaden <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0003" REF.END="QE0003"/>Options for ammonia mitigation<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0003" REF.START="QS0003"/>(Leitfaden zur Vermeidung und Verminderung von Ammoniakemissionen aus landwirtschaftlichen Quellen).</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0003"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Verminderung des Rohproteingehalts durch eine hinsichtlich Stickstoff ausgewogene Fütterung unter Berücksichtigung des Energiebedarfs und der verdaulichen Aminosäuren.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Multiphasenfütterung mit einer Futterzusammensetzung, die an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Produktionsphase angepasst ist.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Kontrollierte Zugabe essenzieller Aminosäuren zu einer rohproteinarmen Fütterung.</CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit kann beschränkt sein, wenn proteinarme Futtermittel nicht wirtschaftlich verfügbar sind. Synthetische Aminosäuren sind für die ökologische/biologische Tierhaltung nicht anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Einsatz zugelassener Futtermittelzusätze zur Verringerung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL><TBL COLS="3" NO.SEQ="0006"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 1.1</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierter gesamter ausgeschiedener Stickstoff</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0004" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der untere Wertebereich kann durch eine Kombination von Techniken erreicht werden.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0005" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der BVT-assoziierte gesamte ausgeschiedene Stickstoff ist bei allen Geflügelarten nicht für Jungtiere oder Elterntiere anwendbar.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0006" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der obere Wertebereich ist mit der Haltung bzw. Aufzucht von Truthähnen assoziiert.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Tierkategorie</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER"><P>BVT-assoziierter gesamter ausgeschiedener Stickstoff<NOTE NOTE.REF="E0004"/><NOTE NOTE.REF="E0005"/></P><P>(kg ausgeschiedener Stickstoff/Tierplatz/Jahr)</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="7">Gesamter ausgeschiedener Stickstoff, ausgedrückt als N</CELL><CELL COL="2">Absetzferkel</CELL><CELL COL="3">1,5-4,0</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Mastschweine</CELL><CELL COL="3">7,0-13,0</CELL></ROW><?PAGE NO='10'?><ROW><CELL COL="2">Sauen (einschließlich Ferkel)</CELL><CELL COL="3">17,0-30,0</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Legehennen</CELL><CELL COL="3">0,4-0,8</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Masthühner</CELL><CELL COL="3">0,2-0,6</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Enten</CELL><CELL COL="3">0,4-0,8</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Truthühner</CELL><CELL COL="3">1,0-2,3<NOTE NOTE.REF="E0006"/></CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 24. Die Werte für den BVT-assoziierten gesamten ausgeschiedenen Stickstoff können für die ökologische/biologische Tierhaltung und für die Haltung und Aufzucht von oben nicht genannten Geflügelarten möglicherweise nicht anwendbar sein.</P></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 4.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung des gesamten ausgeschiedenen Phosphors bei gleichzeitiger Erfüllung der Ernährungsbedürfnisse der Tiere besteht in der Verwendung einer Futterzusammensetzung und in der Durchführung einer Fütterungsstrategie unter Einsatz einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0007"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0007" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.10.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0007"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Multiphasenfütterung mit einer Futterzusammensetzung, die an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Produktionsphase angepasst ist.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Einsatz zugelassener Futtermittelzusätze zur Verringerung des gesamten ausgeschiedenen Phosphors (z. B. Phytase).</CELL><CELL COL="3">Phytase kann für die ökologische/biologische Tierhaltung möglicherweise nicht anwendbar sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Einsatz hochverdaulicher anorganischer Phosphate, um konventionelle Phosphorquellen in Futtermitteln teilweise zu ersetzen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar innerhalb der mit der Verfügbarkeit hochverdaulicher anorganischer Phosphate verbundenen Einschränkungen.</CELL></ROW></CORPUS></TBL><TBL COLS="3" NO.SEQ="0008"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 1.2</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierter gesamter ausgeschiedener Phosphor</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0008" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der untere Wertebereich kann durch eine Kombination von Techniken erreicht werden.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0009" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der BVT-assoziierte gesamte ausgeschiedene Phosphor ist bei allen Geflügelarten nicht für Jungtiere oder Elterntiere anwendbar.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Tierkategorie</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER"><P>BVT-assoziierter gesamter ausgeschiedener Phosphor<NOTE NOTE.REF="E0008"/><NOTE NOTE.REF="E0009"/></P><P>(kg ausgeschiedenes P<HT TYPE="SUB">2</HT>O<HT TYPE="SUB">5</HT>/Tierplatz/Jahr)</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="6">Gesamter ausgeschiedener Phosphor, ausgedrückt als P<HT TYPE="SUB">2</HT>O<HT TYPE="SUB">5</HT></CELL><CELL COL="2">Absetzferkel</CELL><CELL COL="3">1,2-2,2</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Mastschweine</CELL><CELL COL="3">3,5-5,4</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Sauen (einschließlich Ferkel)</CELL><CELL COL="3">9,0-15,0</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Legehennen</CELL><CELL COL="3">0,10-0,45</CELL></ROW><?PAGE NO='11'?><ROW><CELL COL="2">Masthühner</CELL><CELL COL="3">0,05-0,25</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Truthühner</CELL><CELL COL="3">0,15-1,0</CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 24. Die Werte für den BVT-assoziierten gesamten ausgeschiedenen Phosphor können für die ökologische/biologische Tierhaltung und für die Haltung und Aufzucht von oben nicht genannten Geflügelarten möglicherweise nicht anwendbar sein.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.4.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Effiziente Wassernutzung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 5.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur effizienten Wassernutzung besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0009"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Führen von Aufzeichnungen über den Wasserverbrauch.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Erkennung und Behebung von Wasserleckagen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Verwendung von Hochdruckreinigern für die Reinigung von Ställen und Ausrüstung.</CELL><CELL COL="3">Nicht für Geflügelanlagen anwendbar, in denen Trockenreinigungssysteme eingesetzt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Auswahl und Verwendung geeigneter Ausrüstung (z. B. Nippeltränken, Rundtränken, Trogtränken) für die jeweilige Tierkategorie bei gleichzeitiger Gewährleistung der Wasserverfügbarkeit (ad libitum).</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Regelmäßige Überprüfung und (gegebenenfalls) Einstellung der Kalibrierung der Tränkeeinrichtungen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Verwendung von nicht verunreinigtem Regenwasser zu Reinigungszwecken.</CELL><CELL COL="3"><P>Für bestehende landwirtschaftliche Betriebe aufgrund hoher Kosten möglicherweise nicht anwendbar.</P><P>Die Anwendbarkeit kann durch Risiken im Bereich der Biosicherheit beschränkt sein.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.5.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Abwasser-Emissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 6.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung des Abwasseranfalls besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0010"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0010" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Technik ist in Abschnitt 4.1 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0010"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Größtmögliche Minimierung der verunreinigten Hofflächen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Minimierung des Wasserverbrauchs.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Trennung des nicht verunreinigten Regenwassers von behandlungsbedürftigen Abwasserströmen.</CELL><CELL COL="3">Möglicherweise nicht für bestehende landwirtschaftliche Betriebe anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='12'?><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 7.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung von Emissionen in Wasser und Gewässer durch Abwasser besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0011"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0011" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.1 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0011"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Ableiten des Abwassers in einen speziellen Behälter oder ein Güllelager.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Behandlung des Abwassers.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Ausbringen des Abwassers, z. B. durch Verwendung eines Bewässerungssystems wie Beregnungsanlagen, mobilen Bewässerungssystemen, Tankwagen, Schleppschlauch-Ausbringern.</CELL><CELL COL="3"><P>Die Anwendbarkeit kann aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von geeignetem, an den landwirtschaftlichen Betrieb angrenzendem Land beschränkt sein.</P><P>Ausschließlich für Abwasser anwendbar, das nachweislich nur gering verschmutzt ist.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.6.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Effiziente Energienutzung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 8.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur effizienten Energienutzung in einem landwirtschaftlichen Betrieb besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0012"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0012" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0012"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Hocheffiziente Heiz-/Kühlsysteme und Lüftungssysteme.</CELL><CELL COL="3">Möglicherweise nicht für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Optimierung von Heiz-/Kühl- und Lüftungssystemen sowie deren Management, insbesondere bei Verwendung von Abluftreinigungssystemen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Isolierung von Wänden, Fußböden und/oder Decken der Ställe.</CELL><CELL COL="3">Möglicherweise nicht für Anlagen mit freiem Lüftungssystem anwendbar. Die Isolierung kann aufgrund baulicher Einschränkungen möglicherweise nicht für bestehende Anlagen anwendbar sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Einsatz energiesparender Beleuchtung.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2"><P>Verwendung von Wärmetauschern. Einer der folgenden Typen kann eingesetzt werden:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Luft-Luft-Wärmetauscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Luft-Wasser-Wärmetauscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Luft-Erdwärmetauscher.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Luft-Erdwärmetauscher sind aufgrund des hohen Flächenbedarfs nur anwendbar, wenn eine ausreichende Bodenfläche verfügbar ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Einsatz von Wärmepumpen zur Wärmerückgewinnung.</CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit von Wärmepumpen nach dem Prinzip der geothermischen Wärmerückgewinnung ist bei Verwendung horizontaler Rohrleitungen aufgrund des Platzbedarfs beschränkt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">g</CELL><CELL COL="2">Wärmerückgewinnung mit geheiztem und gekühltem eingestreutem Boden (Combideck-Verfahren).</CELL><CELL COL="3"><P>Nicht für Schweineanlagen anwendbar.</P><P>Die Anwendbarkeit hängt davon ab, ob der Einbau eines geschlossenen unterirdischen Speichers für das umlaufende Wasser möglich ist.</P></CELL></ROW><?PAGE NO='13'?><ROW><CELL COL="1">h</CELL><CELL COL="2">Einsatz einer freien Lüftung.</CELL><CELL COL="3"><P>Nicht für Anlagen mit zentralem Lüftungssystem anwendbar.</P><P>In Schweineanlagen kann dies möglicherweise nicht für Folgendes anwendbar sein:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Haltungssysteme mit Einstreu-Böden in warmen Klimazonen;</P></ITEM><ITEM><P>Haltungssysteme ohne eingestreute Böden oder ohne überdachte, isolierte Boxen (z. B. Kistenstall) in kalten Klimazonen.</P></ITEM></LIST><P>In Geflügelanlagen kann dies möglicherweise nicht für Folgendes anwendbar sein:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>in der ersten Aufzuchtphase, ausgenommen Entenproduktion;</P></ITEM><ITEM><P>bei extremen Klimabedingungen.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.7.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Lärmemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 9.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung von Lärmemissionen besteht in der Erstellung und Durchführung eines Lärmschutzplans im Rahmen des Umweltmanagementsystems (siehe BVT 1), der die folgenden Komponenten umfasst:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i)</NO.P><TXT>ein Protokoll mit angemessenen Maßnahmen und Zeitplänen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii)</NO.P><TXT>ein Protokoll für die Durchführung einer Lärmüberwachung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii)</NO.P><TXT>ein Protokoll für die Reaktion auf festgestellte Lärmereignisse;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv)</NO.P><TXT>ein Programm zur Verringerung der Lärmbelastung mit Maßnahmen zur Ermittlung der Lärmquelle(n), zur Überwachung der Lärmemissionen, zur Beschreibung des Beitrags der verschiedenen Quellen, zur Durchführung von Maßnahmen zur Vermeidung und/oder Verringerung der Lärmemissionen usw.;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>v)</NO.P><TXT>einen Überblick über bisherige Lärmereignisse und Abhilfen sowie die Verbreitung von Wissen über Lärmereignisse.</TXT></NP></ITEM></LIST><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Anwendbarkeit</HT></P></TI></TITLE><P>BVT 9 ist nur für Fälle anwendbar, in denen eine Lärmbelästigung in sensitiven Gebieten erwartet wird und/oder nachgewiesen wurde.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 10.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung von Lärmemissionen besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0013"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Gewährleistung angemessener Abstände zwischen der Anlage/dem landwirtschaftlichen Betrieb und den sensitiven Gebieten.</CELL><CELL COL="3">In der Planungsphase für die Anlage/den landwirtschaftlichen Betrieb werden angemessene Abstände zwischen der Anlage/dem Betrieb und den sensitiven Gebieten durch die Anwendung von Standard-Mindestabständen gewährleistet.</CELL><CELL COL="4">Möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen/landwirtschaftliche Betriebe anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Geeignete Platzierung von Anlagenteilen.</CELL><CELL COL="3"><P>Der Geräuschpegel kann durch die folgenden Maßnahmen reduziert werden:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>Vergrößern des Abstands zwischen der Lärmquelle und dem Empfänger (indem die Anlagenteil so weit wie möglich von sensitiven Gebieten entfernt platziert wird);</TXT></NP><?COL.PAGE?></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>Minimierung der Länge von Futtermittel-Förderrohren;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>geeignete Positionierung der Futtermittelbehälter und -silos zur Minimierung des Fahrzeugverkehrs innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="4">Bei bestehenden Anlagen ist die Änderung des Standorts des Anlagenteils möglicherweise aufgrund eines Platzmangels oder übermäßiger Kosten beschränkt.</CELL></ROW><?PAGE NO='14'?><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Operative Maßnahmen.</CELL><CELL COL="3"><P>Dies umfasst beispielsweise die folgenden Maßnahmen:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>Schließen von Türen und großen Gebäudeöffnungen, insbesondere zu den Fütterungszeiten, sofern möglich;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>Bedienung des Anlagenteils durch erfahrenes Personal;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>Vermeidung lauter Tätigkeiten zu Nachtzeiten und am Wochenende, sofern möglich;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv.</NO.P><TXT>Lärmschutzmaßnahmen während der Wartungsarbeiten;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>v.</NO.P><TXT>Betrieb von Fördereinrichtungen und Schneckenförderern für Futtermittel in gefülltem Zustand, sofern möglich;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>vi.</NO.P><TXT>Beschränkung von per Dungschieber gereinigten Außenflächen auf ein Minimum, um die Geräuschentwicklung von Dungschieber-Traktoren zu verringern.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Geräuscharme Ausrüstung.</CELL><CELL COL="3"><P>Dies umfasst beispielsweise Folgendes:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>hocheffiziente Ventilatoren, wenn eine freie Lüftung nicht möglich oder ausreichend ist;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>Pumpen und Verdichter;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>Fütterungssysteme mit reduzierter Stimulation der Tiere vor der Fütterung (z. B. Futterautomaten mit Vorratsbehältern, passive ad-libitum-Futterautomaten, Kompakt-Futterautomaten).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="4"><P>BVT 7.d.iii ist nur für Schweineanlagen anwendbar.</P><P>Passive ad-libitum-Futterautomaten sind nur anwendbar, wenn die entsprechenden Systeme neu angeschafft oder ersetzt werden oder wenn die Tiere keine restriktive Fütterung erfordern.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Lärmschutzausrüstung.</CELL><CELL COL="3"><P>Dazu gehören:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>Lärmminderungseinrichtungen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>Vibrationsisolierung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>Kapselung des Lärm verursachenden Anlagenteils (z. B. Mühlen, pneumatische Förderanlagen);</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv.</NO.P><TXT>Schalldämmung von Gebäuden.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="4"><P>Die Anwendbarkeit kann aufgrund des Platzbedarfs sowie aufgrund von Aspekten des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit beschränkt sein.</P><P>Nicht anwendbar für lärmdämmende Materialien, die die wirksame Reinigung der Anlage beeinträchtigen.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Lärmminderung.</CELL><CELL COL="3">Die Schallausbreitung kann durch die Errichtung von Lärmschutzbarrieren zwischen den Lärmquellen und den Empfängern verringert werden.</CELL><CELL COL="4">Möglicherweise aus Gründen der Biosicherheit nicht allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><?PAGE NO='15'?><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.8.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Staubemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 11.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Staubemissionen aus Stallgebäuden besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0014"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0013" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.3 und 4.11 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0013"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Reduzierung der Staubbildung in den Stallgebäuden. Dazu kann eine Kombination der folgenden Techniken eingesetzt werden:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="6">1.</CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Verwendung von gröberem Einstreumaterial (z. B. langes Stroh oder Hobelspäne anstelle von gehäckseltem Stroh);</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Langes Stroh ist nicht für güllebasierte Systeme anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Verteilen der frischen Einstreu durch eine staubemissionsarme Einstreutechnik (z. B. von Hand);</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Einsatz einer Ad-libitum-Fütterung;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Einsatz feuchter Futtermittel oder pelletförmiger Futtermittel oder Zugabe von ölhaltigen Ausgangsstoffen oder Bindemitteln in Trockenfuttersystemen;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>5.</NO.P><TXT>Ausstattung von Trockenfutter-Lagern, die pneumatisch befüllt werden, mit Staubabscheidern;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>6.</NO.P><TXT>Auslegung und Betrieb des Lüftungssystems im Stallgebäude mit geringer Luftgeschwindigkeit.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit kann möglicherweise durch Anforderungen des Tierschutzes beschränkt sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Verringerung der Staubkonzentration innerhalb der Ställe durch Anwendung einer der folgenden Techniken:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="3"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Wasservernebelung;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3"><P>Die Anwendung kann möglicherweise durch den von den Tieren gefühlten Temperaturabfall bei der Vernebelung beschränkt sein, insbesondere in empfindlichen Lebensphasen der Tiere und/oder in kalten und feuchten Klimazonen.</P><P>Die Anwendbarkeit kann zudem am Ende der Aufzuchtphase bei Festmistsystemen aufgrund hoher Ammoniakemissionen beschränkt sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Versprühen von Öl;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Nur für Geflügelanlagen anwendbar, die älter als etwa 21 Tage sind. Die Anwendbarkeit bei Anlagen für Legehennen kann aufgrund des Risikos einer Verunreinigung der in der Halle befindlichen Anlagenteile beschränkt sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Ionisierung;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht für Schweineanlagen oder bestehende Geflügelanlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Behandlung der Abluft durch ein Abluftreinigungssystem, zum Beispiel:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="7"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Wasserabscheider;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Nur für Anlagen mit Tunnelbelüftungssystem anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='16'?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Trockenfilter;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Nur für Geflügelanlagen mit Tunnelbelüftungssystem anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Wasserwäscher;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3" ROWSPAN="4"><P>Diese Technik kann möglicherweise aufgrund der hohen Umsetzungskosten nicht allgemein anwendbar sein.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>5.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor);</TXT></NP></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>6.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>7.</NO.P><TXT>Biofilter.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3"><P>Nur für güllebasierte Anlagen anwendbar.</P><P>Für die Unterbringung der Filterbaugruppen wird eine ausreichende Fläche außerhalb des Stallgebäudes benötigt.</P><P>Diese Technik kann möglicherweise aufgrund der hohen Umsetzungskosten nicht allgemein anwendbar sein.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.9.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Geruchsemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 12.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung von Geruchsemissionen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb besteht in der Erstellung, Umsetzung und regelmäßigen Überprüfung eines Geruchsmanagementplans im Rahmen des Umweltmanagementsystems (siehe BVT 1), der die folgenden Komponenten umfasst:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>ein Protokoll mit angemessenen Maßnahmen und Zeitplänen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>ein Protokoll für die Durchführung einer Geruchsüberwachung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>ein Protokoll für die Reaktion auf festgestellte Fälle von Geruchsbelästigung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv.</NO.P><TXT>ein Programm zur Vermeidung und Beseitigung der Geruchsbelästigung, das folgende Aspekte beinhaltet: Ermittlung der Quelle(n) von Gerüchen, Überwachung der Geruchsemissionen (siehe BVT 26), Beschreibung des Beitrags der verschiedenen Quellen, Umsetzung von Maßnahmen zur Beseitigung und/oder Verringerung der Geruchsemissionen usw.;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>v.</NO.P><TXT>einen Überblick über bisherige Fälle von Geruchsbelästigung und Abhilfen sowie die Verbreitung von Wissen über Fälle von Geruchsbelästigung.</TXT></NP></ITEM></LIST><P>Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 26.</P><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Anwendbarkeit</HT></P></TI></TITLE><P>BVT 12 ist nur für Fälle anwendbar, in denen eine Geruchsbelästigung in sensitiven Gebieten erwartet wird und/oder nachgewiesen wurde.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 13.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung von Geruchsemissionen und/oder Geruchsbelästigungen durch einen landwirtschaftlichen Betrieb besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0015"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0014" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.4 und 4.11 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0014"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Gewährleistung angemessener Abstände zwischen dem landwirtschaftlichen Betrieb/der Anlage und den sensitiven Gebieten.</CELL><CELL COL="3">Für bestehende landwirtschaftliche Betriebe/Anlagen möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='17'?><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Verwendung eines Haltungssystems, das einen oder eine Kombination der folgenden Grundsätze umsetzt:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Die Tiere und die Bodenflächen werden trocken und sauber gehalten (z. B. Vermeidung von Verunreinigungen mit Futtermitteln, bei Teilspaltenböden: Vermeidung von Verkotung in den Liegebereichen).</P></ITEM><ITEM><P>Die emittierende Wirtschaftsdünger-Oberfläche wird reduziert (z. B. durch Spaltenböden aus Metall oder Kunststoff oder Kanäle mit einer verringerten exponierten Wirtschaftsdünger-Oberfläche).</P></ITEM><ITEM><P>Der Wirtschaftsdünger wird regelmäßig entfernt und zu einem externen (abgedeckten) Wirtschaftsdünger-Lager befördert.</P></ITEM><ITEM><P>Die Temperatur des Wirtschaftsdüngers (z. B. durch Güllekühlung) sowie die Innentemperatur werden reduziert.</P></ITEM><ITEM><P>Das Volumen und die Geschwindigkeit der über die Wirtschaftsdünger-Oberfläche strömenden Luft werden verringert.</P></ITEM><ITEM><P>Bei einstreubasierten Systemen wird die Einstreu trocken und unter aeroben Bedingungen gehalten.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Die Verringerung der Innentemperatur sowie des Volumens und der Geschwindigkeit des Luftstroms kann möglicherweise aufgrund von Anforderungen des Tierschutzes nicht anwendbar sein.</P><P>Die Entmistung durch Spülung ist aufgrund von Geruchsbelastungsspitzen nicht für Schweineanlagen anwendbar, die in der Nähe von sensitiven Gebieten liegen.</P><P>Siehe Anwendbarkeit für Stallgebäude in BVT 30, BVT 31, BVT 32, BVT 33 und BVT 34.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2"><P>Optimierung der Bedingungen für die Ableitung der Abluft aus dem Stallgebäude durch eine oder mehrere der folgenden Techniken:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>höhere Positionierung der Austrittsstellen (z. B. Abluftaustritt oberhalb der Dachhöhe, Abluftkamine, Abluftführung durch den First statt durch den unteren Wandbereich);</P></ITEM><ITEM><P>Erhöhung der Abluftgeschwindigkeit bei senkrechter Entlüftung;</P></ITEM><ITEM><P>wirksame Platzierung externer Barrieren zur Erzeugung von Turbulenzen im austretenden Abluftstrom (z. B. Bepflanzung);</P></ITEM><ITEM><P>Anbringung von Ableitblechen an Entlüftungsöffnungen im unteren Wandbereich, um die Abluft zum Boden zu lenken;</P></ITEM><ITEM><P>Verteilung der Abluft an der Gebäudeseite, die dem sensitiven Gebiet abgewandt ist;</P></ITEM><ITEM><P>Ausrichtung der Firstachse quer zur vorherrschenden Windrichtung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Die Ausrichtung der Firstachse ist für bestehende Anlagen nicht anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor);</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Biofilter;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Diese Technik kann möglicherweise aufgrund der hohen Umsetzungskosten nicht allgemein anwendbar sein.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P><P>Ein Biofilter ist nur für güllebasierte Anlagen anwendbar.</P><P>Bei einem Biofilter wird für die Unterbringung der Filterbaugruppen eine ausreichende Fläche außerhalb des Stallgebäudes benötigt.</P></CELL></ROW><?PAGE NO='18'?><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Techniken für die Wirtschaftsdünger-Lagerung:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="3"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Abdeckung der Gülle oder des Festmists während der Lagerung;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3"><P>Siehe Anwendbarkeit von BVT 16.b für Gülle.</P><P>Siehe Anwendbarkeit von BVT 14.b für Festmist.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Berücksichtigung der Windrichtung bei der Standortwahl für das Lager und/oder Durchführung von Maßnahmen zur Reduzierung der Windgeschwindigkeit im Bereich an und über dem Lager (z. B. Bäume, natürliche Barrieren);</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Minimierung des Umrührens der Gülle.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Bearbeitung des Wirtschaftsdüngers durch eine der folgenden Techniken, um Geruchsemissionen bei (oder vor) der Ausbringung zu minimieren:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="3"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Aerobe Vergärung (Belüftung) von Gülle;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Siehe Anwendbarkeit von BVT 19.d.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Kompostierung von Festmist;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Siehe Anwendbarkeit von BVT 19.f.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Anaerobe Vergärung.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Siehe Anwendbarkeit von BVT 19.b.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">g</CELL><CELL COL="2">Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Techniken für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="2"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Ausbringung von Gülle mit bandförmigen Verteilern (Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler) oder durch flache oder tiefe Gülleinjektion;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Siehe Anwendbarkeit von BVT 21.b, BVT 21.c oder BVT 21.d.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Schnellstmögliche Einarbeitung des Wirtschaftsdüngers.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Siehe Anwendbarkeit von BVT 22.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.10.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Emissionen aus der Lagerung von Festmist</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 14.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus der Festmistlagerung besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0016"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0015" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.5 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0015"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Verkleinerung des Verhältnisses zwischen der emittierenden Oberfläche und dem Volumen des Festmisthaufens.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Abdeckung von Festmisthaufen.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar, wenn der Festmist im Stallgebäude getrocknet oder vorgetrocknet wird. Möglicherweise nicht für ungetrockneten Festmist anwendbar, wenn der Haufen häufig befüllt wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Lagerung von getrocknetem Festmist in einer Halle.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='19'?><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 15.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung von Emissionen in Böden und Gewässer aus der Festmistlagerung besteht in einer Kombination der folgenden Techniken in der angegebenen Prioritätenfolge.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0017"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0016" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.5 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0016"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Lagerung von getrocknetem Festmist in einer Halle.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Einsatz eines Betonsilos für die Lagerung von Festmist.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Lagerung von Festmist auf einem undurchlässigen Untergrund mit einem Ablaufsystem und einem Auffangbehälter für das Abflusswasser.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Auswahl einer Lagereinrichtung mit einer ausreichenden Kapazität zur Lagerung des Festmists in Zeiträumen, in denen eine Ausbringung nicht möglich ist.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Außenlagerung von Festmist am Feldrand in ausreichender Entfernung von oberirdischen und/oder unterirdischen Wasserläufen, sodass keine Abflussflüssigkeit in die Wasserläufe gelangen kann.</CELL><CELL COL="3">Nur für die vorübergehende Lagerung in Festmisthaufen am Feldrand anwendbar, deren Position jedes Jahr geändert wird.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.11.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Emissionen aus der Lagerung von Gülle</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 16.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus der Güllelagerung besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0018"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0017" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.6.1 und 4.12.3 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0017"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Angemessene Gestaltung und geeignetes Management des Güllebehälters durch eine Kombination der folgenden Techniken:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="3"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Verkleinerung des Verhältnisses zwischen der emittierenden Oberfläche und dem Volumen des Güllebehälters;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3"><P>Für bestehende Lager möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Übermäßig hohe Güllebehälter können aufgrund erhöhter Kosten und gesteigerter Sicherheitsrisiken möglicherweise nicht anwendbar sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Reduzierung der Windgeschwindigkeit und des Luftaustauschs über der Gülleoberfläche durch Betrieb des Lagers mit einer geringeren Füllhöhe;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Für bestehende Lager möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Minimierung des Umrührens der Gülle.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Abdeckung des Güllebehälters. Dazu kann eine der folgenden Techniken eingesetzt werden:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="2"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>feste Abdeckung;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen und eingeschränkter statischer Belastbarkeit möglicherweise nicht für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='20'?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>flexible Abdeckungen;</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Flexible Abdeckungen sind nicht für Gebiete anwendbar, in denen ihre statische Belastbarkeit durch die vorherrschenden Wetterbedingungen beeinträchtigt werden kann.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Schwimmdecken, zum Beispiel:</TXT><P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Kunststoffgranulate;</P></ITEM><ITEM><P>Leichtschüttungen;</P></ITEM><ITEM><P>flexible Schwimmdecken;</P></ITEM><ITEM><P>geometrische Kunststoffkörper;</P></ITEM><ITEM><P>luftgefüllte Abdeckungen;</P></ITEM><ITEM><P>natürliche Schwimmschicht (Kruste);</P></ITEM><ITEM><P>Stroh.</P></ITEM></LIST></P></NP></CELL><CELL COL="3"><P>Die Verwendung von Kunststoffpellets, leichten Schüttgütern und geometrischen Kunststoffplatten ist für Güllearten, die inhärent zur Krustenbildung neigen, nicht anwendbar.</P><P>Aufgrund der Vermischung der Gülle beim Umrühren, Einfüllen und Entleeren ist die Verwendung einiger Schwimmstoffe, die eine Sedimentation oder Verstopfungen in den Pumpen verursachen können, möglicherweise ausgeschlossen.</P><P>Die Bildung einer natürlichen Schwimmschicht ist für kalte Klimazonen und/oder für Gülle mit einem geringen Trockenmassegehalt möglicherweise nicht anwendbar.</P><P>Eine natürliche Schwimmschicht ist für Lager, bei denen diese Schwimmschicht durch Umrühren, Befüllen und/oder Entleeren der Gülle instabil wird, nicht anwendbar.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Ansäuerung der Gülle.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 17.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus einem Gülle-Erdbecken (Lagune) besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0019"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0018" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.6.1 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0018"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Minimierung des Umrührens der Gülle.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Abdeckung des Gülle-Erdbeckens (der Lagune) mit einer flexiblen Abdeckung und/oder Schwimmdecke, z. B.:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>flexible Kunststoffplanen;</P></ITEM><ITEM><P>leichte Schüttgüter;</P></ITEM><ITEM><P>natürliche Schwimmschicht (Kruste);</P></ITEM><ITEM><P>Stroh.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Für große bestehende Lagunen können Kunststoffplanen aufgrund der statischen Belastbarkeit möglicherweise nicht anwendbar sein.</P><P>Stroh und leichte Schüttgüter können möglicherweise für große Lagunen, bei denen eine vollständige Abdeckung der Lagunenoberfläche aufgrund einer Windabdrift nicht möglich ist, nicht anwendbar sein.</P><P>Die Verwendung leichter Schüttgüter ist für Güllearten, die inhärent zur Krustenbildung neigen, nicht anwendbar.</P><P>Aufgrund der Vermischung der Gülle beim Umrühren, Einfüllen und Entleeren ist die Verwendung einiger Schwimmstoffe, die eine Sedimentation oder Verstopfungen in den Pumpen verursachen können, möglicherweise ausgeschlossen.</P><P>Die Bildung einer natürlichen Schwimmschicht ist für kalte Klimazonen und/oder für Gülle mit einem geringen Trockenmassegehalt möglicherweise nicht anwendbar.</P><P>Eine natürliche Schwimmschicht ist für Lagunen, bei denen diese Schwimmschicht durch Umrühren, Befüllen und/oder Entleeren der Gülle instabil wird, nicht anwendbar.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='21'?><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 18.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung von Emissionen in Böden und Wasser aus der Sammlung und Ableitung von Gülle sowie aus Güllebehältern und/oder Gülle-Erdbecken (Lagunen) besteht in einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0020"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0019" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 3.1.1 und 4.6.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0019"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Verwendung von Lagern, die mechanischen, chemischen und thermischen Einwirkungen standhalten können.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Auswahl einer Lagereinrichtung mit einer ausreichenden Kapazität zur Lagerung der Gülle in Zeiträumen, in denen eine Ausbringung nicht möglich ist.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Errichtung auslaufsicherer Einrichtungen und Ausrüstung für die Sammlung und Ableitung der Gülle (z. B. Gruben, Kanäle, Abflussrohre, Pumpwerke).</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Lagerung von Gülle in Erdbecken (Lagunen) mit einem undurchlässigen Boden und undurchlässigen Seitenwänden, z. B. mit einer Ton- oder Kunststoffauskleidung (oder einer Doppelauskleidung).</CELL><CELL COL="3">Für Lagunen allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Installation eines Leckerkennungssystems, das beispielsweise eine Geomembran, eine Drainageschicht und ein Abflussrohr-System umfasst.</CELL><CELL COL="3">Nur für neue Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Kontrolle der strukturellen Unversehrtheit der Lager mindestens einmal jährlich.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.12.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Betriebsinterne Aufbereitung von Wirtschaftsdünger</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 19.</NO.GR.SEQ><P>Wenn Wirtschaftsdünger betriebsintern aufbereitet wird, um die Emission in die Luft und in Gewässer von Stickstoff, Phosphor, Geruch und mikrobiellen Krankheitserregern zu reduzieren und die Lagerung und/oder Ausbringung des Wirtschaftsdüngers zu erleichtern, besteht die BVT in der Aufbereitung des Wirtschaftsdüngers durch eine oder eine Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0021"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0020" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.7 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0020"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2"><P>Mechanische Trennung der Gülle. Dies umfasst z. B.:</P><P>Pressschnecken-Separator;</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Dekantierzentrifuge;</P></ITEM><ITEM><P>Koagulation/Flockung;</P></ITEM><ITEM><P>Trennung durch Siebe;</P></ITEM><ITEM><P>Druckfiltration (Filterpressen).</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Nur anwendbar,</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>wenn der Stickstoff- und Phosphorgehalt verringert werden muss, weil nur eine beschränkte Landfläche für die Wirtschaftsdünger-Ausbringung verfügbar ist;</P></ITEM><ITEM><P>wenn der Wirtschaftsdünger zum Zweck der Ausbringung nicht zu angemessenen Kosten befördert werden kann.</P></ITEM></LIST><P>Die Verwendung von Polyacrylamid als Flockungsmittel kann aufgrund des Risikos der Bildung von Acrylamid möglicherweise nicht anwendbar sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Anaerobe Vergärung des Wirtschaftsdüngers in einer Biogasanlage.</CELL><CELL COL="3">Diese Technik kann möglicherweise aufgrund der hohen Betriebskosten nicht allgemein anwendbar sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Verwendung eines externen Tunnels zum Trocknen des Wirtschaftsdüngers.</CELL><CELL COL="3">Nur für Wirtschaftsdünger aus Legehennen-Anlagen anwendbar. Nicht für bestehende Anlagen ohne Kotbänder anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='22'?><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Aerobe Fermentierung (Belüftung) von Gülle.</CELL><CELL COL="3">Nur anwendbar, wenn eine Reduktion der Krankheitserreger und des Geruchs vor der Ausbringung wichtig ist. In kalten Klimazonen kann es schwierig sein, das erforderliche Belüftungsniveau im Winter aufrechtzuerhalten.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Nitrifikation/Denitrifikation von Gülle.</CELL><CELL COL="3">Nicht für neue Anlagen/landwirtschaftliche Betriebe anwendbar. Für bestehende Anlagen/landwirtschaftliche Betriebe nur anwendbar, wenn die Stickstoffentfernung erforderlich ist, weil nur eine beschränkte Landfläche für die Wirtschaftsdünger-Ausbringung verfügbar ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Kompostierung von Festmist.</CELL><CELL COL="3"><P>Nur anwendbar,</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>wenn der Wirtschaftsdünger zum Zweck der Ausbringung nicht zu angemessenen Kosten befördert werden kann;</P></ITEM><ITEM><P>wenn eine Reduktion der Krankheitserreger und des Geruchs vor der Ausbringung wichtig ist;</P></ITEM><ITEM><P>wenn im landwirtschaftlichen Betrieb ausreichend Platz für die Anlage von Mieten verfügbar ist.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.13.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Ausbringung von Wirtschaftsdünger</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 20.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Vermeidung oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Verminderung der Emission von Stickstoff, Phosphor und mikrobiellen Krankheitserregern in Böden und Wasser aufgrund der Ausbringung von Wirtschaftsdünger besteht in der Anwendung aller folgenden Techniken.</P><TBL COLS="2" NO.SEQ="0022"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2"><P>Bewertung der für die Wirtschaftsdünger-Ausbringung vorgesehenen Flächen im Hinblick auf die Gefahr von Oberflächenabfluss unter Berücksichtigung folgender Aspekte:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Bodenart und -bedingungen sowie Hangneigung;</P></ITEM><ITEM><P>klimatische Bedingungen;</P></ITEM><ITEM><P>Felddrainage und -bewässerung;</P></ITEM><ITEM><P>Fruchtfolge;</P></ITEM><ITEM><P>Wasserressourcen und Wasserschutzgebiete.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Einhaltung eines ausreichenden Abstands (Freihaltung eines unbehandelten Randstreifens) zwischen den Feldern, auf denen Wirtschaftsdünger ausgebracht wird, und:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Gebieten, in denen ein Risiko von Oberflächenabfluss in Gewässer wie Wasserläufe, Quellen, Brunnenbohrungen usw. besteht;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Nachbargrundstücken (einschließlich Hecken).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2"><P>Vermeidung der Wirtschaftsdünger-Ausbringung, wenn ein erhebliches Risiko von Oberflächenabfluss besteht. Insbesondere wird kein Wirtschaftsdünger ausgebracht,</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>wenn der Boden überschwemmt, gefroren oder schneebedeckt ist;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>wenn die Bodenbedingungen (z. B. Wassersättigung oder Bodenverdichtung) in Kombination mit der Hangneigung des Felds und/oder der Felddrainage so gestaltet sind, dass ein hohes Risiko für Oberflächenabfluss oder Drainage besteht;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>wenn aufgrund erwarteter Regenfälle mit Oberflächenabfluss zu rechnen ist.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Anpassung der ausgebrachten Wirtschaftsdünger-Menge unter Berücksichtigung des Stickstoff- und Phosphorgehalts des Wirtschaftsdüngers sowie der Bodenmerkmale (z. B. Nährstoffgehalt), des saisonalen Bedarfs der angebauten Kultur und der Wetter- oder Bodenbedingungen, die Oberflächenabfluss verursachen könnten.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Abstimmung der Wirtschaftsdünger-Ausbringung mit dem Nährstoffbedarf der angebauten Kultur.</CELL></ROW><?PAGE NO='23'?><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Regelmäßige Kontrolle der Felder, auf denen Wirtschaftsdünger ausgebracht wird, auf Hinweise für Oberflächenabfluss und gegebenenfalls angemessene Reaktion.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">g</CELL><CELL COL="2">Sicherstellung der freien Zufahrt zum Wirtschaftsdünger-Lager sowie einer effektiven Befüllung der Fahrzeuge ohne Verschütten von Wirtschaftsdünger.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">h</CELL><CELL COL="2">Überprüfung, dass die Maschinen für die Wirtschaftsdünger-Ausbringung in betriebsfähigem Zustand und auf die korrekte Ausbringungsmenge eingestellt sind.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 21.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus der Ausbringung von Gülle besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0023"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0021" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.8.1 und 4.12.3 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0021"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Verdünnung der Gülle, gefolgt von Techniken wie z. B. einem Niederdruck-Bewässerungssystem.</CELL><CELL COL="3"><P>Aufgrund des Kontaminationsrisikos nicht für Kulturen anwendbar, die für den Rohverzehr bestimmt sind.</P><P>Nicht anwendbar, wenn die Bodenart keine schnelle Infiltration der verdünnten Gülle in den Boden zulässt.</P><P>Nicht anwendbar, wenn die Kulturen keine Bewässerung erfordern.</P><P>Für Felder anwendbar, die leicht über Rohrleitungen mit dem landwirtschaftlichen Betrieb verbunden werden können.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz einer Bandverteiler unter Anwendung einer der folgenden Techniken:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Schleppschlauch;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Schleppschuh.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Die Anwendbarkeit kann beschränkt sein, wenn der Strohgehalt der Gülle zu hoch ist oder wenn der Trockenmassegehalt der Gülle mehr als 10 % beträgt.</P><P>Die Verwendung eines Schleppschuhs ist nicht für wachsende Bestände in Engsaat anwendbar.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Flache Gülleinjektion (Schlitzgerät, offener Schlitz).</CELL><CELL COL="3"><P>Nicht für steinige, flachgründige oder verdichtete Böden anwendbar, bei denen eine einheitliche Eindringtiefe schwer zu erreichen ist.</P><P>Die Anwendbarkeit kann in den Fällen beschränkt sein, in denen die Pflanzen durch die Maschinen beschädigt werden können.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Tiefe Gülleinjektion (Schlitzgerät, geschlossener Schlitz).</CELL><CELL COL="3"><P>Nicht für steinige, flachgründige oder verdichtete Böden anwendbar, bei denen eine einheitliche Eindringtiefe und eine wirksame Schließung des Schlitzes schwer zu erreichen sind.</P><P>Nicht in der Wachstumsphase der angebauten Kulturen anwendbar. Nicht für Grünland anwendbar, außer bei Umbruch des Grünlandes auf Ackerland oder bei Nachsaat.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Ansäuerung der Gülle.</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 22.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus der Ausbringung von Wirtschaftsdünger besteht darin, den Wirtschaftsdünger baldmöglichst in den Boden einzuarbeiten.</P><?PAGE NO='24'?><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Beschreibung</HT></P></TI></TITLE><P>Die Einarbeitung des auf die Bodenoberfläche ausgebrachten Wirtschaftsdüngers erfolgt je nach Bodenart und Bodenbedingungen entweder durch Pflügen oder durch den Einsatz sonstiger Bodenbearbeitungsgeräten wie Zinken- oder Scheibeneggen. Der Wirtschaftsdünger wird vollständig mit dem Boden vermischt oder eingearbeitet.</P><P>Die Ausbringung von Festmist erfolgt durch einen geeigneten Verteiler (z. B. Dungstreuer mit seitlichem Auswurf, Heckstreuer, Universalstreuer). Die Ausbringung von Gülle erfolgt gemäß BVT 21.</P></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Anwendbarkeit</HT></P></TI></TITLE><P>Nicht für Grünland und bei der konservierenden Bodenbearbeitung anwendbar, außer bei Umbruch von Grünland auf Ackerland oder bei Nachsaat. Nicht für Flächen mit wachsenden Beständen anwendbar, die durch die Einarbeitung des Wirtschaftsdüngers beschädigt werden können. Die Einarbeitung von Gülle ist nach Ausbringung durch flache oder tiefe Gülleinjektion nicht anwendbar.</P><TBL COLS="2" NO.SEQ="0024"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 1.3</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierter zeitlicher Abstand zwischen Ausbringung von Wirtschaftsdünger und Einarbeitung in den Boden</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0022" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der untere Wertebereich entspricht einem unmittelbaren Einarbeiten.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0023" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der Höchstwert kann bis zu 12 Stunden betragen, wenn die Bedingungen für eine schnellere Einarbeitung nicht günstig sind, z. B. wenn personelle und maschinelle Ressourcen nicht wirtschaftlich verfügbar sind.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">BVT-assoziierter zeitlicher Abstand zwischen Ausbringung von Wirtschaftsdünger und Einarbeitung in den Boden (Stunden)</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Zeitraum</CELL><CELL COL="2">0<NOTE NOTE.REF="E0022"/>-4<NOTE NOTE.REF="E0023"/></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.14.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Emissionen aus dem gesamten Produktionsprozess</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 23.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus dem gesamten Produktionsprozess für die Haltung und Aufzucht von Schweinen (einschließlich Sauen) oder Geflügel besteht in einer Schätzung/Berechnung der Ammoniakemissionen aus dem gesamten Produktionsprozess unter Anwendung der im landwirtschaftlichen Betrieb umgesetzten BVT.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>1.15.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Überwachung von Emissionen und Prozessparametern</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 24.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der Überwachung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs und Phosphors im Wirtschaftsdünger durch eine der folgenden Techniken mit der nachstehend angegebenen Mindesthäufigkeit.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0025"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0024" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.9.1 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0024"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Häufigkeit</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Berechnung des ausgeschiedenen Stickstoffs und Phosphors anhand einer Stickstoff- und Phosphor-Massenbilanz auf Grundlage von Futteraufnahme, Rohproteingehalt des Futters, Gesamtphosphor und Tierleistung.</CELL><CELL COL="3" ROWSPAN="2">Einmal jährlich für jede Tierkategorie.</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="2">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Schätzung des ausgeschiedenen Stickstoffs und Phosphors anhand einer Analyse des Gesamtstickstoff- und des Gesamtphosphorgehalts des Wirtschaftsdüngers.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='25'?><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 25.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der Überwachung der Ammoniakemissionen in die Luft durch eine der folgenden Techniken mit der nachstehend angegebenen Mindesthäufigkeit.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0026"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0025" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.9.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0025"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Häufigkeit</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Schätzung der Ammoniakemission anhand einer Massenbilanz auf Grundlage der Ausscheidung und des in jeder Phase des Wirtschaftsdünger-Managements vorhandenen Gesamtstickstoffs (oder Gesamtammoniumstickstoffs).</CELL><CELL COL="3">Einmal jährlich für jede Tierkategorie.</CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Berechnung der Ammoniakemission durch Messung der Ammoniakkonzentration und der Luftrate durch ISO-Verfahren nach ISO-Normen oder nach anderen nationalen oder internationalen Normen oder durch sonstige Verfahren, mit denen Daten einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleistet sind.</CELL><CELL COL="3"><P>Jedes Mal, wenn wesentliche Änderungen an mindestens einem der folgenden Parameter durchgeführt wurden:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM><NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Art der im landwirtschaftlichen Betrieb gehaltenen bzw. aufgezogenen Tiere;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>b)</NO.P><TXT>Haltungssystem.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="4"><P>Nur für die Berechnung der Emissionen aus jedem einzelnen Stallgebäude anwendbar.</P><P>Nicht für Anlagen mit Abluftreinigungssystem anwendbar. In diesem Fall gilt BVT 28.</P><P>Aufgrund der Kosten der Messungen kann diese Technik möglicherweise nicht allgemein anwendbar sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Schätzung der Ammoniakemission anhand von Emissionsfaktoren.</CELL><CELL COL="3">Einmal jährlich für jede Tierkategorie.</CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 26.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der regelmäßigen Überwachung der Geruchsemissionen in die Luft.</P><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Beschreibung</HT></P></TI></TITLE><P>Für die Überwachung der Geruchsemissionen können die folgenden Normen herangezogen werden:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>EN-Normen (z. B. durch Verwendung der dynamischen Olfaktometrie gemäß EN 13725 zur Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration).</P></ITEM><ITEM><P>Bei der Anwendung alternativer Verfahren, für die keine EN-Normen verfügbar sind, (z. B. Messung/Schätzung der Geruchsexposition, Schätzung der Geruchsintensität) können ISO-Normen oder nationale oder andere internationale Normen herangezogen werden, die die Bereitstellung von Daten mit einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleisten.</P></ITEM></LIST></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="6"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Anwendbarkeit</HT></P></TI></TITLE><P>BVT 26 ist nur für Fälle anwendbar, in denen eine Geruchsbelästigung in sensitiven Gebieten erwartet wird und/oder nachgewiesen wurde.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 27.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der Überwachung der Staubemissionen aus jedem Stallgebäude durch eine der folgenden Techniken mit der nachstehend angegebenen Mindesthäufigkeit.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0027"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0026" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.9.1 und 4.9.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0026"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Häufigkeit</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Berechnung der Staubemissionen durch Messung der Staubkonzentration und der Luftrate durch Verfahren gemäß EN-Norm oder gemäß sonstigen Normen (ISO, national oder international), mit denen Daten einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleistet sind.</CELL><CELL COL="3">Einmal jährlich.</CELL><CELL COL="4"><P>Nur für die Berechnung der Staubemissionen aus jedem einzelnen Stallgebäude anwendbar.</P><P>Nicht für Anlagen mit Abluftreinigungssystem anwendbar. In diesem Fall gilt BVT 28.</P><P>Aufgrund der Kosten der Messungen kann diese Technik möglicherweise nicht allgemein anwendbar sein.</P></CELL></ROW><?PAGE NO='26'?><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Schätzung der Staubemissionen anhand von Emissionsfaktoren.</CELL><CELL COL="3">Einmal jährlich.</CELL><CELL COL="4">Aufgrund der Kosten der Ermittlung von Emissionsfaktoren kann diese Technik möglicherweise nicht allgemein anwendbar sein.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 28.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der Überwachung der Ammoniak-, Staub- und/oder Geruchsemissionen aus jedem mit einem Abluftreinigungssystem ausgestatteten Stallgebäude durch Anwendung aller folgenden Techniken mit der nachstehend angegebenen Mindesthäufigkeit.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0028"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0027" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in Abschnitt 4.9.3 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0027"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Häufigkeit</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Überprüfung der Leistung des Abluftreinigungssystems durch Messung von Ammoniak, Geruch und/oder Staub unter praktischen Betriebsbedingungen gemäß einem vorgeschriebenen Messprotokoll und durch Verfahren gemäß EN-Norm oder sonstigen Normen (ISO, national oder international), die die Bereitstellung von Daten mit einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleisten.</CELL><CELL COL="3">Einmal.</CELL><CELL COL="4">Nicht anwendbar, wenn das Abluftreinigungssystem bereits in Kombination mit einem ähnlichen Haltungssystem und ähnlichen Betriebsbedingungen überprüft wurde.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Kontrolle der wirksamen Funktion des Abluftreinigungssystems (z. B. durch fortlaufende Aufzeichnung von Betriebsparametern oder durch Einsatz von Alarmsystemen).</CELL><CELL COL="3">Täglich.</CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 29.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT besteht in der Überwachung der folgenden Prozessparameter mindestens einmal jährlich.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0029"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Wasserverbrauch.</CELL><CELL COL="3"><P>Erfassung z. B. durch Verwendung geeigneter Zähler oder anhand von Rechnungen.</P><P>Die wasserintensivsten Prozesse in Stallgebäuden (Reinigung, Fütterung usw.) können getrennt überwacht werden.</P></CELL><CELL COL="4">Für bestehende landwirtschaftliche Betriebe ist die getrennte Überwachung der wasserintensivsten Prozesse je nach Konfiguration des Wasserversorgungsnetzes möglicherweise nicht anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Stromverbrauch.</CELL><CELL COL="3">Erfassung z. B. durch Verwendung geeigneter Zähler oder anhand von Rechnungen. Der Stromverbrauch der Stallgebäude wird getrennt von dem anderer Anlagen des landwirtschaftlichen Betriebs überwacht. Die energieintensivsten Prozesse in Stallgebäuden (Heizung, Lüftung, Beleuchtung usw.) können getrennt überwacht werden.</CELL><CELL COL="4">Für bestehende landwirtschaftliche Betriebe ist die getrennte Überwachung der energieintensivsten Prozesse je nach Konfiguration des Stromversorgungsnetzes möglicherweise nicht anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='27'?><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Brennstoffverbrauch.</CELL><CELL COL="3">Erfassung z. B. durch Verwendung geeigneter Zähler oder anhand von Rechnungen.</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Anzahl zu- und abgehender Tiere, gegebenenfalls einschließlich Geburten und Todesfällen.</CELL><CELL COL="3">Erfassung z. B. anhand bestehender Buchführung.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Futtermittelverbrauch.</CELL><CELL COL="3">Erfassung z. B. anhand von Rechnungen oder bestehenden Buchführung.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2">Erzeugte Wirtschaftsdünger-Menge.</CELL><CELL COL="3">Erfassung beispielsweise anhand bestehender Buchführung.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="3"><TITLE><TI><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>BVT-SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE INTENSIVHALTUNG ODER -AUFZUCHT VON SCHWEINEN</TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>2.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Ammoniakemissionen aus Schweineställen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><NO.GR.SEQ>BVT 30.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus Schweineställen besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="4" NO.SEQ="0030"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0028" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.11 und 4.12 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0028"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Tierkategorie</CELL><CELL COL="4" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="26">a</CELL><CELL COL="2"><P>Eine der folgenden Techniken, die einen oder eine Kombination der folgenden Grundsätze umsetzen:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i)</NO.P><TXT>Die Ammoniak emittierende Oberfläche wird verkleinert.</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii)</NO.P><TXT>Die Gülle (der Wirtschaftsdünger) wird häufiger entfernt und zu einem externen Lager befördert.</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii)</NO.P><TXT>Urin und Kot werden getrennt.</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv)</NO.P><TXT>Die Einstreu wird in einem trockenen und sauberen Zustand gehalten.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL><CELL COL="4"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>0.</NO.P><TXT>Eine tiefe Güllegrube (bei Voll- oder Teilspaltenboden), nur in Kombination mit einer zusätzlichen Minderungsmaßnahme, z. B.:</TXT><P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>eine Kombination von Nährstoffmanagement-Techniken;</P></ITEM><ITEM><P>Abluftreinigungssystem;</P></ITEM><ITEM><P>Verringerung des pH-Werts der Gülle;</P></ITEM><ITEM><P>Güllekühlung.</P></ITEM></LIST></P></NP></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4">Nicht für neue Anlagen anwendbar, es sei denn, eine tiefe Güllegrube wird mit einem Abluftreinigungssystem, einer Güllekühlung und/oder der Verringerung des pH-Werts der Gülle kombiniert.</CELL></ROW><?PAGE NO='28'?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Ein Vakuumsystem für eine häufige Gülleentfernung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="3">Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Geneigte Seitenwände im Güllekanal (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Ein Schieber für eine häufige Gülleentfernung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Häufige Gülleentfernung durch Spülung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4"><P>Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</P><P>Wenn die flüssige Phase der Gülle zum Spülen verwendet wird, ist diese Technik aufgrund der beim Spülen entstehenden Geruchsbelastungsspitzen möglicherweise nicht für landwirtschaftliche Betriebe anwendbar, die in der Nähe von sensitiven Gebieten liegen.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="2"><NP><NO.P>5.</NO.P><TXT>Verkleinerte Güllegrube (bei Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Deckfähige und trächtige Sauen</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="2">Möglicherweise aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="3"><NP><NO.P>6.</NO.P><TXT>Volleinstreu (bei planbefestigtem Betonboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Deckfähige und trächtige Sauen</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="8"><P>Festmist-Verfahren sind für neue Anlagen nicht anwendbar, es sei denn, dies ist aus Gründen des Tierschutzes zu rechtfertigen.</P><P>Möglicherweise nicht für frei belüftete Anlagen in warmen Klimazonen und für bestehende zwangsbelüftete Anlagen für Absetzferkel und Mastschweine anwendbar.</P><P>BVT 30.a7 kann mit einem großen Platzbedarf verbunden sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Absetzferkel</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="3"><NP><NO.P>7.</NO.P><TXT>Kistenstall- oder Hüttenstallsystem (bei Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Deckfähige und trächtige Sauen</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Absetzferkel</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="2"><NP><NO.P>8.</NO.P><TXT>Schrägbodensystem (bei planbefestigtem Betonboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Absetzferkel</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="2"><NP><NO.P>9.</NO.P><TXT>Konvexer Boden und getrennte Gülle- und Wasserkanäle (bei Buchten mit Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Absetzferkel</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="2">Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><?PAGE NO='29'?><?CLG.MDFO ID="O000001M001000" IDREF="C000001M001000" ACTION="REPLACED" LEVEL="STRUCTURE" COMMAND="EXPLICIT" ACTIVE.DOC="32017D0302R(01)" ACTIVE.LOC="LI:0;EL:1" MOD.LEVEL="1"?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>10.</NO.P><TXT>Eingestreute Buchten mit kombinierter Wirtschaftsdünger-Erzeugung (Gülle und Festmist).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Säugende Sauen</CELL><CELL COL="4">Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>11.</NO.P><TXT>Futter-/Liegeboxen auf planbefestigtem Boden (bei einstreubasierten Buchten).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Deckfähige und trächtige Sauen</CELL><CELL COL="4">Nicht für bestehende Anlagen ohne planbefestigte Betonböden anwendbar.</CELL></ROW><?CLG.MDFC ID="C000001M001000" IDREF="O000001M001000"?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>12.</NO.P><TXT>Güllewanne (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Säugende Sauen</CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2" ROWSPAN="2"><NP><NO.P>13.</NO.P><TXT>Sammeln der Gülle in Wasser.</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Absetzferkel</CELL><CELL COL="4" ROWSPAN="4">Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>14.</NO.P><TXT>V-förmige Kotbänder (bei Teilspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Mastschweine</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>15.</NO.P><TXT>Kombination von Wasser- und Güllekanälen (bei Vollspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Säugende Sauen</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>16.</NO.P><TXT>Eingestreuter Außengang (bei planbefestigtem Betonboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Mastschweine</CELL><CELL COL="4"><P>Nicht in kalten Klimazonen anwendbar.</P><P>Aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen möglicherweise nicht allgemein für bestehende Anlagen anwendbar.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Güllekühlung.</CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4"><P>Nicht anwendbar,</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>wenn keine Wärmerückgewinnung möglich ist;</P></ITEM><ITEM><P>wenn Einstreu verwendet wird.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4"><P>Aufgrund der hohen Umsetzungskosten möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Ansäuerung der Gülle.</CELL><CELL COL="3">Alle Schweinekategorien</CELL><CELL COL="4">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Verwendung von Schwimmkugeln im Güllekanal.</CELL><CELL COL="3">Mastschweine</CELL><CELL COL="4">Nicht anwendbar für Anlagen, deren Güllegruben geneigte Seitenwände haben, und für Anlagen, in denen die Gülleentfernung durch Spülung erfolgt.</CELL></ROW></CORPUS></TBL><?PAGE NO='30'?><TBL COLS="3" NO.SEQ="0031"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 2.1</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierte Werte für Ammoniakemissionen in die Luft aus Schweineställen</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0029" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der untere Wertebereich ist mit dem Einsatz eines Abluftreinigungssystems assoziiert.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0030" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für bestehende Anlagen, in denen eine tiefe Güllegrube in Kombination mit Nährstoffmanagement-Techniken eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 4,0 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0031" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für Anlagen, in denen BVT 30.a6, 30.a7 oder 30.a11 eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 5,2 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0032" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für bestehende Anlagen, in denen BVT 30.a0 in Kombination mit Nährstoffmanagement-Techniken eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 7,5 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0033" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für bestehende Anlagen, in denen eine tiefe Güllegrube in Kombination mit Nährstoffmanagement-Techniken eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 0,7 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0034" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für Anlagen, in denen BVT 30.a6, 30.a7 oder 30.a8 eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 0,7 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0035" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für bestehende Anlagen, in denen eine tiefe Güllegrube in Kombination mit Nährstoffmanagement-Techniken eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 3,6 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0036" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für Anlagen, in denen BVT 30.a6, 30.a7, 30.a8 oder 30.a16 eingesetzt wird, liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 5,65 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Tierkategorie</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER"><P>BVT-assoziierter Emissionswert<NOTE NOTE.REF="E0029"/></P><P>(kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr)</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="4">Ammoniak, ausgedrückt als NH<HT TYPE="SUB">3</HT></CELL><CELL COL="2">Deckfähige und trächtige Sauen</CELL><CELL COL="3">0,2-2,7<NOTE NOTE.REF="E0030"/><NOTE NOTE.REF="E0031"/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Säugende Sauen (mit Ferkeln) in Kastenständen</CELL><CELL COL="3">0,4-5,6<NOTE NOTE.REF="E0032"/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Absetzferkel</CELL><CELL COL="3">0,03-0,53<NOTE NOTE.REF="E0033"/><NOTE NOTE.REF="E0034"/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Mastschweine</CELL><CELL COL="3">0,1-2,6<NOTE NOTE.REF="E0035"/><NOTE NOTE.REF="E0036"/></CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die BVT-assoziierten Emissionswerte können möglicherweise nicht für die ökologische/biologische Tierhaltung anwendbar sein. Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 25.</P></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="3"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>BVT-SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE INTENSIVHALTUNG ODER -AUFZUCHT VON GEFLÜGEL</TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Ammoniakemissionen aus Geflügelställen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.1.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Ammoniakemissionen aus Ställen für Legehennen, Mastelterntiere oder Junghühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="6"><NO.GR.SEQ>BVT 31.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus Ställen für Legehennen, Mastelterntiere oder Junghühner besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0032"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0037" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.11 und 4.13.1 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0037"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2"><P>Entmistung über Kotbänder (bei ausgestalteten oder nicht ausgestalteten Käfigsystemen) mit mindestens:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>einer Entmistung wöchentlich mit Lufttrocknung; oder</P></ITEM><ITEM><P>zwei Entmistungen wöchentlich ohne Lufttrocknung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Ausgestaltete Käfigsysteme sind für Junghühner und Mastelterntiere nicht anwendbar.</P><P>Nicht ausgestaltete Käfigsysteme sind für Legehennen nicht anwendbar.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Bei Non-cages Systemen/Nichtkäfighaltung:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="6"><IE/></CELL><CELL COL="2"><NP><NO.P>0.</NO.P><TXT>Zwangslüftungssystem und unregelmäßige Entmistung (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube), nur in Kombination mit einer zusätzlichen Minderungsmaßnahme, zum Beispiel:</TXT><P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Erreichen eines hohen Trockenmassegehalts im Wirtschaftsdünger;</P></ITEM><ITEM><P>Abluftreinigungssystem.</P></ITEM></LIST></P></NP></CELL><CELL COL="3">Nicht für neue Anlagen anwendbar, es sei denn in Kombination mit einem Abluftreinigungssystem.</CELL></ROW><?PAGE NO='31'?><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Kotband oder Kotschieber (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen kann möglicherweise durch die Notwendigkeit für eine vollständige Änderung des Haltungssystems beschränkt sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Belüftungstrocknung des Kots über Rohrleitungen (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Diese Technik kann nur für Anlagen angewandt werden, bei denen ausreichend Platz unter dem perforierten Boden verfügbar ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Belüftungstrocknung des Kots mit perforiertem Stallboden (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen kann aufgrund der hohen Umsetzungskosten beschränkt sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Kotbänder (bei Volieren).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen hängt von der Hallenbreite ab.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>5.</NO.P><TXT>Belüftungstrocknung der Einstreu durch Innenraumluft (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Aufgrund der hohen Umsetzungskosten möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL><TBL COLS="3" NO.SEQ="0033"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 3.1</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierte Werte für Ammoniakemissionen in die Luft aus Legehennenställen</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0038" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Für bestehende Anlagen mit Zwangslüftungssystem und unregelmäßiger Entmistung (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube) in Kombination mit einer Maßnahme zur Erreichung eines hohen Trockenmassegehalts des Kots liegt der Höchstwert für den BVT-assoziierten Emissionswert bei 0,25 kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Haltungsart</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER"><P>BVT-assoziierter Emissionswert</P><P>(kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr)</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="2">Ammoniak, ausgedrückt als NH<HT TYPE="SUB">3</HT></CELL><CELL COL="2">Käfighaltung</CELL><CELL COL="3">0,02-0,08</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Nichtkäfighaltung</CELL><CELL COL="3">0,02-0,13<NOTE NOTE.REF="E0038"/></CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 25. Die BVT-assoziierten Emissionswerte können möglicherweise nicht für die ökologische/biologische Tierhaltung anwendbar sein.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.1.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Ammoniakemissionen aus Ställen für Masthühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="6"><NO.GR.SEQ>BVT 32.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus Masthühnerställen besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0034"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0039" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.11 und 4.13.2 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0039"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Zwangslüftung und ein nicht tropfendes Tränkesystem (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="3">Allgemein anwendbar.</CELL></ROW><?PAGE NO='32'?><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2">Belüftungstrocknung der Einstreu durch Innenraumluft (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="3"><P>Die Anwendbarkeit von Belüftungstrocknungssystemen für bestehende Anlagen hängt von der Deckenhöhe ab.</P><P>Belüftungstrocknungssysteme können je nach Innentemperatur möglicherweise nicht für warme Klimazonen anwendbar sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">c</CELL><CELL COL="2">Freie Lüftung und ein nicht tropfendes Tränkesystem (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="3"><P>Die freie Lüftung ist nicht für Anlagen mit zentralem Lüftungssystem anwendbar.</P><P>Die freie Lüftung kann in der ersten Aufzuchtphase von Masthühnern bzw. bei extremen klimatischen Bedingungen möglicherweise nicht anwendbar sein.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">d</CELL><CELL COL="2">Einstreu auf dem Kotband und Belüftungstrocknung (bei Etagenbodensystemen).</CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen hängt von der Höhe der Seitenwände ab.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">e</CELL><CELL COL="2">Beheizter und gekühlter eingestreuter Boden (beim Combideck-Verfahren).</CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen hängt davon ab, ob der Einbau eines geschlossenen unterirdischen Speichers für das umlaufende Wasser möglich ist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">f</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Aufgrund der hohen Umsetzungskosten möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL><TBL COLS="2" NO.SEQ="0035"><TITLE><TI><P><HT TYPE="ITALIC">Tabelle 3.2</HT></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">BVT-assoziierter Wert für Ammoniakemissionen in die Luft aus Ställen für Masthühner mit einem Endgewicht bis zu 2,5 kg</HT></P></STI></TITLE><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0040" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der BVT-assoziierte Emissionswert kann für die folgenden Haltungsformen gemäß der Definition in der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission vom <DATE ISO="20080616">16. Juni 2008</DATE> mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch (<REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20080617" NO.OJ="157" PAGE.FIRST="46">ABl. L 157 vom 17.6.2008, S. 46</REF.DOC.OJ>) möglicherweise nicht anwendbar sein: extensive Bodenhaltung, Freilandhaltung, bäuerliche Freilandhaltung und bäuerliche Freilandhaltung — unbegrenzter Auslauf.</P></NOTE><NOTE NOTE.ID="E0041" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Der untere Wertebereich ist mit dem Einsatz eines Abluftreinigungssystems assoziiert.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Parameter</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER"><P>BVT-assoziierter Emissionswert<NOTE NOTE.REF="E0040"/><NOTE NOTE.REF="E0041"/></P><P>(kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr)</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ammoniak, ausgedrückt als NH<HT TYPE="SUB">3</HT></CELL><CELL COL="2">0,01-0,08</CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die diesbezügliche Überwachung ist Gegenstand von BVT 25. Der BVT-assoziierte Emissionswert kann möglicherweise nicht für die ökologische/biologische Tierhaltung anwendbar sein.</P></GR.SEQ></GR.SEQ><?PAGE NO='33'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.1.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Ammoniakemissionen aus Ställen für Enten</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="6"><NO.GR.SEQ>BVT 33.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus Entenställen besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0036"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0042" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.11 und 4.13.3 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0042"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="3">a</CELL><CELL COL="2">Eine der folgenden Techniken bei Verwendung einer freien Lüftung oder einer Zwangslüftung:</CELL><CELL COL="3"><IE/></CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Regelmäßige Zugabe von Einstreu (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu oder Tiefstreu kombiniert mit perforiertem Boden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Die Anwendbarkeit für bestehende Anlagen mit Tiefstreu kombiniert mit perforiertem Boden hängt von der Gestaltung des bestehenden Gebäudes ab.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2"><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Häufige Entmistung (bei Vollspaltenboden).</TXT></NP></CELL><CELL COL="3">Aus Hygienegründen nur für die Haltung und Aufzucht von Moschusenten (Cairina Moschata) anwendbar.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Aufgrund der hohen Umsetzungskosten möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>3.1.4.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Ammoniakemissionen aus Ställen für Truthühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="6"><NO.GR.SEQ>BVT 34.</NO.GR.SEQ><P>Die BVT zur Verminderung der Ammoniakemissionen in die Luft aus Truthühnerställen besteht in einer oder einer Kombination der folgenden Techniken.</P><TBL COLS="3" NO.SEQ="0037"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0043" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Eine Beschreibung der Techniken ist in den Abschnitten 4.11 und 4.13.4 enthalten.</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER"><IE/></CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Technik<NOTE NOTE.REF="E0043"/></CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Anwendbarkeit</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">a</CELL><CELL COL="2">Freie oder Zwangslüftung und ein nicht tropfendes Tränkesystem (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="3"><P>Die freie Lüftung ist nicht für Anlagen mit zentralem Lüftungssystem anwendbar.</P><P>Die freie Lüftung ist in der ersten Aufzuchtphase bzw. bei extremen klimatischen Bedingungen möglicherweise nicht anwendbar.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">b</CELL><CELL COL="2"><P>Einsatz eines Abluftreinigungssystems, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Säurewäscher;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="3"><P>Aufgrund der hohen Umsetzungskosten möglicherweise nicht allgemein anwendbar.</P><P>Für bestehende Anlagen nur anwendbar, wenn ein zentrales Lüftungssystem eingesetzt wird.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="3"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>BESCHREIBUNG DER TECHNIKEN</TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken zur Verminderung der Emissionen aus dem Abwasser</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0038"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Minimierung des Wasserverbrauchs.</CELL><CELL COL="2">Die Abwassermenge kann durch Techniken wie Vorreinigung (z. B. mechanische Trockenreinigung) und Hochdruckreinigung reduziert werden.</CELL></ROW><?PAGE NO='34'?><ROW><CELL COL="1">Trennung des Regenwassers von behandlungsbedürftigen Abwasserströmen.</CELL><CELL COL="2">Die Trennung erfolgt durch eine separate Sammlung in Form angemessen konstruierter und instandgehaltener Entwässerungssysteme.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Behandlung des Abwassers.</CELL><CELL COL="2">Die Behandlung kann durch Sedimentation und/oder biologische Behandlung erfolgen. Für Abwasser mit geringer Schadstoffbelastung kann die Behandlung durch Versickerungsmulden, Teiche, Pflanzenkläranlagen, Sickergruben usw. erfolgen. Ein Trennwassersystem kann für die Trennung vor der biologischen Behandlung verwendet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ausbringung des Abwassers, z. B. durch Verwendung eines Bewässerungssystems wie Beregnungsanlagen, mobilen Bewässerungssystemen, Tankwagen, Schleppschlauch-Ausbringern.</CELL><CELL COL="2">Abwasserströme können vor der Ausbringung z. B. in Tanks oder Lagunen geleitet werden, um ein Absetzen zu ermöglichen. Die dabei anfallende feste Phase kann ebenfalls ausgebracht werden. Das Wasser kann aus den Speichern gepumpt und über eine Rohrleitung z. B. zu einer Beregnungsanlage oder einem mobilen Bewässerungssystem geführt und dann mit einer geringen Applikationsrate ausgebracht werden. Die Bewässerung kann auch mittels einer Einrichtung durchgeführt werden, die durch eine kontrollierte Applikation eine nach unten abstrahlende Verteilung in Form großer Tropfen ermöglicht.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für eine effiziente Energienutzung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0039"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Optimierung der Heiz-/Kühl- und Lüftungssysteme sowie von deren Nutzung, insbesondere bei Verwendung von Abluftreinigungssystemen.</CELL><CELL COL="2"><P>Diese Optimierung erfolgt unter Berücksichtigung der Tierschutzanforderungen (z. B. hinsichtlich der Konzentration von Luftschadstoffen oder angemessener Temperaturen) und kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Automatisierung und Minimierung des Luftstroms, wobei die Temperatur im Wohlfühlbereich der Tiere gehalten wird;</P></ITEM><ITEM><P>Ventilatoren mit dem geringstmöglichen spezifischen Stromverbrauch;</P></ITEM><ITEM><P>geringstmöglicher Strömungswiderstand;</P></ITEM><ITEM><P>Frequenzumrichter und elektronisch umgepolte Motoren;</P></ITEM><ITEM><P>Energiesparventilatoren, die entsprechend der CO<HT TYPE="SUB">2</HT>-Konzentration im Gebäude gesteuert werden;</P></ITEM><ITEM><P>korrekte Positionierung der Heiz-/Kühl- und Lüftungseinrichtungen, Temperaturfühler und getrennten beheizten Bereiche.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Isolierung von Wänden, Fußböden und/oder Decken der Ställe.</CELL><CELL COL="2"><P>Isoliermaterial kann inhärent undurchlässig sein oder mit einer undurchlässigen Beschichtung versehen werden. Durchlässige Materialien werden mit einer angebrachten Dampfsperre angeboten, da Feuchtigkeit eine wichtige Ursache für die Alterung von Isoliermaterial ist.</P><P>Eine Isoliermaterial-Variante für Geflügelbetriebe besteht in wärmereflektierenden Membranen aus laminierten Kunststofffolien zur Abdichtung der Stallgebäude gegen Luftaustritt und Feuchtigkeit.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einsatz energiesparender Beleuchtung.</CELL><CELL COL="2"><P>Eine energiesparendere Beleuchtung kann durch folgende Maßnahmen erreicht werden:</P><LIST TYPE="roman"><ITEM><NP><NO.P>i.</NO.P><TXT>Austausch konventioneller Glühlampen oder sonstiger Leuchtmittel mit niedrigem Wirkungsgrad durch energiesparendere Leuchtmittel wie Leuchtstoff-, Natriumdampf- und LED-Lampen;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>ii.</NO.P><TXT>Einsatz von Mikrolichtstoß-Frequenzreglern, Dimmern für die Anpassung der künstlichen Beleuchtung, Sensoren oder Raumeintrittsschaltern zur Steuerung der Beleuchtung;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iii.</NO.P><TXT>Bessere Versorgung der Stallgebäude mit natürlichem Licht, z. B. durch Lüftungsöffnungen oder Dachfenster. Die Vorteile des natürlichen Lichts müssen gegen einen potenziellen Wärmeverlust abgewogen werden;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>iv.</NO.P><TXT>Verwendung von Lichtprogrammen mit variablen Lichtperioden.</TXT></NP></ITEM></LIST></CELL></ROW><?PAGE NO='35'?><ROW><CELL COL="1"><P>Verwendung von Wärmetauschern. Einer der folgenden Typen kann eingesetzt werden:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Luft-Luft-Wärmetauscher;</P></ITEM><ITEM><P>Luft-Wasser-Wärmetauscher;</P></ITEM><ITEM><P>Luft-Erdwärmetauscher.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="2"><P>Bei einem Luft-Luft-Wärmetauscher nimmt die Zuluft Wärme aus der Abluft der Anlage auf. Der Wärmetauscher kann aus Platten aus eloxiertem Aluminium oder aus PVC-Rohren bestehen.</P><P>Bei einem Luft-Wasser-Wärmetauscher strömt Wasser durch Aluminiumlamellen, die in den Abluftkanälen positioniert sind, und nimmt Wärme aus der Abluft auf.</P><P>Bei einem Luft-Erdwärmetauscher zirkuliert Fischluft durch unterirdische Rohrleitungen (z. B. in einer Tiefe von etwa zwei Metern) und nutzt die geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen des Erdbodens.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einsatz von Wärmepumpen zur Wärmerückgewinnung.</CELL><CELL COL="2"><P>Wärme wird aus verschiedenen Medien (Wasser, Gülle, Erdboden, Luft usw.) aufgenommen und über ein Fluid, das in einem abgeschlossenen Kreislauf zirkuliert, über das Prinzip eines umgekehrten Kühlkreislaufs an einen anderen Ort übertragen. Die Wärme kann zur Desinfektion von Wasser oder zum Betrieb eines Heiz- oder Kühlsystems verwendet werden.</P><P>Mit dieser Technik kann Wärme aus verschiedenen Kreisläufen aufgenommen werden, z. B. Güllekühlsysteme, Erdwärme, Waschwasser, Reaktoren für die biologische Güllebehandlung oder Biogas-Motorabgase.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Wärmerückgewinnung mit geheiztem und gekühltem eingestreutem Boden (Combideck-Verfahren).</CELL><CELL COL="2"><P>Ein geschlossener Wasserkreislauf wird unter dem Boden und ein weiterer in größerer Tiefe installiert, um die überschüssige Wärme zu speichern oder bei Bedarf wieder an den Geflügelstall abzugeben. Die beiden Wasserkreisläufe sind durch eine Wärmepumpe verbunden.</P><P>Zu Beginn des Haltungszyklus wird der Boden mit der gespeicherten Wärme beheizt, um die Einstreu durch die Vermeidung von Kondensatbildung trocken zu halten. Im zweiten Haltungszyklus erzeugen die Hühner überschüssige Wärme, die an den Speicherkreislauf abgegeben wird, während gleichzeitig der Boden gekühlt wird; durch diese Kühlung wird die Mikrobenaktivität und damit der Harnsäure-Abbau reduziert.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einsatz einer freien Lüftung.</CELL><CELL COL="2">Eine freie Lüftung in einem Stallgebäude entsteht durch thermische Effekte und/oder Windströmungen. Zusätzlich zu einstellbaren Öffnungen in den Seitenwänden können die Stallgebäude Öffnungen am First und, falls erforderlich, auch an den Giebelseiten haben. Die Öffnungen können mit Windschutznetzen versehen sein. Bei heißem Wetter kann die Lüftung durch Ventilatoren unterstützt werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken zur Verminderung von Staubemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0040"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Wasservernebelung.</CELL><CELL COL="2">Wasser wird mit hohem Druck durch Düsen versprüht, um feine Tröpfchen zu bilden, die Wärme aufnehmen und durch die Schwerkraft auf den Boden fallen. Dadurch werden Staubpartikel befeuchtet, die so ebenfalls genug Gewicht erhalten, um herunterzufallen. Nasse oder feuchte Einstreu muss dabei vermieden werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ionisierung.</CELL><CELL COL="2">Im Stallgebäude wird ein elektrostatisches Feld aufgebaut, um negative Ionen zu erzeugen. Luftgetragene Staubpartikel werden durch die freien negativen Ionen aufgeladen und sammeln sich durch die Schwerkraft und die elektrostatische Anziehungskraft auf dem Boden und an den Oberflächen im Gebäude an.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Versprühen von Öl.</CELL><CELL COL="2">Reines Pflanzenöl wird über Düsen im Stallgebäude versprüht. Alternativ kann eine Mischung aus Wasser und etwa 3 % Pflanzenöl versprüht werden. Luftgetragene Staubpartikel werden an die Öltropfen gebunden und sammeln sich in der Einstreu an. Zudem wird eine dünne Pflanzenöl-Schicht auf die Einstreu aufgetragen, um Staubemissionen zu vermeiden. Nasse oder feuchte Einstreu muss dabei vermieden werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='36'?><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.4.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken zur Verminderung von Geruchsemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0041"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Gewährleistung angemessener Abstände zwischen der Anlage/dem landwirtschaftlichen Betrieb und den sensitiven Gebieten.</CELL><CELL COL="2">Die angemessenen Abstände zwischen der Anlage/dem landwirtschaftlichen Betrieb und den sensitiven Gebieten werden in der Planungsphase für die Anlage/den Betrieb anhand von Standard-Mindestabständen oder durch eine Ausbreitungsmodellierung zur Vorausberechnung/Simulation der Geruchskonzentration in den umliegenden Gebieten ermittelt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Abdeckung der Gülle oder des Festmists während der Lagerung.</CELL><CELL COL="2"><P>Für Festmist: Siehe Beschreibung in Abschnitt 4.5.</P><P>Für Gülle: Siehe Beschreibung in Abschnitt 4.6.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Minimierung des Rührens der Gülle.</CELL><CELL COL="2">Siehe Beschreibung in Abschnitt 4.6.1.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Aerobe Vergärung (Belüftung) von Flüssigmist/Gülle.</CELL><CELL COL="2" ROWSPAN="3">Siehe Beschreibung in Abschnitt 4.7.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kompostierung von Festmist.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Anaerobe Vergärung.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ausbringung von Gülle mit Bandverteiler (Schleppschlauch, Schleppschuh) oder durch flache oder tiefe Gülleinjektion.</CELL><CELL COL="2">Siehe Beschreibungen in Abschnitt 4.8.1.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Baldmöglichste Einarbeitung des Wirtschaftsdüngers.</CELL><CELL COL="2">Siehe Beschreibungen unter BVT 22.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.5.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für die Verminderung von Emissionen aus der Lagerung von Festmist</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0042"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Lagerung von getrocknetem Festmist in einer Halle.</CELL><CELL COL="2">Eine für diesen Zweck eingesetzte Halle ist üblicherweise eine einfache Konstruktion mit einem undurchlässigen Boden, einem Dach, einem Zugangstor für Beförderungsmittel und einer ausreichenden Belüftung zur Vermeidung anaerober Bedingungen. Getrockneter Geflügelmist (z. B. Einstreu von Masthühnern und Legehennen, auf Bändern gesammelter luftgetrockneter Kot von Legehennen) wird mit Kotbändern oder Frontladern aus dem Geflügelstall in die Halle befördert, wo er langfristig ohne Risiko einer erneuten Befeuchtung gelagert werden kann.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einsatz eines Betonsilos für die Lagerung.</CELL><CELL COL="2">Eine Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Beton kann mit Wänden auf drei Seiten und mit einer Abdeckung — z. B. einem Dach über der Wirtschaftsdüngerplatte oder einer UV-beständigem Kunststoffabdeckung — kombiniert werden. Der Boden hat ein Gefälle (z. B. 2 %) in Richtung einer vorne positionierten Ablaufrinne. Flüssige Phasen des Festmists und ein möglicher Oberflächenabfluss aufgrund von Regenfällen werden in einem leckdichten Jauchebehälter gesammelt und später behandelt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Lagerung von Festmist auf einem undurchlässigen Untergrund mit einem Ablaufsystem und einem Auffangbehälter für den Abfluss.</CELL><CELL COL="2">Das Lager ist mit einem festen, undurchlässigen Boden und einem Ablaufsystem (z. B. Ablaufrohren) ausgestattet und mit einem Jauchebehälter verbunden, in dem flüssige Phasen und ein möglicher Oberflächenabfluss aufgrund von Regenfällen gesammelt werden.</CELL></ROW><?PAGE NO='37'?><ROW><CELL COL="1">Auswahl einer Lagereinrichtung mit einer ausreichenden Kapazität zur Lagerung der Gülle in Zeiträumen, in denen eine Ausbringung nicht möglich ist.</CELL><CELL COL="2"><P>Die Zeiträume für eine zulässige Wirtschaftsdünger-Ausbringung hängen unter anderem von den örtlichen klimatischen Bedingungen und Vorschriften ab; daher wird ein Lagerbereich mit einer ausreichenden Kapazität benötigt.</P><P>Durch eine angemessene Lagerkapazität kann der Zeitpunkt der Ausbringung zudem auf den Stickstoffbedarf der angebauten Kulturen ausgerichtet werden.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Außenlagerung von Festmist am Feldrand in ausreichender Entfernung von oberirdischen und/oder unterirdischen Wasserläufen, sodass keine Abflussflüssigkeit in die Wasserläufe gelangen kann.</CELL><CELL COL="2">Festmist wird vor der Ausbringung für einen begrenzten Zeitraum (z. B. einige Tage oder Wochen) auf dem Feld direkt auf dem Erdboden aufgeschichtet. Der Lagerort wird mindestens einmal jährlich gewechselt und in möglichst großer Entfernung von Oberflächen- und Grundwasser positioniert.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verkleinerung des Verhältnisses zwischen der emittierenden Oberfläche und dem Volumen des Festmisthaufens.</CELL><CELL COL="2">Der Festmist kann verdichtet werden, oder ein Lager mit drei Seitenwänden kann verwendet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Abdeckung von Festmisthaufen.</CELL><CELL COL="2">Für die Abdeckung können Materialien wie UV-beständige Kunststoffplanen, Torf, Sägemehl oder Holzschnitzel verwendet werden. Durch dichte Abdeckungen werden der Luftaustausch und die aerobe Zersetzung im Festmisthaufen verringert, und dadurch werden die Emissionen in die Luft reduziert.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.6.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken zur Verminderung der Emissionen aus der Lagerung von Gülle</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.6.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus Güllelagern und Gülle-Erdbecken</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="3" NO.SEQ="0043"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" COLSPAN="2" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="3" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="2">Verkleinerung des Verhältnisses zwischen der emittierenden Oberfläche und dem Volumen des Güllelagers.</CELL><CELL COL="3"><P>Bei rechteckigen Güllelagern beträgt das Verhältnis von der Höhe zur Oberfläche 1:30-50. Bei runden Lagern werden mit einem Verhältnis von der Höhe zum Durchmesser von 1:3 bis 1:4 günstige Abmessungen erreicht.</P><P>Die Höhe der Seitenwände des Güllelagers kann vergrößert werden.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="2">Reduzierung der Windgeschwindigkeit und des Luftaustauschs über der Gülleoberfläche durch eine geringere Füllhöhe.</CELL><CELL COL="3">Durch die Vergrößerung des Abstandes zwischen der Gülleoberfläche und der Oberkante des Güllelagers wird bei einem nicht abgedeckten Lagerbehälter ein Windschutzeffekt erzielt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="2">Minimierung des Rührens der Gülle.</CELL><CELL COL="3"><P>Das Rühren der Gülle wird minimiert, zum Beispiel durch die folgenden Praktiken:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Die Befüllung des Lagerbehälters erfolgt unterhalb der Gülleoberfläche.</P></ITEM><ITEM><P>Die Ableitung erfolgt möglichst nah am Behälterboden.</P></ITEM><ITEM><P>Eine unnötige Homogenisierung und Bewegung der Gülle (vor der Entleerung des Güllelagers) ist zu vermeiden.</P></ITEM></LIST></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="2">Feste Abdeckung.</CELL><CELL COL="3">Tanks und Silos aus Beton oder Stahl sind mit einem Dach oder einer Abdeckung versehen, die aus Beton, aus Platten aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polyesterplanen in flacher oder konischer Form bestehen können. Der Lagerbehälter wird vollständig und dicht abgedeckt, um den Luftaustausch sowie das Eindringen von Regen und Schnee zu verhindern.</CELL></ROW><?PAGE NO='38'?><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="2">Flexible Abdeckungen.</CELL><CELL COL="3"><P>Zeltabdeckung: Eine Abdeckung mit einem zentralen Stützpfosten und von der Spitze ausgehenden Speichen. Eine Gewebemembran wird über die Speichen gespannt und an einer Randverankerung befestigt. Nicht abgedeckte Öffnungen werden möglichst klein gehalten.</P><P>Kuppelförmige Abdeckung: Eine Abdeckung mit einem gebogenen Tragwerk, die mittels Stahlkomponenten und Schraubverbindungen auf runden Lagerbehältern angebracht wird.</P><P>Flache Abdeckung: Eine Abdeckung aus einem flexiblen und selbsttragenden Verbundmaterial, das mittels Zapfen an einer Metallstruktur befestigt wird.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" COLSPAN="3">Schwimmdecken.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1" ROWSPAN="8"><IE/></CELL><CELL COL="2">Natürliche Schwimmschicht (Kruste).</CELL><CELL COL="3">Auf der Oberfläche von Gülle mit einem hinreichend hohen Trockenmassegehalt (mindestens 2 %) kann sich — je nach Beschaffenheit der Feststoffe in der Gülle -eine Krustenschicht bilden. Damit eine wirksame Schwimmdecke entsteht, muss die Kruste eine gewisse Dicke aufweisen, sie darf nicht bewegt werden und muss die gesamte Gülleoberfläche bedecken. Nachdem sich die natürliche Schwimmschicht gebildet hat, wird der Lagerbehälter unterhalb der Gülleoberfläche befüllt, damit die Kruste nicht beschädigt wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Stroh.</CELL><CELL COL="3">Gehäckseltes Stroh wird der Gülle zugegeben, und es entsteht eine durch das Stroh gebildete Schwimmschicht. Dies funktioniert normalerweise gut, wenn die Gülle einen Trockenmassegehalt von mehr als 4-5 % aufweist. Es wird eine Schichtdicke von mindestens 10 cm empfohlen. Der windbedingte Verlust des Strohmaterials kann verringert werden, indem das Stroh zum Zeitpunkt der Gülleeinleitung zugegeben wird. Strohschichten müssen im Laufe des Jahres möglicherweise teilweise oder vollständig erneuert werden. Nachdem sich die natürliche Schwimmschicht gebildet hat, wird der Lagerbehälter unterhalb der Gülleoberfläche befüllt, damit die Kruste nicht beschädigt wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Kunststoffpellets.</CELL><CELL COL="3">Die Gülleoberfläche wird mit Polystyrolkugeln mit einem Durchmesser von 20 cm und einem Gewicht von 100 g abgedeckt. Es müssen regelmäßig neue Kugeln zugegeben werden, um beschädigte Kugeln zu ersetzen und unbedeckte Stellen zu schließen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Leichte Schüttgüter.</CELL><CELL COL="3">Materialien wie Blähton (LECA-Ton), Produkte auf Blähtonbasis, Perlit oder Zeolith werden der Gülle zugegeben und bilden eine Schwimmdecke auf der Gülleoberfläche. Es wird eine Schichtdicke von mindestens 10-12 cm empfohlen. Bei Verwendung kleinerer Blähton-Partikel kann auch eine dünnere Schicht wirksam sein.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Flexible Schwimmdecken.</CELL><CELL COL="3">Kunststoff-Schwimmdecken (z. B. Planen, Gewebe, Folien) liegen über der Gülleoberfläche auf. Schwimmkörper und Rohre werden angebracht, um die Abdeckung in einem gewissen Abstand über der Gülleoberfläche zu fixieren. Diese Technik kann mit stabilisierenden Elementen und Strukturen kombiniert werden, um eine senkrechte Bewegung zu erlauben. Eine Entlüftung sowie die Entfernung des Regenwassers, das sich auf der Abdeckung ansammelt, müssen vorgesehen werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Geometrische Kunststoffplatten.</CELL><CELL COL="3">Sechseckige Kunststoff-Schwimmkörper verteilen sich automatisch auf der Gülleoberfläche. Auf diese Weise können etwa 95 % der Oberfläche abgedeckt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Luftgefüllte Abdeckungen.</CELL><CELL COL="3">Eine Abdeckung aus PVC-Gewebe wird durch eine aufblasbare Lufttasche getragen und schwimmt so auf der Gülleoberfläche. Das Gewebe wird mit Abspannleinen an einer Randkonstruktion aus Metall befestigt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="2">Flexible Kunststoffplanen.</CELL><CELL COL="3">Undurchlässige, UV-beständige Kunststoffplanen werden am Erdbeckenrand befestigt und von Schwimmkörpern getragen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Abdeckung beim Mischen der Gülle umdreht oder dass sie vom Wind weggeweht wird. Die Abdeckungen können auch mit Sammelrohren zur Entfernung von Gasen, mit anderen Wartungsöffnungen (z. B. für die Verwendung der Homogenisierungseinrichtungen) und mit einem System für die Sammlung und Entfernung von Regenwasser ausgestattet werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='39'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.6.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung von Emissionen in Böden und Wasser aus Güllelagern</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0044"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verwendung von Lagern, die mechanischen, chemischen und thermischen Einwirkungen standhalten können.</CELL><CELL COL="2">Geeignete Betonmischungen können verwendet werden, und in vielen Fällen können Betonwände mit Innenverkleidungen oder Stahlbleche mit undurchlässigen Beschichtungen versehen werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Auswahl einer Lagereinrichtung mit einer ausreichenden Kapazität zur Lagerung der Gülle in Zeiträumen, in denen eine Ausbringung nicht möglich ist.</CELL><CELL COL="2">Siehe Abschnitt 4.5.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.7.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für die betriebsinterne Aufbereitung von Wirtschaftsdünger</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0045"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Mechanische Trennung der Gülle.</CELL><CELL COL="2">Trennung von flüssigen und festen Phasen mit unterschiedlichem Trockenmassegehalt, zum Beispiel durch Pressschnecken-Separatoren, Dekantierzentrifugen, Siebe und Filterpressen. Die Trennung kann durch die Koagulation/Flockung von Feststoffpartikeln unterstützt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Anaerobe Vergärung des Wirtschaftsdüngers in einer Biogasanlage.</CELL><CELL COL="2"><P>In einem geschlossenen Reaktor zersetzen anaerobe Mikroorganismen die organischen Substanzen im Wirtschaftsdünger in einer sauerstofffreien Umgebung. Dabei wird Biogas gebildet und zur Energieerzeugung gesammelt, z. B. zur Wärmeerzeugung, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und/oder zur Verwendung als Kraftstoff im Verkehrsbereich. Ein Teil der erzeugten Wärme wird im Prozess wiederverwertet. Die stabilisierten Rückstände (Gärrückstände) können als Düngemittel eingesetzt werden (bei hinreichend festen Gärrückständen nach Kompostierung).</P><P>Festmist kann gemeinsam mit Gülle und/oder anderen Kosubstraten vergärt werden, sofern ein Trockenmassegehalt unter 12 % gewährleistet ist.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verwendung eines externen Tunnels zum Trocknen des Wirtschaftsdüngers.</CELL><CELL COL="2">Der Wirtschaftsdünger aus den Legehennenställen wird gesammelt und über Kotbänder aus dem Gebäude zu einer speziellen geschlossenen Konstruktion befördert, die eine Reihe sich überlappender perforierter Kotbänder enthält, die den Tunnel bilden. Warme Luft wird durch die Bänder geblasen und trocknet den Wirtschaftsdünger in etwa zwei oder drei Tagen. Der Tunnel wird mit Luft aus dem Legehennenstall belüftet.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Aerobe Vergärung (Belüftung) von Gülle.</CELL><CELL COL="2">Organische Substanzen werden unter aeroben Bedingungen biologisch zersetzt. Mittels Tauch- oder Schwimmbelüftern wird die gelagerte Gülle kontinuierlich oder im Chargenbetrieb belüftet. Um Stickstoffverluste zu vermeiden, werden variable Betriebsgrößen gesteuert, zum Beispiel wird die Gülle so wenig wie möglich aufgerührt. Die konzentrierten Rückstände können (kompostiert oder unkompostiert) als Düngemittel verwendet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Nitrifikation/Denitrifikation von Gülle.</CELL><CELL COL="2">Ein Teil des organischen Stickstoffs wird in Ammonium umgewandelt, das wiederum durch nitrifizierende Bakterien zu Nitrit und Nitrat oxidiert wird. Unter vorübergehend erzeugten anaeroben Bedingungen kann das Nitrat im Beisein von organischem Kohlenstoff zu N<HT TYPE="SUB">2</HT> umgewandelt werden. In einem Nachklärbecken setzt sich der Schlamm ab, und ein Teil dieses Schlamms wird im Lüftungsbecken wiederverwendet. Die konzentrierten Rückstände können (kompostiert oder unkompostiert) als Düngemittel verwendet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kompostierung von Festmist.</CELL><CELL COL="2">Der Festmist wird durch Mikroorganismen in einem kontrollierten aeroben Zersetzungsprozess in ein Endprodukt (Kompost) umgewandelt, das stabil genug für Transport, Lagerung und Ausbringung ist. Gerüche, mikrobielle Krankheitserreger und der Wassergehalt des Festmists werden reduziert. Die feste Phase der Gülle kann ebenfalls kompostiert werden. Die Sauerstoffzufuhr wird durch ein mechanisches Wenden der Schwaden oder durch eine Zwangsbelüftung der Kompostmieten erreicht. Fässer oder Komposttanks können ebenfalls verwendet werden. Biologische Impfkulturen, Grünabfälle oder sonstige organische Abfälle (z. B. Gärrückstände) können gemeinsam mit Festmist kompostiert werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='40'?><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.8.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.8.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken für die Ausbringung von Gülle</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0046"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verdünnung der Gülle.</CELL><CELL COL="2">Das Verdünnungsverhältnis für Wasser zu Gülle liegt zwischen 1:1 und 50:1. Der Trockenmassegehalt der verdünnten Gülle beträgt weniger als 2 %. Die geklärte flüssige Phase aus der mechanischen Trennung der Gülle und die Gärrückstände aus der anaeroben Vergärung können ebenfalls verwendet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Niederdruck-Bewässerungssystem.</CELL><CELL COL="2">Verdünnte Gülle wird in die Rohrleitung für das Bewässerungswasser eingespritzt und mit geringem Druck zum Bewässerungssystem (z. B. Beregnungsanlage, mobiles Bewässerungssystem) gepumpt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Bandverteiler (Schleppschlauch).</CELL><CELL COL="2">Eine Reihe flexibler Schläuche hängen an einer breiten Stange, die am Gülleanhänger angebracht ist. Die Schläuche geben die Gülle auf Bodenebene in parallelen Streifen über die ganze Breite der Stange ab. Eine Ausbringung zwischen den Reihen wachsender Bestände ist möglich.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Bandverteiler (Schleppschuh).</CELL><CELL COL="2">Die Gülle wird durch starre Rohre abgegeben, an deren Ende <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0004" REF.END="QE0004"/>Metallschuhe<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0004" REF.START="QS0004"/> angebracht sind, die die Gülle in engen Streifen direkt auf die Bodenoberfläche und unter die oberirdischen Teile der Vegetation aufbringen. Einige Formen von Schleppschuhen schneiden einen flachen Schlitz in den Boden, um die Infiltration zu unterstützen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Flache Gülleinjektion (Schlitzgerät, offener Schlitz).</CELL><CELL COL="2">Mit Zinken- oder Scheibeneggen werden senkrechte Schlitze (üblicherweise 4-6 cm tief) in den Boden geschnitten; diese bilden Rillen, in die die Gülle abgegeben wird. Die Gülle wird vollständig oder teilweise unter die Bodenoberfläche injiziert, und die Rillen bleiben nach der Gülleausbringung normalerweise offen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Tiefe Gülleinjektion (Schlitzgerät, geschlossener Schlitz).</CELL><CELL COL="2">Mit Zinken- oder Scheibeneggen wird der Boden kultiviert, und die Gülle wird injiziert; danach wird die Gülle durch Druckräder oder -rollen vollständig bedeckt. Die Tiefe der geschlossenen Schlitze liegt zwischen 10 cm und 20 cm.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ansäuerung der Gülle.</CELL><CELL COL="2">Siehe Abschnitt 4.12.3.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.9.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für die Überwachung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.9.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken für die Überwachung der N- und P-Ausscheidung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0047"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Berechnung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs und Phosphors anhand einer Stickstoff- und Phosphor-Massenbilanz auf Grundlage von Futteraufnahme, Rohproteingehalt des Futters, Gesamtphosphor und Tierleistung.</CELL><CELL COL="2"><P>Die Massenbilanz wird für jede im landwirtschaftlichen Betrieb gehaltene Tierkategorie am Ende eines Aufzuchtzyklus anhand der folgenden Gleichungen berechnet:</P><LIST TYPE="NONE"><ITEM><P>N<HT TYPE="SUB">ausgeschieden</HT> = N<HT TYPE="SUB">Futteraufnahme</HT> – N<HT TYPE="SUB">Retention</HT></P></ITEM><ITEM><P>P<HT TYPE="SUB">ausgeschieden</HT> = P<HT TYPE="SUB">Futteraufnahme</HT> – P<HT TYPE="SUB">Retention</HT></P></ITEM></LIST><P>N<HT TYPE="SUB">Futteraufnahme</HT> basiert auf der aufgenommenen Futtermenge und auf dem Rohproteingehalt der Futtermittel. P<HT TYPE="SUB">Futteraufnahme</HT> basiert auf der aufgenommenen Futtermenge und auf dem Gesamtphosphorgehalt der Futtermittel. Der Rohproteingehalt und der Gesamtphosphorgehalt können durch eine der folgenden Methoden ermittelt werden:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>bei Futtermitteln aus externen Quellen: aus der Begleitdokumentation;<?COL.PAGE?></P></ITEM><ITEM><P>bei betriebsintern hergestellten Futtermitteln: durch Probenahme von den Futtermischungen aus den Silos oder aus den Fütterungssystemen und Analyse auf den Gesamtphosphorgehalt und den Rohproteingehalt oder alternativ aus der Begleitdokumentation oder anhand von Standardwerten für den Gesamtphosphorgehalt und den Rohproteingehalt der Futtermischungen.</P></ITEM></LIST><P>N<HT TYPE="SUB">Retention</HT> und P<HT TYPE="SUB">Retention</HT> können durch eine der folgenden Methoden geschätzt werden:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>statistisch ermittelte Gleichungen oder Modelle;</P></ITEM><ITEM><P>Standard-Retentionsfaktoren für den Stickstoff- und Phosphorgehalt des Tiers (oder, bei Legehennen, der Eier);</P></ITEM><ITEM><P>Analyse auf den Stickstoff- und Phosphorgehalt einer repräsentativen Probe des Tiers (oder, bei Legehennen, der Eier).</P></ITEM></LIST><P>Bei der Massenbilanz werden insbesondere alle wesentlichen Änderungen an der normalen Fütterung berücksichtigt (z. B. Änderung eines Mischfuttermittels).</P></CELL></ROW><?PAGE NO='41'?><ROW><CELL COL="1">Schätzung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs und Phosphors anhand einer Analyse des Gesamtstickstoff- und des Gesamtphosphorgehalts des Wirtschaftsdüngers.</CELL><CELL COL="2"><P>Auf der Grundlage der Aufzeichnungen über das Volumen (bei Gülle) bzw. das Gewicht (bei Festmist) des Wirtschaftsdüngers und der Messung des Gesamtstickstoffgehaltes und des Gesamtphosphorgehaltes einer repräsentativen Sammelprobe des Wirtschaftsdüngers wird die gesamte ausgeschiedene Stickstoff- und Phosphormenge geschätzt. Bei Festmistsystemen wird auch der Stickstoffgehalt der Einstreu berücksichtigt.</P><P>Damit die Sammelprobe repräsentativ ist, müssen Proben von mindestens zehn verschiedenen Stellen und/oder Tiefen entnommen werden. Bei Geflügeleinstreu werden die Proben aus der tiefsten Schicht entnommen.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.9.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken für die Überwachung der Ammoniak- und Staubemissionen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0048"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Schätzung der Ammoniakemissionen anhand einer Massenbilanz auf Grundlage der Ausscheidung und des in jeder Phase des Wirtschaftsdünger-Managements vorhandenen Gesamtstickstoffs (oder Ammoniumstickstoffs).</CELL><CELL COL="2"><P>Die Schätzung der Ammoniakemissionen erfolgt auf Grundlage der von jeder Tierkategorie ausgeschiedenen Stickstoffmenge und unter Berücksichtigung des Gesamtstickstoff-Stroms (oder des Gesamtammoniumstickstoff-Stroms) sowie der Verflüchtigungskoeffizienten (VK) in jeder Phase des Wirtschaftsdünger-Managements (Haltung, Lagerung, Ausbringung).</P><P>Die folgenden Gleichungen werden für jede der Phasen des Wirtschaftsdünger-Managements angewandt:</P><LIST TYPE="NONE"><ITEM><P><HT TYPE="ITALIC">E<HT TYPE="SUB">housing</HT> = N<HT TYPE="SUB">excreted</HT> · VC<HT TYPE="SUB">housing</HT></HT></P></ITEM><ITEM><P><HT TYPE="ITALIC">E<HT TYPE="SUB">storage</HT> = N<HT TYPE="SUB">storage</HT> · VC<HT TYPE="SUB">storage</HT></HT></P></ITEM><ITEM><P><HT TYPE="ITALIC">E<HT TYPE="SUB">spreading</HT> = N<HT TYPE="SUB">spreading</HT> · VC<HT TYPE="SUB">spreading</HT></HT></P></ITEM></LIST><P>Dabei gilt:</P><DLIST TYPE="TBL"><DLIST.ITEM><TERM>E</TERM><DEFINITION>ist die jährliche NH<HT TYPE="SUB">3</HT>-Emission aus Stallgebäuden sowie aus Lagerung und Ausbringung des Wirtschaftsdüngers (z. B. in kg NH<HT TYPE="SUB">3</HT>/Tierplatz/Jahr).</DEFINITION></DLIST.ITEM><DLIST.ITEM><TERM>N</TERM><DEFINITION>ist die Menge des ausgeschiedenen, gelagerten oder ausgebrachten Gesamtstickstoffs oder Gesamtammoniumstickstoffs (z. B. in kg N/Tierplatz/Jahr). Gegebenenfalls können Stickstoffzugaben (z. B. im Zusammenhang mit der Einstreu oder der Wiederverwendung von Waschflüssigkeiten) und/oder Stickstoffverluste (z. B. bei der Wirtschaftsdünger-Aufbereitung) berücksichtigt werden.</DEFINITION></DLIST.ITEM><DLIST.ITEM><TERM>VK</TERM><DEFINITION>ist der Verflüchtigungskoeffizient (eine dimensionslose Größe, die sich auf das Haltungssystem, die Wirtschaftsdünger-Lagerung oder die Aufbringungstechnik bezieht), der für den in die Luft freigesetzten Anteil des Gesamtammoniumstickstoffs oder des Gesamtstickstoffs steht.</DEFINITION></DLIST.ITEM><?COL.PAGE?></DLIST><P>Verflüchtigungskoeffizienten werden aus Messungen abgeleitet, die nach einem nationalen oder internationalen Protokoll (z. B. VERA-Protokoll) konzipiert und durchgeführt und für einen landwirtschaftlichen Betrieb mit einer identischen Technik und ähnlichen klimatischen Bedingungen validiert wurden. Alternativ können Informationen zur Ableitung der Verflüchtigungskoeffizienten aus europäischen oder anderen international anerkannten Leitlinien entnommen werden.</P><P>Bei der Massenbilanz werden insbesondere wesentliche Änderungen der im landwirtschaftlichen Betrieb gehalten Tierarten und/oder der für Haltung, Lagerung und Ausbringung eingesetzten Techniken berücksichtigt.</P></CELL></ROW><?PAGE NO='42'?><ROW><CELL COL="1">Berechnung der Staubemissionen durch Messung der Ammoniakkonzentration (oder der Staubkonzentration) und der Luftrate mit Verfahren gemäß ISO-Normen oder sonstigen nationalen oder internationalen Normen oder anderen Verfahren, mit denen Daten einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleistet sind.</CELL><CELL COL="2"><P>Ammoniakprobenahme/Messung (oder Staubprobenahme/Messung) werden an mindestens sechs Tagen — über ein Jahr verteilt — durchgeführt. Die Tage für die Probenahme/Messung verteilen sich wie folgt:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Für Tierkategorien mit einem stabilen Emissionsmuster (z. B. Legehennen) werden die Mess-Tage in jedem Zwei-Monats-Zeitraum zufällig ausgewählt. Der Tagesmittelwert wird als Mittelwert über alle Mess-Tage berechnet.</P></ITEM><ITEM><P>Für Tierkategorien mit linear ansteigenden Emissionen über den Haltungszyklus (z. B. Mastschweine) werden die Mess-Tage gleichmäßig über den Aufzucht-/Mastzeitraum verteilt. Zu diesem Zweck werden 50 % der Messungen in der ersten Hälfte und die restlichen 50 % in der zweiten Hälfte des Aufzuchtzyklus durchgeführt. Die Mess-Tage in der zweiten Hälfte des Aufzuchtzyklus verteilen sich gleichmäßig über das Jahr (gleiche Anzahl von Messungen je Jahreszeit). Der Tagesmittelwert wird als Mittelwert über alle Mess-Tage berechnet.</P></ITEM><ITEM><P>Für Tierkategorien mit exponentiell ansteigenden Emissionen (z. B. Masthühner) wird der Haltungszyklus in drei gleich lange Zeiträume (d. h. mit der gleichen Anzahl von Tagen) unterteilt. Im ersten Zeitraum wird eine Messung durchgeführt, im zweiten Zeitraum werden zwei Messungen durchgeführt und im dritten Zeitraum drei Messungen. Die Probenahme/Mess-Tage im dritten Teil-Zeitraum des Aufzuchtzyklus verteilen sich gleichmäßig über das Jahr (gleiche Anzahl von Messungen je Jahreszeit). Der Tagesmittelwert wird als Mittelwert über die Mittelwerte der drei Teil-Zeiträume berechnet.</P></ITEM></LIST><P>Die Probenahme/Messung erfolgt über eine Dauer von 24 Stunden und wird am Lufteinlass/-auslass durchgeführt. Die Ammoniakkonzentration (oder Staubkonzentration) am Luftaustritt wird gemessen und um die Konzentration in der Zuluft berichtigt, und die täglichen Ammoniakemissionen (oder Staubemissionen) werden durch Multiplikation der gemessenen Luftrate mit der Ammoniakkonzentration (oder Staubkonzentration) berechnet. Der Mittelwert für die jährlichen Ammoniakemissionen (oder Staubemissionen) aus einem Stallgebäude wird berechnet, indem der Mittelwert für die täglichen Ammoniakemissionen (oder Staubemissionen) mit 365 multipliziert und um mögliche Zeiträume der Nichtbelegung berichtigt wird.</P><P>Die Luftrate, die für die Bestimmung des Emissionsmassenstroms erforderlich ist, wird bei zwangsbelüfteten Ställen berechnet (z. B. anhand von Messungen mit einem Flügelrad-Anemometer oder anhand von Aufzeichnungen des Lüftungssteuersystems) und bei frei belüfteten Ställen, die eine hinreichende Luftmischung erlauben, mittels Tracergasen ermittelt (die Verwendung von SF<HT TYPE="SUB">6</HT> und FCKW-haltigen Gasen ist dabei nicht zulässig).</P><P>Bei Anlagen mit mehreren Lufteinlässen und -auslässen werden nur diejenigen überwacht, die (hinsichtlich der erwarteten Massenemissionen) als repräsentative Probenahmestellen für die Anlage zu betrachten sind.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Schätzung der Staubemissionen anhand von Emissionsfaktoren.</CELL><CELL COL="2"><P>Ammoniakemissionen (oder Staubemissionen) werden auf Grundlage von Emissionsfaktoren geschätzt, die aus Messungen abgeleitet wurden, die nach einem nationalen oder internationalen Protokoll (z. B. VERA-Protokoll) konzipiert und in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer identischen Technik (hinsichtlich Haltungssystem, Wirtschaftsdünger-Lagerung und/oder Ausbringung) und unter ähnlichen klimatischen Bedingungen durchgeführt wurden. Alternativ können Emissionsfaktoren aus europäischen oder anderen international anerkannten Leitlinien entnommen werden.<?COL.PAGE?></P><P>Bei der Anwendung von Emissionsfaktoren werden insbesondere wesentliche Änderungen der im landwirtschaftlichen Betrieb gehalten Tierarten und/oder der für Haltung, Lagerung und Ausbringung eingesetzten Techniken berücksichtigt.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='43'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.9.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken für die Überwachung von Abluftreinigungssystemen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0049"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Überprüfung der Leistung des Abluftreinigungssystems durch Messung von Ammoniak, Geruch und/oder Staub unter praktischen Betriebsbedingungen gemäß einem vorgeschriebenen Messprotokoll und durch Verfahren gemäß EN-Norm oder sonstigen Normen (ISO, national oder international), die die Bereitstellung von Daten mit einer gleichwertigen wissenschaftlichen Qualität gewährleisten.</CELL><CELL COL="2">Zum Zweck dieser Überprüfung werden Ammoniak, Geruch und/oder Staub in der Zu- und Abluft sowie alle weiteren betriebsrelevanten Parameter (z. B. Luftdurchsatz, Druckabfall, Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit) gemessen. Die Messungen erfolgen unter sommerlichen klimatischen Bedingungen (über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen mit einer Luftrate von &gt; 80 % der maximalen Luftrate) sowie unter winterlichen klimatischen Bedingungen (über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen mit einer Luftrate von &lt; 30 % der maximalen Luftrate), jeweils unter repräsentativen Betriebsbedingungen, bei voller Stallbelegung und mit hinreichendem zeitlichen Abstand (z. B. vier Wochen) nach dem letzten Wechsel des Waschwassers. Unterschiedliche Strategien der Probenahme und Messung können angewandt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kontrolle der wirksamen Funktion des Abluftreinigungssystems (z. B. durch fortlaufende Aufzeichnung von Betriebsparametern oder durch Einsatz von Alarmsystemen).</CELL><CELL COL="2"><P>Nutzung einer elektronischen Protokollfunktion zur Aufzeichnung aller Mess- und Betriebsdaten über einen Zeitraum von 1-5 Jahren. Die Auswahl der aufgezeichneten Parameter hängt von der Art des Abluftreinigungssystems ab und kann folgende Parameter umfassen:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>pH-Wert und Leitfähigkeit der Waschflüssigkeit;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Luftdurchsatz und Druckabfall des Abluftreinigungssystem;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Betriebsdauer der Pumpe;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>4.</NO.P><TXT>Wasser- und Säureverbrauch.</TXT></NP></ITEM></LIST><P>Sonstige Parameter können manuell erfasst werden.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.10.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Nährstoffmanagement</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.10.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung des ausgeschiedenen Stickstoffs</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0050"><GR.NOTES><NOTE NOTE.ID="E0044" NUMBERING="ARAB" TYPE="TABLE"><P>Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom <DATE ISO="20030922">22. September 2003</DATE> über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung (<REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20031018" NO.OJ="268" PAGE.FIRST="29">ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29</REF.DOC.OJ>).</P></NOTE></GR.NOTES><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verringerung des Rohproteingehalts durch eine hinsichtlich Stickstoff ausgewogene Fütterung unter Berücksichtigung des Energiebedarfs und der verdaulichen Aminosäuren.</CELL><CELL COL="2">Es wird sichergestellt, dass die Rohproteinversorgung die Fütterungsempfehlungen nicht überschreitet, und damit werden Überschüsse in der Rohproteinversorgung verringert. Die Fütterung ist ausgewogen, um den Bedarf der Tiere hinsichtlich des Energiegehalts und der verdaulichen Aminosäuren zu erfüllen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Multiphasenfütterung mit einer Futterzusammensetzung, die an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Produktionsphase angepasst ist.</CELL><CELL COL="2">Unter Berücksichtigung des Gewichts der Tiere und/oder der Produktionsphase ist die Futtermischung hinsichtlich des Energiegehalts, der Aminosäuren und der Mineralstoffe besser auf den Bedarf der Tiere abgestimmt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kontrollierte Zugabe essenzieller Aminosäuren zu einer rohproteinarmen Fütterung.</CELL><CELL COL="2">Eine gewisse Menge proteinreicher Futterkomponenten wird durch proteinarme Futterkomponenten ersetzt, um den Rohproteingehalt der Gesamtfuttermenge zu verringern. Synthetische Aminosäuren (z. B. Lysin, Methionin, Threonin, Tryptophan, Valin) werden dem Futter zugesetzt, damit Mängel im Aminosäureprofil vermieden werden.</CELL></ROW><?PAGE NO='44'?><ROW><CELL COL="1">Einsatz zugelassener Futtermittelzusätze zur Verringerung des gesamten ausgeschiedenen Stickstoffs.</CELL><CELL COL="2">Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates<NOTE NOTE.REF="E0044"/> zugelassene Stoffe, Mikroorganismen oder Zubereitungen (z. B. NSP-Enzyme, Proteasen) oder Probiotika werden den Futtermitteln oder dem Wasser zugesetzt, um die Futtereffizienz zu erhöhen, zum Beispiel durch Verbesserung der Verdaulichkeit von Futtermitteln oder durch Beeinflussung der Darmflora.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.10.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung des ausgeschiedenen Phosphors</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0051"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Multiphasenfütterung mit einer Futterzusammensetzung, die an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Produktionsphase angepasst ist.</CELL><CELL COL="2">Der Phosphorgehalt der Futtermittelmischung ist unter Berücksichtigung des Gewichts der Tiere und/oder der Produktionsphase besser auf den Phosphorbedarf der Tiere abgestimmt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einsatz zugelassener Futtermittelzusätze zur Verringerung des gesamten ausgeschiedenen Phosphors (z. B. Phytase).</CELL><CELL COL="2">Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 zugelassene Stoffe, Mikroorganismen oder Zubereitungen wie Enzyme (z. B. Phytase) werden den Futtermitteln oder dem Wasser zugesetzt, um die Futtereffizienz zu erhöhen, zum Beispiel durch Verbesserung der Verdaulichkeit von Phytinphosphor oder durch Beeinflussung der Darmflora.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.11.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken zur Behandlung von Emissionen in die Luft aus Stallgebäuden</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0052"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Biofilter.</CELL><CELL COL="2">Die Abluft wird durch ein Filterbett mit organischem Material (z. B. Wurzelholz oder Holzschnitzel, Grobrinde, Kompost oder Torf) geleitet. Das Filtermaterial wird durch eine Intervallberieselung der Oberfläche stets feucht gehalten. Staubpartikel und luftgetragene Geruchsstoffe werden von dem Feuchtigkeitsfilm aufgenommen und oxidiert oder durch die auf der befeuchteten Einstreu lebenden Mikroorganismen zersetzt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Biowäscher (oder Rieselbettreaktor).</CELL><CELL COL="2">Eine Füllkörperkolonne mit inertem Füllmaterial, das üblicherweise durch die Berieselung mit Wasser gleichbleibend feucht gehalten wird. Luftschadstoffe werden von der flüssigen Phase absorbiert und anschließend durch die Mikroorganismen, die die Filterelemente besiedeln, zersetzt. Eine Ammoniakreduktion zwischen 70 % und 95 % kann erreicht werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Trockenfilter.</CELL><CELL COL="2">Die Abluft wird gegen ein Sieb (z. B. aus mehreren Kunststoffschichten) geblasen, das vor dem Stirnwand-Ventilator angebracht ist. Die durchströmende Luft ändert wiederholt die Richtung, sodass eine Partikelabscheidung durch die Zentrifugalkraft erfolgt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Zwei- oder dreistufiges Abluftreinigungssystem.</CELL><CELL COL="2">In einem zweistufigen System wird ein Säurewäscher als erste Stufe üblicherweise mit einem Biowäscher als zweite Stufe kombiniert. In einem dreistufigen System wird üblicherweise ein Wasserwäscher (erste Stufe) mit einem Säurewäscher (zweite Stufe) kombiniert, gefolgt von einem Biofilter (dritte Stufe). Eine Ammoniakreduktion zwischen 70 % und 95 % kann erreicht werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Wasserwäscher.</CELL><CELL COL="2">Die Abluft wird per Querströmung durch einen Filtermedium-Füllkörper geblasen. Das Füllmaterial wird kontinuierlich mit Wasser besprüht. Staub wird aus der Luft abgeschieden und setzt sich im Wasserbehälter ab, der vor der Wiederbefüllung geleert wird.</CELL></ROW><?PAGE NO='45'?><ROW><CELL COL="1">Wasserabscheider.</CELL><CELL COL="2">Die Abluft wird durch Ventilatoren in Abwärtsrichtung auf ein Wasserbad geleitet, wo die Staubpartikel befeuchtet werden. Danach wird der Luftstrom um 180 Grad nach oben umgeleitet. Das Wasser wird regelmäßig aufgefüllt, um die Verdunstungsverluste zu ersetzen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Säurewäscher.</CELL><CELL COL="2">Die Abluft wird durch einen Filter gedrückt (z. B. Füllkörperpackung) und dort mit einer zirkulierenden Säureflüssigkeit besprüht (z. B. Schwefelsäure). Eine Ammoniakreduktion zwischen 70 % und 95 % kann erreicht werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.12.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für Schweineställe</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.12.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Beschreibung von Bodenformen und Techniken zur Verringerung der Ammoniakemissionen aus Schweineställen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0053"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Bodenform</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Vollspaltenboden.</CELL><CELL COL="2">Ein Metall-, Beton- oder Kunststoffboden, der über die gesamte Fläche mit Öffnungen versehen ist, durch die Kot und Urin in einen darunterliegenden Kanal oder eine darunterliegende Grube fallen können.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Teilspaltenboden.</CELL><CELL COL="2">Ein Metall-, Beton- oder Kunststoffboden, der teilweise planbefestigt und teilweise mit Öffnungen versehen ist, durch die Kot und Urin in einen darunterliegenden Kanal oder eine darunterliegende Grube fallen können. Die Verschmutzung des planbefestigten Bodens wird durch eine korrekte Steuerung der Stallklima-Parameter (insbesondere bei sehr warmen Bedingungen) und/oder durch eine geeignete Gestaltung der Haltungssysteme vermieden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Planbefestigter Betonboden.</CELL><CELL COL="2">Ein Boden, der über die gesamte Fläche aus planbefestigtem Beton besteht. Der Boden kann in unterschiedlichem Ausmaß mit Einstreu (z. B. Stroh) bedeckt sein und weist üblicherweise ein Gefälle auf, um den Urinablauf zu unterstützen.</CELL></ROW></CORPUS></TBL><P>Die oben genannten Bodenformen werden in den nachstehend beschriebenen Haltungssystemen eingesetzt, sofern angemessen:</P><TBL COLS="2" NO.SEQ="0054"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1"><P>Eine tiefe Güllegrube (bei Voll- oder Teilspaltenboden), nur in Kombination mit einer zusätzlichen Minderungsmaßnahme, z. B.:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>eine Kombination von Nährstoffmanagement-Techniken;</P></ITEM><ITEM><P>Abluftreinigungssystem;</P></ITEM><ITEM><P>Verringerung des pH-Werts der Gülle;</P></ITEM><ITEM><P>Güllekühlung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="2">Buchten sind mit einer tiefen Güllegrube unter dem Spaltenboden ausgestattet, in dem die Gülle in der Zeit zwischen den unregelmäßigen Entleerungen gelagert werden kann. Für Mastschweine kann ein Überlauf-Güllekanal verwendet werden. Die Entleerung der Gülle zum Zweck der Ausbringung oder der Beförderung zu einem Außenlager erfolgt möglichst häufig (z. B. mindestens alle zwei Monate), sofern keine technischen Beschränkungen vorliegen (z. B. Lagerkapazität).</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ein Vakuumsystem für eine häufige Gülleentfernung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Abläufe am Boden der Grube oder des Kanals sind mit einem darunterliegenden Ablaufrohr verbunden, durch das die Gülle zu einem Außenlager befördert wird. Die Gülle wird durch Öffnen eines Ventils oder eines Verschlussstopfens regelmäßig (z. B. einmal oder zweimal wöchentlich) entleert; dabei wird ein leichter Unterdruck aufgebaut, der eine vollständige Entleerung der Grube oder des Kanals ermöglicht. Bevor das System ordnungsgemäß funktionieren und einen wirksamen Unterdruck aufbauen kann, muss eine gewisse Füllhöhe der Gülle erreicht sein.</CELL></ROW><?PAGE NO='46'?><ROW><CELL COL="1">Geneigte Seitenwände im Güllekanal (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Der Güllekanal weist an der Entleerungsstelle am Boden einen V-förmigen Querschnitt auf. Der Ablauf der Gülle wird durch die Neigung und die glatte Oberflächenbeschaffenheit unterstützt. Die Gülle wird mindestens zweimal wöchentlich entfernt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ein Schieber für eine häufige Gülleentfernung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Ein Kanal mit V-förmigem Querschnitt weist zwei geneigte Flächen an beiden Seiten einer zentralen Rinne auf, durch die Urin über einen Ablauf am Boden des Güllekanals in eine Sammelgrube abgelassen werden kann. Aus dieser Grube wird die feste Phase der Gülle regelmäßig (z. B. täglich) mittels eines Schiebers entfernt. Es wird empfohlen, eine Beschichtung auf der mit dem Schieber erfassten Bodenfläche aufzutragen, um eine glatte(re) Oberfläche zu erzeugen.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Konvexer Boden und getrennte Gülle- und Wasserkanäle (bei Buchten mit Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">An gegenüberliegenden Seiten des konvexen und glatten festen Bodens befinden sich ein Gülle- und ein Wasserkanal. Der Wasserkanal ist unter der Seite der Bucht angeordnet, auf der die Schweine üblicherweise fressen und trinken. Für die Reinigung der Buchten bestimmtes Wasser kann zum Befüllen der Wasserkanäle verwendet werden. Der Kanal ist teilweise mit Wasser gefüllt (Füllhöhe mindestens 10 cm). Der Güllekanal kann mit Spülrinnen oder geneigten Seitenwänden gestaltet sein, die üblicherweise zweimal täglich gespült wird, beispielsweise mit Wasser aus dem anderen Kanal oder mit der flüssigen Phase der Gülle (Trockenmassegehalt nicht größer als etwa 5 %).</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">V-förmige Kotbänder (bei Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">V-förmige Kotbänder laufen in den Wirtschaftsdüngerkanälen und decken deren gesamte Fläche ab, sodass Kot und Urin vollständig auf die Bänder fallen. Die Bänder, die aus Kunststoff (Polypropylen oder Polyethylen) bestehen, laufen mindestens zweimal täglich, um Urin und Kot getrennt zu geschlossenen Lagern zu befördern.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verkleinerte Güllegrube (bei Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Die Bucht ist mit einer engen, etwa 0,6 m breiten Grube ausgestattet. Die Grube kann in einem Außengang positioniert werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Häufige Gülleentfernung durch Spülung (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Eine sehr häufige Entfernung der Gülle (z. B. einmal oder zweimal täglich) erfolgt durch das Spülen der Kanäle mit der flüssigen Phase der Gülle (Trockenmassegehalt maximal etwa 5 %) oder mit Wasser. Die flüssige Phase der Gülle kann vor dem Spülen zudem belüftet werden. Diese Technik kann mit verschiedenen Varianten für Bodenformen von Kanälen oder Gruben kombiniert werden (z. B. Rinnen, Rohre oder eine permanente Gülleschicht).</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kistenstall- oder Hüttenstallsystem (bei Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Die Buchten von frei belüfteten Ställen werden in separate Funktionsbereiche unterteilt. Der Liegebereich (etwa 50-60 % der Gesamtfläche) besteht aus einem planbefestigten, isolierten Betonboden mit überdachten, isolierten Kisten oder Hütten, die mit einem aufklappbaren Dach ausgestattet sind, das zur Steuerung der Temperatur und Belüftung geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Aktivitäts- und Futterbereiche haben einen Spaltenboden mit darunterliegender Güllegrube und häufiger Gülleentfernung, z. B. durch Vakuum. Der planbefestigte Betonboden kann mit Stroh eingestreut werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Volleinstreu (bei planbefestigtem Betonboden).</CELL><CELL COL="2"><P>Ein durchgehend planbefestigter Betonboden wird fast vollständig mit einer Schicht aus Stroh oder einem anderen holzzellulosehaltigen Material bedeckt.</P><P>Bei dem System mit eingestreutem Boden wird der Festmist regelmäßig entfernt (z. B. zweimal wöchentlich). Alternativ wird beim Tiefstreusystem frische Einstreu von oben zugegeben, und der gesamte Festmist wird am Ende des Haltungszyklus entfernt. Separate Funktionsbereiche können als Liege-, Futter-, Aktivitäts- und Kotbereiche gestaltet werden.</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Eingestreuter Auslauf (bei planbefestigtem Betonboden).</CELL><CELL COL="2">Durch eine kleine Tür können die Schweine in einen Außengang mit eingestreutem Betonboden gehen, um dort Kot abzusetzen. Der Festmist fällt in einen Kanal, aus dem er einmal täglich mit einem Schieber entfernt wird.</CELL></ROW><?PAGE NO='47'?><ROW><CELL COL="1">Futter-/Liegeboxen auf planbefestigtem Boden (bei einstreubasierten Buchten).</CELL><CELL COL="2">Sauen werden in einer Bucht gehalten, die in zwei Funktionsbereiche unterteilt ist: einen großen eingestreuten Bereich und eine Reihe von Futter-/Liegeboxen auf einem planbefestigten Boden. Kot und Urin werden in der Einstreu aus Stroh oder einem anderen holzzellulosehaltigen Material gebunden, die regelmäßig zugegeben und ersetzt wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Sammeln der Gülle in Wasser.</CELL><CELL COL="2">Die Gülle wird in dem Reinigungswasser gesammelt, das im Güllekanal steht und auf eine Füllhöhe von etwa 120-150 mm aufgefüllt wird. Die Kanal-Seitenwände können optional geneigt sein. Nach jedem Haltungszyklus wird der Güllekanal entleert.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kombination von Wasser- und Güllekanälen (bei Vollspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Die Sau wird (durch eine Abferkelbucht) an einem festen Platz mit einem speziellen Kotbereich gehalten. Die Güllegrube ist in einen breiten Wasserkanal vorne und einen kleinen Güllekanal hinten mit einer verringerten Gülleoberfläche unterteilt. Der vordere Kanal ist teilweise mit Wasser gefüllt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Güllewanne (bei Voll- oder Teilspaltenboden).</CELL><CELL COL="2">Eine vorgefertigte Wanne (oder Grube) wird unter dem Spaltenboden positioniert. Der Wannenboden fällt mit einer Neigung von mindestens 3° in Richtung eines zentralen Güllekanals ab. Die Gülle wird entleert, wenn sie eine Füllhöhe von etwa 12 cm erreicht. Wenn ein Wasserkanal vorhanden ist, kann die Wanne in einen Wasserabschnitt und einen Gülleabschnitt unterteilt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Schrägbodensystem (bei planbefestigtem Betonboden).</CELL><CELL COL="2">Die Schweine werden in Buchten mit plangerechtem Boden gehalten, in dem ein geneigter Liegebereich und ein Kotbereich festgelegt sind. Die Tiere erhalten täglich frisches Stroh. Durch die Aktivität der Schweine wird die Einstreu entlang der Neigung (4-10 %) der Bucht abwärts zum Mist-Sammelgang geschoben. Die feste Phase kann häufig (z. B. täglich) mit einem Schieber entfernt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Eingestreute Buchten mit kombinierter Wirtschaftsdünger-Erzeugung (Gülle und Festmist).</CELL><CELL COL="2">Abferkelbuchten umfassen verschiedene separate Funktionsbereiche: einen eingestreuten Liegebereich, Aktivitäts- und Kotbereiche mit perforierten oder Spaltenböden und einen Futterbereich mit planbefestigtem Boden. Den Ferkeln steht ein eingestreutes und überdachtes Nest zur Verfügung. Die Gülle wird häufig mit einem Schieber entfernt. Der Festmist wird aus den planbefestigten Bodenbereichen täglich manuell entfernt. Einstreu wird regelmäßig zugegeben. Ein Auslauf kann mit diesem System kombiniert werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Verwendung von Schwimmkugeln im Güllekanal.</CELL><CELL COL="2">Kugeln aus einem speziellen Kunststoff mit einer nichthaftenden Beschichtung, die zur Hälfte mit Wasser gefüllt sind, schwimmen auf der Flüssigkeitsoberfläche in den Güllekanälen.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.12.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken für die Güllekühlung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0055"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Güllekühlungsrohre</CELL><CELL COL="2">Eine Verringerung der Gülletemperatur (üblicherweise auf weniger als 12 °C) wird durch Installation eines Kühlsystems erreicht, das über der Gülle, auf dem Betonboden oder eingelassen in den Boden installiert wird. Die angewandte Kühlintensität kann zwischen 10 W/m<HT TYPE="SUP">2</HT> und 50 W/m<HT TYPE="SUP">2</HT> für trächtige Sauen und Mastschweine liegen, die auf Teilspaltenböden gehalten werden. Das System besteht aus Rohren, in denen ein Kältemittel oder Wasser zirkuliert. Die Rohre sind mit einem Wärmetauscher verbunden, in dem Energie zurückgewonnen wird, die für die Beheizung anderer Teile des landwirtschaftlichen Betriebs genutzt werden kann. Aufgrund der relativ kleinen Übertragungsfläche der Rohre müssen die Grube oder die Kanäle häufig entleert werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='48'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.12.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung des pH-Werts der Gülle</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0056"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ansäuerung der Gülle.</CELL><CELL COL="2">Um den pH-Wert in der Güllegrube auf etwa 5,5 zu senken, wird der Gülle Schwefelsäure zugesetzt. Dieser Schritt kann in einem Prozessbehälter erfolgen, gefolgt von der Belüftung und der Homogenisierung. Ein Teil der behandelten Gülle wird in die Lagergrube unter dem Stallboden zurückgepumpt. Die Behandlung läuft vollautomatisch ab. Vor (oder nach) der Ausbringung auf sauren Böden kann eine Kalkzugabe erforderlich sein, um den pH-Wert des Bodens zu neutralisieren. Alternativ kann die Ansäuerung direkt im Güllelager oder kontinuierlich während der Ausbringung erfolgen.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="4"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.13.</NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Techniken für Geflügelställe</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.13.1.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus Ställen für Legehennen, Mastelterntiere oder Junghühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0057"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Haltungssystem</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Nicht ausgestaltetes Käfigsystem.</CELL><CELL COL="2">Mastelterntiere werden in nicht ausgestalteten Käfigsystemen gehalten, die mit Sitzstangen, einem Einstreubereich und einem Nest ausgestattet sind. Junghühner sollten eine angemessene Erfahrung von Haltungspraktiken (z. B. spezielle Futter- und Tränkesysteme) und Umgebungsbedingungen (z. B. natürliches Licht, Sitzstangen, Einstreu) erhalten, sodass sie sich an die Haltungssysteme anpassen können, die sie in ihrem späteren Leben erfahren. Die Käfige sind üblicherweise in drei oder mehr Etagen angeordnet.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Ausgestaltetes Käfigsystem.</CELL><CELL COL="2">Ausgestaltete Käfige bestehen aus geschweißtem Drahtgewebe oder perforiertem Kunststoff, haben geneigte Böden und sind mit Vorrichtungen und mehr Platz für Futter- und Wasseraufnahme, Nisten, Scharren, Aufbaumen (auf den Sitzstangen) und Eiersammlung ausgestattet. Die Kapazität der Käfige kann zwischen etwa 10 und 60 Vögeln liegen. Die Käfige sind üblicherweise in drei oder mehr Etagen angeordnet.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Tiefeinstreu mit Kotgrube.</CELL><CELL COL="2">Mindestens ein Drittel der gesamten Bodenfläche des Stalls ist mit Einstreu (z. B. Sand, Hobelspäne, Stroh) bedeckt. Die restliche Bodenfläche ist perforiert, mit darunterliegender Kotgrube. Die Futter- und Tränkevorrichtungen befinden sich über dem perforierten Bodenbereich. Innerhalb oder außerhalb des Stalls können weitere Strukturen vorhanden sein, z. B. Veranden und ein Freilandhaltungssystem.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Volieren.</CELL><CELL COL="2"><P>Volieren sind in verschiedene Funktionsbereiche für Futter- und Wasseraufnahme, Eierlegen, Scharren und Ruhen unterteilt. Die nutzbare Fläche wird durch erhöhte perforierte Böden in Kombination mit Etagen vergrößert. Der Flächenanteil mit perforiertem Boden liegt zwischen 30 % und 60 % der gesamten Bodenfläche. Der restliche Boden ist üblicherweise eingestreut.</P><P>In Anlagen für Legehennen und Mastelterntiere kann das System mit Veranden mit oder ohne Freilandhaltungssystem kombiniert werden.</P></CELL></ROW><?CLG.MDFO ID="O000001M002000" IDREF="C000001M002000" ACTION="REPLACED" LEVEL="STRUCTURE" COMMAND="EXPLICIT" ACTIVE.DOC="32017D0302R(01)" ACTIVE.LOC="LI:0;EL:2" MOD.LEVEL="1"?><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1"><P>Entmistung über Kotbänder (bei ausgestalteten oder nicht ausgestalteten Käfigsystemen) mit mindestens:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>einer Entmistung wöchentlich mit Lufttrocknung; oder<?COL.PAGE?></P></ITEM><ITEM><P>zwei Entmistungen wöchentlich ohne Lufttrocknung.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="2">Zum Zweck der Entmistung werden Bänder unter den Käfigen positioniert. Die Häufigkeit der Entmistung kann bei einmal wöchentlich (mit Kotbandbelüftung/Lufttrocknung) oder mehr (ohne Kotbandbelüftung/Lufttrocknung) liegen. Das Kotsammelband kann zur Trocknung des Kots belüftet sein. Eine Wedelbelüftung kann im Kotband ebenfalls angewandt werden.</CELL></ROW><?PAGE NO='49'?><?CLG.MDFC ID="C000001M002000" IDREF="O000001M002000"?><ROW><CELL COL="1">Kotband oder Kotschieber (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</CELL><CELL COL="2">Die Entfernung des Kots erfolgt mittels Kotschieber (regelmäßig) oder Kotbändern (einmal wöchentlich für getrockneten Kot, zweimal wöchentlich ohne Trocknung).</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1"><P>Zwangslüftungssystem und unregelmäßige Entmistung (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube), nur in Kombination mit einer zusätzlichen Minderungsmaßnahme, zum Beispiel:</P><LIST TYPE="DASH"><ITEM><P>Erreichen eines hohen Trockenmassegehalts des Kots;</P></ITEM><ITEM><P>Abluftreinigungssystem.</P></ITEM></LIST></CELL><CELL COL="2">Das Tiefstreusystem (Beschreibung siehe oben) wird mit einer unregelmäßigen Entmistung, zum Beispiel am Ende des Haltungszyklus, kombiniert. Durch ein geeignetes Zwangslüftungssystem (z. B. Positionierung von Ventilatoren und Abluftöffnungen auf Bodenebene) wird ein Mindest-Trockenmassegehalt des Kots von etwa 50-60 % gewährleistet.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Belüftungstrocknung des Kots über Rohrleitungen (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</CELL><CELL COL="2">Das Tiefstreusystem (Beschreibung siehe oben) wird mit der Trocknung des Kots mittels einer Zwangslüftung kombiniert, bei der Luft (z. B. bei 17-20 °C und mit 1,2 m<HT TYPE="SUP">3</HT>/Vogel) durch Schläuche über den unter dem perforierten Boden gelagerten Kot geblasen wird.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Belüftungstrocknung des Kots mit perforiertem Stallboden (bei Tiefstreuhaltung mit Kotgrube).</CELL><CELL COL="2">Das Tiefstreusystem (Beschreibung siehe oben) wird mit einem perforierten Boden kombiniert, auf dem der Kot liegt und durch den der Kot von unten zwangsbelüftet werden kann. Der Kot wird am Ende des Haltungszyklus entfernt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Kotbänder (bei Volieren).</CELL><CELL COL="2">Der Kot wird auf Bändern unter dem perforierten Boden gesammelt und mindestens einmal wöchentlich über belüftete oder nicht belüftete Bänder entfernt. Eingestreute und planbefestigte Böden können in Volieren für Junghühner kombiniert werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Belüftungstrocknung der Einstreu durch Innenraumluft (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="2">In einem Tiefstreusystem ohne Kotgrube kann ein System für die Umwälzung der Innenraumluft zur Trocknung der Einstreu verwendet werden und gleichzeitig die physiologischen Bedürfnisse der Vögel erfüllen. Zu diesem Zweck können Ventilatoren, Wärmetauscher und/oder Heizgeräte eingesetzt werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='50'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.13.2.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus Ställen für Masthühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0058"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Freie oder Zwangslüftung und ein nicht tropfendes Tränkesystem (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="2">Das Stallgebäude ist abgeschlossen und gut isoliert, mit einer freien Lüftung oder Zwangslüftung ausgestattet und kann mit einer Veranda und/oder einem Freilandhaltungssystem kombiniert werden. Der planbefestigte Boden ist vollständig mit Einstreu bedeckt, und bei Bedarf kann Einstreu zugegeben werden. Die Isolierung des Stallbodens (z. B. Beton, Ton, Membran) verhindert eine Kondensatbildung in der Einstreu. Der Festmist wird am Ende des Haltungszyklus entfernt. Durch die Gestaltung und den Betrieb des Tränkesystems wird verhindert, dass Wasser durch Leckagen oder Verschütten auf die Einstreu gelangt.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Belüftungstrocknung der Einstreu durch Innenraumluft (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="2">Ein System für die Umwälzung der Innenraumluft kann zur Trocknung der Einstreu verwendet werden und gleichzeitig die physiologischen Bedürfnisse der Vögel erfüllen. Zu diesem Zweck können Ventilatoren, Wärmetauscher und/oder Heizgeräte eingesetzt werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Einstreu auf dem Kotband und Belüftungstrocknung (bei Etagenbodensystemen).</CELL><CELL COL="2">Ein System mit mehreren übereinander angeordneten Böden ist mit Kotbändern ausgestattet, die mit Einstreu bedeckt sind. Zwischen den Etagenreihen sind Belüftungskorridore freigelassen. Durch einen Korridor tritt Luft ein und wird auf das Einstreumaterial auf dem Kotband gelenkt. Die Einstreu wird am Ende des Haltungszyklus entfernt. Das System kann in Kombination mit einer separaten ersten Aufzuchtphase angewandt werden, in der Mastküken schlüpfen und für einen begrenzten Zeitraum in einem Etagensystem über Kotbändern mit Einstreu gemästet werden.</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Beheizter und gekühlter eingestreuter Boden (beim Combideck-Verfahren).</CELL><CELL COL="2">Siehe Abschnitt 4.2.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.13.3.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus Ställen für Enten</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0059"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Regelmäßige Zugabe von Einstreu (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu oder bei Tiefstreu kombiniert mit perforiertem Boden).</CELL><CELL COL="2"><P>Die Einstreu wird durch die bedarfsgesteuerte, häufige Zugabe von frischem Einstreumaterial (z. B. täglich) trocken gehalten. Der Festmist wird am Ende des Haltungszyklus entfernt.</P><P>Das Haltungssystem kann mit einer freien Lüftung oder Zwangslüftung ausgestattet und mit einem Freilandhaltungssystem kombiniert werden.</P><P>Bei einem mit perforiertem Boden kombinierten Tiefstreusystem ist der Boden im Bereich des Tränkesystems perforiert (etwa 25 % der gesamten Bodenfläche).</P></CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Häufige Entmistung (bei vollperforiertem Boden).</CELL><CELL COL="2"><P>Unter dem perforierten Boden befindet sich eine Grube, in der der Kot gelagert und dann zum Außenlager befördert wird. Die häufige Entmistung und Beförderung zu einem externen Lager kann folgendermaßen erfolgen:</P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>durch einen permanenten schwerkraftbedingten Strom;</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>durch den Einsatz von Schiebern, mit unterschiedlicher Häufigkeit.</TXT></NP></ITEM></LIST><P>Das Haltungssystem kann mit einer freien Lüftung oder Zwangslüftung ausgestattet und mit einem Freilandhaltungssystem kombiniert werden.</P></CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ><?PAGE NO='51'?><GR.SEQ LEVEL="5"><TITLE><TI><NP><NO.P>4.13.4.</NO.P><TXT><HT TYPE="EXPANDED">Techniken zur Verminderung der Ammoniakemissionen aus Ställen für Truthühner</HT></TXT></NP></TI></TITLE><TBL COLS="2" NO.SEQ="0060"><CORPUS><ROW TYPE="HEADER"><CELL COL="1" TYPE="HEADER">Technik</CELL><CELL COL="2" TYPE="HEADER">Beschreibung</CELL></ROW><ROW><CELL COL="1">Freie oder Zwangslüftung und ein nicht tropfendes Tränkesystem (bei planbefestigtem Boden mit Tiefstreu).</CELL><CELL COL="2">Der planbefestigte Boden ist vollständig mit Einstreu bedeckt, und bei Bedarf kann Einstreu zugegeben werden. Die Isolierung des Stallbodens (z. B. mit Beton, Ton) verhindert eine Kondensatbildung in der Einstreu. Der Festmist wird am Ende des Aufzuchtzyklus entfernt. Durch die Gestaltung und den Betrieb des Tränkesystems wird verhindert, dass Wasser durch Leckagen oder Verschütten auf die Einstreu gelangt. Eine freie Lüftung kann mit einem Freilandhaltungssystem kombiniert werden.</CELL></ROW></CORPUS></TBL></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ></GR.SEQ></CONTENTS></CONS.ANNEX></CONS.DOC></CONS.ACT>