<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><CONCLUSION NNC="YES" xmlns:fmx="http://opoce" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:noNamespaceSchemaLocation="http://formex.publications.europa.eu/schema/formex-05.58-20161101.xd"><BIB.CONCLUSION><REF.CASE FILE="n.a."><NO.CASE>C-217/20</NO.CASE></REF.CASE><NO.CELEX>62020CC0217</NO.CELEX><NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2021:559">EU:C:2021:559</NO.ECLI><NO.SEQ>0001</NO.SEQ><PAGE.FIRST.ECR>1</PAGE.FIRST.ECR><PAGE.SEQ>1</PAGE.SEQ><PAGE.LAST.ECR>9</PAGE.LAST.ECR><PAGE.TOTAL>9</PAGE.TOTAL></BIB.CONCLUSION><CURR.TITLE><PAGE.HEADER><P><HT TYPE="SC">Schlussanträge von Herrn Hogan – Rechtssache C‑217/20</HT></P><P><HT TYPE="SC">Staatssecretaris van Financiën (Entgelt während bezahlten Jahresurlaubs)</HT></P></PAGE.HEADER></CURR.TITLE><TITLE><TI><P><HT TYPE="UC">Schlussanträge des Generalanwalts</HT></P><P><HT TYPE="UC">Gerard Hogan</HT></P><P>vom <DATE ISO="20210708">8. Juli 2021</DATE><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0001"><P>Originalsprache: Englisch.</P></NOTE></P></TI><STI><P><HT TYPE="BOLD">Rechtssache C‑217/20</HT></P><P>XXXX</P><P>gegen</P><P>Staatssecretaris van Financiën</P><P><HT TYPE="NORMAL">(Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank Overijssel, zittingsplaats Zwolle [Bezirksgericht, Overijssel, Sitzungsort Zwolle, Niederlande])</HT></P></STI></TITLE><INTERMEDIATE><INDEX IDX.CLOSE="“" SEPARATOR=" – " IDX.OPEN="„"><KEYWORD>Vorlage zur Vorabentscheidung</KEYWORD><KEYWORD>Sozialpolitik</KEYWORD><KEYWORD>Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern</KEYWORD><KEYWORD>Richtlinie 2003/88/EG</KEYWORD><KEYWORD>Art. 7 Abs. 1</KEYWORD><KEYWORD>Recht auf Jahresurlaub</KEYWORD><KEYWORD>Höhe des Entgelts</KEYWORD><KEYWORD>Gekürztes Entgelt aufgrund von Arbeitsunfähigkeit</KEYWORD></INDEX></INTERMEDIATE><CONTENTS.CONCLUSION><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">I.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Einleitung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0001"><NO.P>1.</NO.P><TXT>Im Lauf der Jahre wurde der Gerichtshof bei zahlreichen Gelegenheiten ersucht, Art. 7 der Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom <DATE ISO="20031104">4. November 2003</DATE> über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0002"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" NO.OJ="299" PAGE.FIRST="9" DATE.PUB="2003">ABl. 2003, L 299, S. 9</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE> auszulegen. Ein Merkmal von Art. 7 dieser Richtlinie, das der Gerichtshof bislang jedoch nicht geprüft hat, ist die Höhe des Entgelts, das einem Arbeitnehmer zusteht, wenn dieser Arbeitnehmer sich entschließt, seinen Jahresurlaub zu nehmen, während er sich im (länger andauernden) Krankheitsurlaub befindet. Die Folgen einer solchen Entscheidung könnten sich in den verschiedenen Mitgliedstaaten stark unterscheiden. Wie die Kommission in ihren schriftlichen Erklärungen aufgezeigt hat, variiert der Prozentsatz des monatlichen Bruttolohns, der als Krankengeld bezahlt wird, sofern eine staatlich vorgeschriebene Krankengeldregelung besteht, in den verschiedenen Mitgliedstaaten zwischen 25 % und 100 % und hängt weitgehend von verschiedenen Faktoren wie der Laufzeit des Arbeitsvertrags, der Stellung des Arbeitnehmers, dem Vorliegen von Tarifverträgen und der Art der Verletzung/Krankheit ab<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0003"><P>Die Kommission stützt sich auf die in Spasova, S., Bouget, D., Belletti C., Vanhercke, B., <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0001" REF.END="QE0001"/>Sickness benefits in the EU: making sense of diversity<QUOT.END REF.START="QS0001" CODE="201C" ID="QE0001"/>, ETUI Policy Brief No 4/2020 des European Trade Union Institute enthaltenen Zahlen. In Ländern, in denen keine staatlich vorgeschriebenen Regelungen bestehen, liegt das Krankengeld im Ermessen des Arbeitgebers oder ergibt sich aus Tarifverträgen. Wie die Kommission weiter ausführt, werden in manchen Mitgliedstaaten solche Zahlungen überhaupt nicht (oder nach einem gewissen Zeitraum nicht mehr) vom Arbeitgeber selbst geleistet, sondern vom jeweiligen Sozialversicherungssystem (diese werden als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0002" REF.END="QE0002"/>Krankenzahlungen<QUOT.END REF.START="QS0002" CODE="201C" ID="QE0002"/> bezeichnet). Da wir es mit der Höhe des einem Arbeitnehmer während des bezahlten Jahresurlaubs und nicht während des Krankheitsurlaubs zustehenden Entgelts zu tun haben, werde ich hier nicht ins Detail gehen. Käme man zu dem Ergebnis, dass Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 ein gekürztes Entgelt während des bezahlten Jahresurlaubs ermöglicht, würden sich weitere Fragen bezüglich dessen stellen, was die Grundlage solch eines verringerten Entgelts in Fällen sein könnte, in denen der Arbeitnehmer in den Zeiten, in denen er Jahresurlaub nimmt, Anspruch auf Krankenzahlungen hat.</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><?PAGE NO="2"?><NP.ECR IDENTIFIER="NP0002"><NO.P>2.</NO.P><TXT>Das ist im Wesentlichen das Problem, das mit den dem Gerichtshof von der Rechtbank Overijssel, Zittingsplaats Zwolle (Bezirksgericht, Overijssel, Sitzungsort Zwolle, Niederlande) vorgelegten Fragen aufgeworfen wird.</TXT></NP.ECR></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">II.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Rechtlicher Rahmen</HT></TXT></NP></TI></TITLE><GR.SEQ LEVEL="2"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">A.</HT></HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Unionsrecht</HT></HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0003"><NO.P>3.</NO.P><TXT>Art. 7 der Richtlinie 2003/88 (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0003" REF.END="QE0003"/>Jahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0003" CODE="201C" ID="QE0003"/>) lautet:</TXT><P><QUOT.S LEVEL="1"><PARAG IDENTIFIER="007.001"><NO.PARAG><QUOT.START CODE="201E" ID="QS0004" REF.END="QE0004"/>(1)</NO.PARAG><ALINEA>Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen, damit jeder Arbeitnehmer einen bezahlten Mindestjahresurlaub von vier Wochen nach Maßgabe der Bedingungen für die Inanspruchnahme und die Gewährung erhält, die in den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und/oder nach den einzelstaatlichen Gepflogenheiten vorgesehen sind.</ALINEA></PARAG><PARAG IDENTIFIER="007.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG><ALINEA>Der bezahlte Mindestjahresurlaub darf außer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht durch eine finanzielle Vergütung ersetzt werden.<QUOT.END REF.START="QS0004" CODE="201C" ID="QE0004"/></ALINEA></PARAG></QUOT.S></P></NP.ECR></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="2"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">B.</HT></HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Niederländisches Recht</HT></HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0004"><NO.P>4.</NO.P><TXT>Nach Art. 22 Abs. 1 des Algemeen Rijksambtenarenreglement (Allgemeines Statut der Staatsbediensteten, ARAR) haben Staatsbedienstete einen jährlichen Anspruch auf Urlaub unter Beibehaltung ihrer vollen Besoldung.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0005"><NO.P>5.</NO.P><TXT>Art. 37 Abs. 1 und 5 des ARAR bestimmt:</TXT><P><QUOT.S LEVEL="1"><PARAG IDENTIFIER="037.001"><NO.PARAG><QUOT.START CODE="201E" ID="QS0005" REF.END="QE0005"/>(1)</NO.PARAG><ALINEA>Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit, hat ein Staatsbediensteter Anspruch auf Fortzahlung seiner Besoldung für einen Zeitraum von 52 Wochen. Im Falle fortdauernder Arbeitsunfähigkeit hat er Anspruch auf Fortzahlung von 70 % seiner Besoldung.</ALINEA></PARAG><P>…</P><PARAG IDENTIFIER="037.005"><NO.PARAG>(5)</NO.PARAG><ALINEA>Abweichend von Abs. 1 hat der Staatsbedienstete auch nach Ende des in Abs. 1 genannten Zeitraums von 52 Wochen Anspruch auf Fortzahlung seiner Besoldung für die Anzahl gearbeiteter Stunden oder der Stunden, die von ihm geleistet worden wären, wenn ihm diese Arbeit angeboten worden wäre.<QUOT.END REF.START="QS0005" CODE="201C" ID="QE0005"/></ALINEA></PARAG></QUOT.S></P></NP.ECR></GR.SEQ></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">III.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Sachverhalt des Ausgangsverfahrens</HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0006"><NO.P>6.</NO.P><TXT>Der Kläger ist Staatsbediensteter, der seit dem <DATE ISO="20020301">1. März 2002</DATE> beim Belastingdienst (Niederländische Steuerverwaltung) tätig ist. Seit dem <DATE ISO="20141101">1. November 2014</DATE> ist er als Fahndungsmitarbeiter beschäftigt. Am <DATE ISO="20151124">24. November 2015</DATE> wurde er jedoch aufgrund von Krankheit länger für andauernd teilweise arbeitsunfähig erklärt. Im Juli und August 2017, dem vorliegend maßgeblichen Zeitraum, nahm er am einer Wiedereingliederungsmaßnahme teil.</TXT></NP.ECR><?PAGE NO="3"?><NP.ECR IDENTIFIER="NP0007"><NO.P>7.</NO.P><TXT>Gemäß Art. 37 Abs. 1 ARAR wurde die reguläre Besoldung des Klägers im ersten Krankheitsjahr zu 100 % fortgezahlt. Seit dem <DATE ISO="20161124">24. November 2016</DATE> wurden 70 % dieser Summe fortgezahlt. Für die Stunden, in denen der Kläger als arbeitsfähig angesehen wurde und auch tatsächlich arbeitete, wurde die Besoldung gemäß Art. 37 Abs. 5 ARAR zu 100 % fortgezahlt<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0004"><P>Wie die niederländische Regierung in ihren schriftlichen Erklärungen erläutert hat, nimmt ein Amtsarzt ein individuelle Beurteilung des Gesundheitszustands des betreffenden Staatsbediensteten vor und nimmt anschließend dazu Stellung, wie viele Wochenstunden dieser zu arbeiten im Stande ist.</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0008"><NO.P>8.</NO.P><TXT>Der Kläger hatte vom <DATE ISO="20170725">25. Juli 2017</DATE> bis zum <DATE ISO="20170817">17. August 2017</DATE> Urlaub. Gemäß den Gehaltsabrechnungen wurde in den Monaten Juli und August 2017 die Besoldung des Klägers für die Stunden, in denen er arbeitsunfähig war – wie in der Zeit, in der er keinen Urlaub nahm – während des Urlaubszeitraums in Höhe von 70 % fortgezahlt und in Höhe von 100 % für die Stunden, in denen er als arbeitsfähig angesehen wurde (soweit er im Rahmen seiner Wiedereingliederungsmaßnahme seine Arbeit verrichten konnte).</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0009"><NO.P>9.</NO.P><TXT>Der Kläger legte gegen die Höhe seiner Besoldung während seines Jahresurlaubs Widerspruch ein. Er ist der Ansicht, dass er während seines Urlaubs Anspruch auf volle Besoldung habe, d. h. auch für die Stunden, in denen er länger andauernd arbeitsunfähig war. Mit Bescheid vom <DATE ISO="20171013">13. Oktober 2017</DATE> wies die niederländische Steuerverwaltung diesen Widerspruch als unbegründet zurück. Der Kläger erhob gegen diesen Bescheid Klage vor dem vorlegenden Gericht.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0010"><NO.P>10.</NO.P><TXT>Der Kläger beruft sich dabei auf Art. 22 ARAR, auf die Richtlinie 2003/88 und auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs, insbesondere auf das Urteil Schultz-Hoff u. a.<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0005"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Er nimmt auch auf Art. 31 Abs. 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (im Folgenden: Charta) Bezug.</TXT></NP.ECR></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">IV.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Vorlagefragen und Verfahren vor dem Gerichtshof</HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0011"><NO.P>11.</NO.P><TXT>Vor diesem tatsächlichen und rechtlichen Hintergrund hat das vorlegende Gericht beschlossen, das Verfahren auszusetzen und dem Gerichtshof die folgenden Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen:</TXT><P><LIST TYPE="ARAB"><ITEM><NP><NO.P>1.</NO.P><TXT>Ist Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 dahin auszulegen, dass der Arbeitnehmer sein Entgelt oder einen Teil davon nicht wegen der Ausübung seines Rechts auf Jahresurlaub verliert? Oder ist diese Bestimmung dahin auszulegen, dass der Arbeitnehmer sein Entgelt während der Ausübung seines Rechts auf Jahresurlaub ungeachtet der Ursache für sein Nichtarbeiten während des Urlaubs behält?</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>2.</NO.P><TXT>Ist Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 dahin auszulegen, dass er nationalen Vorschriften oder Gepflogenheiten entgegensteht, nach denen ein Arbeitnehmer, der wegen Krankheit arbeitsunfähig ist, zu Beginn seines Urlaubs sein Entgelt bis zur Höhe seines unmittelbar vor Beginn seines Urlaubs erhaltenen Entgelts behält, auch wenn dieses Entgelt durch die lange Dauer seiner Arbeitsunfähigkeit niedriger ist als das Entgelt bei vollständiger Arbeitsfähigkeit?</TXT></NP></ITEM><ITEM><NP><NO.P>3.</NO.P><TXT>Ist das Recht jedes Arbeitnehmers auf bezahlten Jahresurlaub aufgrund von Art. 7 der Richtlinie 2003/88 und gefestigter Unionsrechtsprechung dahin auszulegen, dass es dagegen verstößt, bei Arbeitsunfähigkeit das Entgelt während des Urlaubs zu kürzen?</TXT></NP></ITEM></LIST></P></NP.ECR><?PAGE NO="4"?><NP.ECR IDENTIFIER="NP0012"><NO.P>12.</NO.P><TXT>Die niederländische Regierung und die Kommission haben schriftliche Erklärungen eingereicht.</TXT></NP.ECR></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">V.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Würdigung</HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0013"><NO.P>13.</NO.P><TXT>Mit seinen drei Fragen möchte das vorlegende Gericht in Erfahrung bringen, ob Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 dahin auszulegen ist, dass er nationalen Rechtsvorschriften entgegensteht, die bestimmen, dass das Entgelt eines Arbeitnehmers, der vollständig oder teilweise arbeitsunfähig ist und der seinen Jahresurlaub nimmt, während dieser Zeit des Jahresurlaubs – im gleichen Maße wie die Lohnkürzung bei länger andauernden Krankheitszeiten – gekürzt wird<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0006"><P>Im Vorabentscheidungsersuchen ist nicht angegeben, ob der Zeitraum des genommenen Jahresurlaubs den in Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 garantierten Mindestzeitraum betrifft. Während Mitgliedstaaten im nationalen Recht einen längeren Zeitraum für den Jahresurlaub gewähren können, regelt Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 keinen solchen zusätzlichen Zeitraum, so dass sich meine Prüfung demnach auf Jahresurlaub beschränkt, der während dieses Mindestzeitraums genommen wurde (im Folgenden: bezahlter Jahresurlaub).</P></NOTE>. Demnach lassen sich alle drei Fragen gemeinsam behandeln.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0014"><NO.P>14.</NO.P><TXT>Der Wortlaut von Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 trägt wenig dazu bei, diese Frage zu beantworten. Er besagt lediglich, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0006" REF.END="QE0006"/>jeder Arbeitnehmer einen <HT TYPE="ITALIC">bezahlten</HT> Mindestjahresurlaub von vier Wochen … erhält<QUOT.END REF.START="QS0006" CODE="201C" ID="QE0006"/><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0007"><P>Hervorhebung nur hier. Es sollte betont werden, dass die Richtlinie 2003/88 auch auf Staatsbedienstete Anwendung findet, da sie nach Art. 1 Abs. 3 der Richtlinie <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0007" REF.END="QE0007"/>für alle privaten oder öffentlichen Tätigkeitsbereiche [gilt]<QUOT.END REF.START="QS0007" CODE="201C" ID="QE0007"/>. Jede Bezugnahme auf <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0008" REF.END="QE0008"/>Arbeitnehmer<QUOT.END REF.START="QS0008" CODE="201C" ID="QE0008"/> in diesen Schlussanträgen gilt daher auch für Staatsbedienstete.</P></NOTE>. Der Gerichtshof hat jedoch eine ausgeprägte Rechtsprechung zu Art. 7 Richtlinie 2003/88 entwickelt, die die grundsätzliche Funktionsweise der Vorschrift beschreibt.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0015"><NO.P>15.</NO.P><TXT>Als Erstes hat der Gerichtshof festgestellt, dass Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 – eine Vorschrift, von der die Richtlinie keine Abweichung erlaubt<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0008"><P>Vgl. Art. 17 der Richtlinie 2003/88, der Abweichungen gestattet. Diese Vorschrift erlaubt jedoch keine Abweichung von Art. 7 der Richtlinie, wie der Gerichtshof bereits in seinen Urteilen vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20010626">26. Juni 2001</DATE>, <NAME.CASE>BECTU</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑173/99</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2001:356">EU:C:2001:356</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0041">41</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20120124">24. Januar 2012</DATE>, <NAME.CASE>Dominguez</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑282/10</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2012:33">EU:C:2012:33</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0035">35</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), festgestellt hat.</P></NOTE> – bestimmt, dass jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub von mindestens vier Wochen hat und dass dieser Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub als ein besonders bedeutsamer Grundsatz des Sozialrechts der Union anzusehen ist<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0009"><P>Vgl. u. a. Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20151111">11. November 2015</DATE>, <NAME.CASE>Greenfield</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑219/14</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2015:745">EU:C:2015:745</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0026">26</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20160630">30. Juni 2016</DATE>, <NAME.CASE>Sobczyszyn</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑178/15</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2016:502">EU:C:2016:502</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0019">19</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20200625">25. Juni 2020</DATE>, <NAME.CASE>Varhoven kasatsionen sad na Republika Bulgaria and Iccrea Banca</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑762/18 und C‑37/19</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2020:504">EU:C:2020:504</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0053">53</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Als Grundsatz des Sozialrechts der Union ist er nicht nur besonders bedeutsam, sondern auch in Art. 31 Abs. 2 der Charta ausdrücklich verankert, der von Art. 6 Abs. 1 EUV der gleiche rechtliche Rang wie den Verträgen zuerkannt wird<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0010"><P>Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20151111">11. November 2015</DATE>, <NAME.CASE>Greenfield</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑219/14</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2015:745">EU:C:2015:745</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0027">27</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20160630">30. Juni 2016</DATE>, <NAME.CASE>Sobczyszyn</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑178/15</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2016:502">EU:C:2016:502</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0020">20</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0023">23</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20200625">25. Juni 2020</DATE>, <NAME.CASE>Varhoven kasatsionen sad na Republika Bulgaria and Iccrea Banca</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑762/18 und C‑37/19</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2020:504">EU:C:2020:504</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0054">54</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>). Ich werde Art. 31 Abs. 2 der Charta nicht berücksichtigen. Generalanwalt Bobek hat in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache <REF.DOC.ECR><NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:666">EU:C:2018:666</NO.ECLI>, Nr. <REF.NP.ECR REF="NP0057">57</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>) bereits festgestellt: <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0009" REF.END="QE0009"/>Die Vorschrift bestimmt lediglich allgemein und abstrakt, dass jeder Arbeitnehmer das Recht auf … bezahlten Jahresurlaub hat. Die Charta sieht nicht einmal einen Mindestjahresurlaub, geschweige denn Regeln zur Berechnung der Urlaubsvergütung vor.<QUOT.END REF.START="QS0009" CODE="201C" ID="QE0009"/></P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0016"><NO.P>16.</NO.P><TXT>Als Zweites werden nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Anspruch auf Jahresurlaub und der auf Zahlung des Urlaubsentgelts in der Richtlinie 2003/88 als zwei Aspekte eines einzigen Anspruchs behandelt. Durch das Erfordernis der Zahlung dieses Urlaubsentgelts soll der Arbeitnehmer während des Jahresurlaubs in eine Lage versetzt werden, die in Bezug auf das Entgelt mit den Zeiten geleisteter Arbeit vergleichbar ist<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0011"><P>Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE>, <NAME.CASE>Schultz-Hoff u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0060">60</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR> sowie die dort angeführte Rechtsprechung), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20171129">29. November 2017</DATE>, <NAME.CASE>King</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑214/16</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2017:914">EU:C:2017:914</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0035">35</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><?PAGE NO="5"?><NP.ECR IDENTIFIER="NP0017"><NO.P>17.</NO.P><TXT>Demnach bestehen zwei Stränge der Rechtsprechung des Gerichtshofs, von denen einer den Anspruch auf Jahresurlaub und insbesondere seine <HT TYPE="ITALIC">Dauer</HT> zum Inhalt hat, und der andere die Frage des <HT TYPE="ITALIC">Entgelts</HT>. Obgleich sich das Vorabentscheidungsersuchen lediglich mit der Frage der Besoldung befasst, schlage ich vor, den Strang bezüglich der <HT TYPE="ITALIC">Dauer</HT> kurz zu prüfen, um die in den beiden Strängen angewandten Grundsätze zu vergleichen.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0018"><NO.P>18.</NO.P><TXT>Hinsichtlich des ersten Strangs, der Dauer des nach Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 gewährleisteten Jahresurlaubs, hat der Gerichtshof festgestellt, dass die Ansprüche auf bezahlten Jahresurlaub grundsätzlich anhand der Zeiträume der auf der Grundlage des Arbeitsvertrags tatsächlich geleisteten Arbeit zu berechnen sind<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0012"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0027">27</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Dies liegt daran, dass der Zweck des in Art. 7 der Richtlinie 2003/88 jedem Arbeitnehmer gewährleisteten Anspruchs auf bezahlten Jahresurlaub darin besteht, es dem Arbeitnehmer zu ermöglichen, sich zum einen von der Ausübung der ihm nach seinem Arbeitsvertrag obliegenden Aufgaben zu erholen und zum anderen über einen Zeitraum der Entspannung und Freizeit zu verfügen<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0013"><P>Vgl. u. a. Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE>, <NAME.CASE>Schultz-Hoff u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0025">25</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0026">26</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Daher hat der Gerichtshof entschieden, dass, wenn ein Arbeitnehmer nur teilzeitbeschäftigt ist, jegliche Minderung des Anspruchs auf Jahresurlaub gegenüber dem bei Vollzeitbeschäftigung bestehenden Anspruch nach dem <HT TYPE="ITALIC">Pro-rata-temporis</HT>-Grundsatz zumindest im Kern sachlich zu rechtfertigen ist<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0014"><P>Vgl. in diesem Sinne Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20100422">22. April 2010</DATE>, <NAME.CASE>Zentralbetriebsrat der Landeskrankenhäuser Tirols</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑486/08</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2010:215">EU:C:2010:215</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0033">33</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), auf Grundlage von Paragraf 4 Abs. 2 der am <DATE ISO="19970606">6. Juni 1997</DATE> geschlossenen Rahmenvereinbarung über Teilzeitarbeit im Anhang der Richtlinie 97/81/EG des Rates vom <DATE ISO="19971215">15. Dezember 1997</DATE> zu der von UNICE, CEEP und EGB geschlossenen Rahmenvereinbarung über Teilzeitarbeit (<REF.DOC.OJ COLL="L" NO.OJ="014" PAGE.FIRST="9" DATE.PUB="1998">ABl. 1998, L 14, S. 9</REF.DOC.OJ>) in der durch die Richtlinie 98/23/EG des Rates vom <DATE ISO="19980407">7. April 1998</DATE> (<REF.DOC.OJ COLL="L" NO.OJ="131" PAGE.FIRST="10" DATE.PUB="1998">ABl. 1998, L 131, S. 10</REF.DOC.OJ>) geänderten Fassung. Dieselbe Begründung wurde in Fällen angewandt, in denen sich die Arbeitsstunden und Arbeitstage von Woche zu Woche änderten (Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20151111">11. November 2015</DATE>, <NAME.CASE>Greenfield</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑219/14</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2015:745">EU:C:2015:745</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0029">29</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), sowie in Fällen von Kurzarbeit (vgl. Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0027">27</REF.NP.ECR> bis <REF.NP.ECR REF="NP0029">29</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), so dass sogar wenn die Arbeitspflicht eines Arbeitnehmers im Wege von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0010" REF.END="QE0010"/>Kurzarbeit Null<QUOT.END REF.START="QS0010" CODE="201C" ID="QE0010"/> vollständig suspendiert wird, der Anspruch auf Jahresurlaub entfällt (vgl. Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20121108">8. November 2012</DATE>, <NAME.CASE>Heimann und Toltschin</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑229/11 und C‑230/11</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2012:693">EU:C:2012:693</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0036">36</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>). Im letztgenannten Urteil sah der Gerichtshof in Rn. 32 Kurzarbeiter als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0011" REF.END="QE0011"/>vorübergehend teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer<QUOT.END REF.START="QS0011" CODE="201C" ID="QE0011"/> an).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0019"><NO.P>19.</NO.P><TXT>Diese Erwägungen finden jedoch im Falle von Krankheitsurlaub keine Anwendung. Die ständige Rechtsprechung des Gerichtshofs lässt dessen Auffassung erkennen, dass die Richtlinie 2003/88 nicht zwischen Arbeitnehmern, die wegen Krankheit während des Krankheitsjahres – ob lang- oder kurzfristig – bei der Arbeit fehlen und denen, die während dieses Jahres tatsächlich gearbeitet haben, unterscheidet. Hieraus folgt wiederum, dass hinsichtlich Arbeitnehmern, die sich in ordnungsgemäß genehmigtem Krankheitsurlaub befinden, der durch die Richtlinie 2003/88 selbst allen Arbeitnehmern verliehene Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub von einem Mitgliedstaat nicht von der durch ihn festgelegten Voraussetzung abhängig machen kann, während des Urlaubsjahres tatsächlich gearbeitet zu haben. In Bezug auf den Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub sind Arbeitnehmer, die wegen einer Krankschreibung während des Bezugszeitraums bei der Arbeit fehlten, und solche, die während dieses Zeitraums tatsächlich gearbeitet haben, vielmehr gleichgestellt<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0015"><P>Vgl. u. a. Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE>, <NAME.CASE>Schultz-Hoff u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0039">39</REF.NP.ECR> bis <REF.NP.ECR REF="NP0041">41</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20120124">24. Januar 2012</DATE>, <NAME.CASE>Dominguez</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑282/10</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2012:33">EU:C:2012:33</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0020">20</REF.NP.ECR> und <REF.NP.ECR REF="NP0030">30</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181004">4. Oktober 2018</DATE>, <NAME.CASE>Dicu</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑12/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:799">EU:C:2018:799</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0029">29</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0020"><NO.P>20.</NO.P><TXT>Abgesehen von der Tatsache, dass die Richtlinie 2003/88 keine solche Unterscheidung vornimmt, gibt es hierfür zwei Gründe. Erstens unterscheiden sich die Zwecke des Anspruchs auf Jahresurlaub und des Anspruchs auf Krankheitsurlaub. Während der Jahresurlaub darauf abzielt, es dem Arbeitnehmer zu ermöglichen, sich von den Anforderungen der Arbeit zu erholen und über einen Zeitraum für Entspannung und Freizeit zu verfügen, wird Krankheitsurlaub dem Arbeitnehmer gewährt, damit er von einer Krankheit, die eine<?PAGE NO="6"?> Arbeitsunfähigkeit verursacht, genesen kann<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0016"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20120621">21. Juni 2012</DATE>, <NAME.CASE>ANGED</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑78/11</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2012:372">EU:C:2012:372</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0019">19</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR> und die dort angeführte Rechtsprechung).</P></NOTE>. Zweitens kann Arbeitsunfähigkeit nicht vorhergesehen werden und ist vom Willen des Arbeitnehmers unabhängig. Dieser Aspekt wird auch in Art. 5 Abs. 4 des Übereinkommens Nr. 132 der Internationalen Arbeitsorganisation vom <DATE ISO="19700624">24. Juni 1970</DATE> über den bezahlten Jahresurlaub (Neufassung), aufgegriffen, der Fehlzeiten infolge einer Krankheit den Arbeitsversäumnissen <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0012" REF.END="QE0012"/>aus Gründen, die unabhängig vom Willen des beteiligten Arbeitnehmers bestehen<QUOT.END REF.START="QS0012" CODE="201C" ID="QE0012"/>, zugeordnet, die <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0013" REF.END="QE0013"/>als Dienstzeit anzurechnen<QUOT.END REF.START="QS0013" CODE="201C" ID="QE0013"/> sind<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0017"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181004">4. Oktober 2018</DATE>, <NAME.CASE>Dicu</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑12/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:799">EU:C:2018:799</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0032">32</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR> und die dort angeführte Rechtsprechung).</P></NOTE>. Nach dem sechsten Erwägungsgrund der Richtlinie 2003/88 müssen die Grundsätze dieses Übereinkommens bei deren Auslegung beachtet werden.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0021"><NO.P>21.</NO.P><TXT>Daraus folgt, dass, obgleich der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nach Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 grundsätzlich im Hinblick auf tatsächlich nach dem Arbeitsvertrag geleistete Arbeitszeiten zu berechnen ist, dies nicht der Fall ist, wenn sich eine Person im Krankheitsurlaub befindet.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0022"><NO.P>22.</NO.P><TXT>Ich werde mich nun mit dem zweiten Strang der Rechtsprechung des Gerichtshofs befassen, der Frage des Entgelts. Wie Generalanwalt Bobek in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache Hein bereits aufgezeigt hat, hat der Gerichtshof den <HT TYPE="ITALIC">Pro-rata-temporis</HT>-Grundsatz – und ich möchte hinzufügen, jeglichen <HT TYPE="ITALIC">Pro-rata</HT>-Grundsatz – der zur Berechnung der <HT TYPE="ITALIC">Dauer</HT> des Jahresurlaubs herangezogen wird, außer wenn sich eine Person im Krankheitsurlaub befindet, noch nie auf den <HT TYPE="ITALIC">Entgelt</HT>anspruch während des Jahresurlaubs angewandt<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0018"><P><REF.DOC.ECR><NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:666">EU:C:2018:666</NO.ECLI>, Nr. <REF.NP.ECR REF="NP0047">47</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>.</P></NOTE>. Diese Position bleibt nach dem Urteil Hein des Gerichtshofs unverändert<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0019"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0023"><NO.P>23.</NO.P><TXT>Nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs bedeutet der Ausdruck <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0014" REF.END="QE0014"/>bezahlter Jahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0014" CODE="201C" ID="QE0014"/> in Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88, dass das Arbeitsentgelt für die Dauer des Jahresurlaubs im Sinne dieser Richtlinie weiter zu gewähren ist. Das schließt ein, dass der Arbeitnehmer für diese Ruhezeit das gewöhnliche Arbeitsentgelt erhalten muss<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0020"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0032">32</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR> und die dort angeführte Rechtsprechung).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0024"><NO.P>24.</NO.P><TXT>Die niederländische Regierung bringt vor, dass die Richtlinie 2003/88 keine Anforderungen an die Struktur des Arbeitsentgelts vorsehe. Die Mitgliedstaaten dürften eine solche Struktur somit frei bestimmen. Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 bedeute lediglich, dass das Entgelt des Arbeitnehmers weiterzugewähren sei (wie gemäß den nationalen Regelungen bereits vor dem Jahresurlaub des Arbeitnehmers)<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0021"><P>Während der niederländische Wortlaut der Richtlinie 2003/88 den Schwerpunkt mehr auf die <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0015" REF.END="QE0015"/>Beibehaltung<QUOT.END REF.START="QS0015" CODE="201C" ID="QE0015"/> des Entgelts (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0016" REF.END="QE0016"/>jaarlijkse vakantie met behoud van loon<QUOT.END REF.START="QS0016" CODE="201C" ID="QE0016"/>) zu legen scheint, ist dies bei anderen Sprachversionen im Allgemeinen nicht der Fall. Die französische (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0017" REF.END="QE0017"/>congé annuel payé<QUOT.END REF.START="QS0017" CODE="201C" ID="QE0017"/>), die deutsche (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0018" REF.END="QE0018"/>bezahlten Mindestjahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0018" CODE="201C" ID="QE0018"/>), die spanische (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0019" REF.END="QE0019"/>vacaciones anuales retribuidas<QUOT.END REF.START="QS0019" CODE="201C" ID="QE0019"/>), die italienische (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0020" REF.END="QE0020"/>ferie annuali retribuite<QUOT.END REF.START="QS0020" CODE="201C" ID="QE0020"/>), die portugiesische (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0021" REF.END="QE0021"/>férias anuais remuneradas<QUOT.END REF.START="QS0021" CODE="201C" ID="QE0021"/>) und die schwedische Fassung (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0022" REF.END="QE0022"/>årlig betald semester<QUOT.END REF.START="QS0022" CODE="201C" ID="QE0022"/>) sind in dieser Hinsicht nicht konkreter als die englische Version, die von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0023" REF.END="QE0023"/>paid annual leave<QUOT.END REF.START="QS0023" CODE="201C" ID="QE0023"/> (<QUOT.START CODE="201E" ID="QS0024" REF.END="QE0024"/>bezahlter Jahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0024" CODE="201C" ID="QE0024"/>) spricht. Die Folgen dieses Unterschieds sind jedoch begrenzt, da der Gerichtshof entschieden hat, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0025" REF.END="QE0025"/>bezahlter Jahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0025" CODE="201C" ID="QE0025"/> bedeutet, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0026" REF.END="QE0026"/>das Arbeitsentgelt weiterzugewähren ist<QUOT.END REF.START="QS0026" CODE="201C" ID="QE0026"/>. Er führte jedoch weiter aus, dass dies bedeute, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0027" REF.END="QE0027"/>Arbeitnehmer für diese Ruhezeit das gewöhnliche Arbeitsentgelt erhalten müssen<QUOT.END REF.START="QS0027" CODE="201C" ID="QE0027"/>. Siehe Nr. 23 der vorliegenden Schlussanträge.</P></NOTE>. Da nach niederländischen Rechtsvorschriften und Gepflogenheiten kein gesonderter Weg bestehe, die Besoldung während des Krankheitsurlaubs zu berechnen, bleibe es für den Staatsbediensteten im vorliegenden Fall bei der Besoldungshöhe, die er vor Inanspruchnahme seines Jahresurlaubs erhalten habe. Nach Ansicht der niederländischen Regierung bedeutet Beibehaltung der <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0028" REF.END="QE0028"/>normalen Besoldung<QUOT.END REF.START="QS0028" CODE="201C" ID="QE0028"/>, dass zwischen der Inanspruchnahme von Jahresurlaub und der Kürzung der Besoldung kein Kausalzusammenhang bestehen muss, und dass der Arbeitnehmer daher vor, während und nach seinem Jahresurlaub die Besoldung erhalten muss, die er erhalten hätte, wenn er keinen Jahresurlaub genommen hätte.</TXT></NP.ECR><?PAGE NO="7"?><NP.ECR IDENTIFIER="NP0025"><NO.P>25.</NO.P><TXT>Meiner Ansicht nach berücksichtigen diese Argumente die Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht ausreichend. Dieser hat im Urteil Hein festgestellt, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0029" REF.END="QE0029"/>[d]ie Struktur des gewöhnlichen Entgelts eines Arbeitnehmers als solche [zwar] den Vorschriften und Gepflogenheiten nach dem Recht der Mitgliedstaaten [unterliegt], jedoch keinen Einfluss auf den Anspruch des Arbeitnehmers haben [kann], während des ihm für Erholung und Entspannung zur Verfügung stehenden Zeitraums in den Genuss wirtschaftlicher Bedingungen zu kommen, die mit denen vergleichbar sind, die <HT TYPE="ITALIC">die Ausübung seiner Arbeit betreffen</HT><QUOT.END REF.START="QS0029" CODE="201C" ID="QE0029"/><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0022"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0034">34</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR> und die dort angeführte Rechtsprechung). Hervorhebung nur hier.</P></NOTE>. Ferner solle durch das Erfordernis der Zahlung dieses Urlaubsentgelts der Arbeitnehmer während des Jahresurlaubs in eine Lage versetzt werden, die in Bezug auf das Entgelt <HT TYPE="ITALIC">mit den Zeiten geleisteter Arbeit vergleichbar ist</HT><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0023"><P>Ebd., Rn. 33.</P></NOTE>. Dieser zweite Strang der Rechtsprechung des Gerichtshofs zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Arbeitnehmer Jahresurlaub nehmen können, ohne finanzielle Einbußen befürchten zu müssen<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0024"><P>Für eine Berechnung vgl. Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20110915">15. September 2011</DATE>, <NAME.CASE>Williams u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑155/10</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2011:588">EU:C:2011:588</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0024">24</REF.NP.ECR>, <REF.NP.ECR REF="NP0025">25</REF.NP.ECR> und <REF.NP.ECR REF="NP0028">28</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), bezüglich der Bestandteile, die für die Berechnung zu berücksichtigen sind, wenn das Gehalt aus mehreren Bestandteilen besteht.</P></NOTE>. Die zur Dauer des bezahlten Jahresurlaubs angestellten Überlegungen, und zwar, dass der Arbeitnehmer sich von der geleisteten Arbeit erholen muss, werden hier nicht berücksichtigt.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0026"><NO.P>26.</NO.P><TXT>Um sicherzustellen, dass der Arbeitnehmer ein mit den Zeiten geleisteter Arbeit vergleichbares Entgelt erhält, ist der Bezugspunkt für die Ermittlung des Entgelts die Zeit, in der der Arbeitnehmer tatsächlich gearbeitet hat. Die Tatsache, dass die Inanspruchnahme von bezahltem Jahresurlaub nicht der Grund für die Kürzung seines Entgelts ist, kann kein Entgelt rechtfertigen, das geringer ist, als jenes, das er erhält, wenn er arbeitet. Entgegen dem Vorbringen der niederländischen Regierung lässt sich deren Auffassung, dass Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 die Mitgliedstaaten nur verpflichte, eine Herabsetzung des Entgelts infolge der Inanspruchnahme des Jahresurlaubs zu unterbinden, nicht mit der Rechtsprechung des Gerichtshofs vereinbaren.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0027"><NO.P>27.</NO.P><TXT>Dies stimmt mit dem Zweck von Art. 7 der Richtlinie 2003/88 überein. Um sicherzustellen, dass das im Unionsrecht verankerte grundlegende Arbeitnehmerrecht auf bezahlten Jahresurlaub beachtet wird, darf nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs Art. 7 der Richtlinie 2003/88 nicht auf Kosten der Rechte, die dem Arbeitnehmer nach dieser Richtlinie zustehen, eng ausgelegt werden<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0025"><P>Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20140612">12. Juni 2014</DATE>, <NAME.CASE>Bollacke</NAME.CASE> (<NO.CASE>C-118/13</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2014:1755">EU:C:2014:1755</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0022">22</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), sowie vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181106">6. November 2018</DATE>, <NAME.CASE>Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑684/16</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:874">EU:C:2018:874</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0031">31</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Der Gerichtshof hat betont, dass Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 es dem Arbeitnehmer ermöglichen soll, den Urlaub, auf den er Anspruch hat, auch tatsächlich zu nehmen<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0026"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181106">6. November 2018</DATE>, <NAME.CASE>Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑684/16</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:874">EU:C:2018:874</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0031">31</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Dementsprechend genügt eine finanzielle Vergütung den unionsrechtlichen Vorgaben nicht, wenn sie gerade noch so bemessen ist, dass keine ernsthafte Gefahr besteht, dass der Arbeitnehmer seinen Jahresurlaub nicht antritt<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0027"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20110915">15. September 2011</DATE>, <NAME.CASE>Williams u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑155/10</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2011:588">EU:C:2011:588</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0021">21</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), mit <REF.DOC.ECR><NAME.CASE>Verweis auf die Schlussanträge der Generalanwältin Trstenjak in derselben Rechtssache</NAME.CASE> (<NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2011:403">EU:C:2011:403</NO.ECLI>, Nr. <REF.NP.ECR REF="NP0090">90</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0028"><NO.P>28.</NO.P><TXT>Erstens ließe sich argumentieren, dass die Tatsache, dass das Entgelt dem des Krankengeldes entspricht, diesen Arbeitnehmer nicht davon abhält, seinen Jahresurlaub anzutreten, da er kein höheres Entgelt erhielte, wenn er oder sie zu diesem Zeitpunkt nicht den Jahresurlaub antreten würde. Wollte ein Arbeitnehmer eine solche Kürzung des Entgelts verhindern, müsste er nämlich nur warten und seinen Jahresurlaub antreten, sobald er wieder vollständig fähig wäre, die geforderte Arbeit zu leisten. Der Arbeitnehmer riskiert nicht den Verlust seines Anspruchs auf bezahlten Jahresurlaub, falls er seinen Jahresurlaub verschiebt, da die Rechtsprechung des Gerichtshofs das Recht des Arbeitnehmers auf bezahlten Jahresurlaub gegen einzelstaatliche<?PAGE NO="8"?> Rechtsvorschriften schützt, nach denen der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub bei Ablauf des Bezugszeitraums und/oder eines im nationalen Recht festgelegten Übertragungszeitraums erlischt.<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0028"><P>Vgl. u. a. Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE>, <NAME.CASE>Schultz-Hoff u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0049">49</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20200625">25. Juni 2020</DATE>, <NAME.CASE>Varhoven kasatsionen sad na Republika Bulgaria und Iccrea Banca</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑762/18 und C‑37/19</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2020:504">EU:C:2020:504</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0063">63</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>). Zur Möglichkeit, diesen Übertragungszeitraum zu beschränken vgl. Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20111122">22. November 2011</DATE>, <NAME.CASE>KHS</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑214/10</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2011:761">EU:C:2011:761</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0034">34</REF.NP.ECR>, <REF.NP.ECR REF="NP0038">38</REF.NP.ECR> und <REF.NP.ECR REF="NP0039">39</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE></TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0029"><NO.P>29.</NO.P><TXT>In dieser Hinsicht könnte man, unter Anerkennung dessen, dass die Rechtsvorschriften einen Arbeitnehmer nicht davon abschrecken dürfen, Jahresurlaub zu nehmen, gleichwohl argumentieren, dass es auch keinen Grund dafür gibt, einen Anreiz zum Antreten dieses Urlaubs in Zeiten teilweiser oder vollständiger Arbeitsunfähigkeit zu setzen. Dieses Argument lässt sich im vorliegenden Fall anführen, weil der Arbeitnehmer ein höheres Entgelt erhalten könnte als das Krankengeld, das er erhielte, träte er zu diesem Zeitpunkt keinen Jahresurlaub an.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0030"><NO.P>30.</NO.P><TXT>Bei allem Respekt kann ich diesem Argument jedoch nicht zustimmen. Der Gerichtshof hat entschieden, dass Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88 einzelstaatlichen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten grundsätzlich nicht entgegensteht, nach denen ein Arbeitnehmer im Krankheitsurlaub nicht berechtigt ist, während eines Zeitraums, der in die Zeit des Krankheitsurlaubs fällt, bezahlten Jahresurlaub zu nehmen, sofern er den ihm durch die Richtlinie verliehenen Anspruch während eines anderen Zeitraums ausüben kann<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0029"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20090120">20. Januar 2009</DATE>, <NAME.CASE>Schultz-Hoff u. a.</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑350/06 und C‑520/06</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2009:18">EU:C:2009:18</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0028">28</REF.NP.ECR> und <REF.NP.ECR REF="NP0029">29</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Das niederländische Recht und die Gepflogenheiten sehen offensichtlich keine solche Regelung vor, zumindest nicht für den in der vorliegenden Rechtssache betroffenen Staatsbediensteten<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0030"><P>Dies wird auch nicht von Richtlinie 2003/88 ausgeschlossen. Vgl. ebd., Rn. 31.</P></NOTE>. In den Fällen, in denen einzelstaatliches Recht das Antreten von Jahresurlaub während des Krankheitsurlaubs erlaubt, besteht jedoch keine Rechtfertigung für eine Veränderung des Entgelts während einer solchen Abwesenheit.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0031"><NO.P>31.</NO.P><TXT>Während es Sache der Mitgliedstaaten ist, in ihren nationalen Rechtsvorschriften durch die Festlegung der spezifischen Umstände, unter denen Arbeitnehmer den Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub geltend machen können, Voraussetzungen für die Ausübung dieses Rechts festzulegen, dürfen die Mitgliedstaaten das Bestehen dieses Rechts als solches von keinerlei Vorbedingungen anhängig machen. Das wäre jedoch der Fall, würde man den Begriff <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0030" REF.END="QE0030"/>bezahlt<QUOT.END REF.START="QS0030" CODE="201C" ID="QE0030"/> in <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0031" REF.END="QE0031"/>bezahlter Jahresurlaub<QUOT.END REF.START="QS0031" CODE="201C" ID="QE0031"/> dahin auslegen, dass ein niedrigeres Entgelt bezahlt werden dürfte, je nachdem, ob ein Arbeitnehmer dieses Recht ausübt, während er (teilweise oder vollständig) arbeitsunfähig ist, oder zu einem anderen Zeitpunkt. Mit anderen Worten kann der <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0032" REF.END="QE0032"/>Wert<QUOT.END REF.START="QS0032" CODE="201C" ID="QE0032"/> des Anspruchs auf bezahlten Jahresurlaub nicht davon abhängen, wann dieser angetreten wird.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0032"><NO.P>32.</NO.P><TXT>Im Urteil Hein hat der Gerichtshof über einen Sachverhalt befunden, in dem ein Arbeitnehmer nicht den Lohn erhielt, der dem normalen Lohn entsprach, den er während tatsächlichen Arbeitszeiten erhielt. Da dies im Rahmen eines Tarifvertrags erfolgte ließ sich argumentieren, dass ein niedrigeres Entgelt während des Jahresurlaubs durch andere sich aus dem Tarifvertrag ergebende Vorteile ausgeglichen würde<NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0031"><P>Dies wurde umfassend von der Beklagten und der deutschen Regierung angeführt, vgl. Schlussanträge des Generalanwalts Bobek in der Rechtssache <REF.DOC.ECR><NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:666">EU:C:2018:666</NO.ECLI>, Nr. <REF.NP.ECR REF="NP0055">55</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), sowie Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0038">38</REF.NP.ECR> bis <REF.NP.ECR REF="NP0040">40</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Der Gerichtshof wies dieses Argument zurück. Er stellte fest, dass dies das Recht auf bezahlten Jahresurlaub beeinträchtige, <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0033" REF.END="QE0033"/>wozu als integraler Bestandteil das Recht des Arbeitnehmers gehört, während des ihm für<?PAGE NO="9"?> Erholung und Entspannung zur Verfügung stehenden Zeitraums in den Genuss wirtschaftlicher Bedingungen zu kommen, die mit denen vergleichbar sind, die die Ausübung seiner Arbeit betreffen<QUOT.END REF.START="QS0033" CODE="201C" ID="QE0033"/><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0032"><P>Urteil vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181213">13. Dezember 2018</DATE>, <NAME.CASE>Hein</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑385/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:1018">EU:C:2018:1018</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0043">43</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0033"><NO.P>33.</NO.P><TXT>Es gibt keinen triftigen Grund, warum die Beurteilung im Fall von Krankheitsurlaub anders ausfallen sollte, in dem keine solchen Faktoren vorliegen, die die negativen Auswirkungen einer Reduzierung des Entgelts während des in Art. 7 Abs. 1 Richtlinie 2003/88 gewährleisteten Jahresmindesturlaubs ausgleichen könnten.</TXT></NP.ECR><NP.ECR IDENTIFIER="NP0034"><NO.P>34.</NO.P><TXT>In Fällen, die den ersten Strang der oben angeführten Rechtsprechung des Gerichtshofs zur Dauer des bezahlten Jahresurlaubs betreffen, hat der Gerichtshof entschieden, dass <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0034" REF.END="QE0034"/>Arbeitnehmer, die wegen einer Krankschreibung während des Bezugszeitraums der Arbeit ferngeblieben sind, und solche, die während dieses Zeitraums tatsächlich gearbeitet haben, somit gleichgestellt [sind]<QUOT.END REF.START="QS0034" CODE="201C" ID="QE0034"/><NOTE TYPE="FOOTNOTE" NUMBERING="ARAB" NUMBERING.CONTINUED="YES" NOTE.ID="E0033"><P>Urteile vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20181004">4. Oktober 2018</DATE>, <NAME.CASE>Dicu</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑12/17</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2018:799">EU:C:2018:799</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0029">29</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>), und vom <REF.DOC.ECR><DATE ISO="20200625">25. Juni 2020</DATE>, <NAME.CASE>Varhoven kasatsionen sad na Republika Bulgaria und Iccrea Banca</NAME.CASE> (<NO.CASE>C‑762/18 und C‑37/19</NO.CASE>, <NO.ECLI ECLI="ECLI:EU:C:2020:504">EU:C:2020:504</NO.ECLI>, Rn. <REF.NP.ECR REF="NP0060">60</REF.NP.ECR></REF.DOC.ECR>).</P></NOTE>. Da die Richtlinie 2003/88 das Recht auf Jahresurlaub und die Bezahlung aus diesem Grund als zwei Aspekte eines einzigen Rechts behandelt, fehlt es an einer Grundlage für die Unterscheidung zwischen dem Anspruch und der Bezahlung, wenn es darum geht, Arbeitnehmer, die wegen Krankheitsurlaub der Arbeit fernbleiben, genauso zu behandeln wie diejenigen, die in diesem Zeitraum tatsächlich gearbeitet haben. Es kann daher weder einen Unterschied machen, ob der Arbeitnehmer zu dem Zeitpunkt, zu dem er seinen bezahlten Jahresurlaub antritt, vollständig oder teilweise arbeitsunfähig ist, noch kann ein <HT TYPE="ITALIC">Pro-rata</HT>-Ansatz auf das während Zeiträumen bezahlten Jahresurlaubs zu zahlende Entgelt in Abhängigkeit davon angewandt werden, ob ein Arbeitnehmer vollständig oder teilweise arbeitsunfähig ist.</TXT></NP.ECR></GR.SEQ><GR.SEQ LEVEL="1"><TITLE><TI><NP><NO.P><HT TYPE="BOLD">VI.</HT></NO.P><TXT><HT TYPE="BOLD">Ergebnis</HT></TXT></NP></TI></TITLE><NP.ECR IDENTIFIER="NP0035"><NO.P>35.</NO.P><TXT>Nach alledem schlage ich dem Gerichtshof daher vor, die Vorlagefragen der Rechtbank Overijssel, Zittingsplaats Zwolle (Bezirksgericht, Overijssel, Sitzungsort Zwolle, Niederlande) wie folgt zu beantworten:</TXT><P>Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom <DATE ISO="20031104">4. November 2003</DATE> über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung ist dahin auszulegen, dass er nationalen Rechtsvorschriften und Gepflogenheiten wie den im Ausgangsverfahren in Rede stehenden entgegensteht, nach denen die Höhe des Entgelts eines Arbeitnehmers während seines bezahlten Jahresurlaubs, den er antritt, während er (vollständig oder teilweise) arbeitsunfähig ist, auf die Höhe des Entgelts herabgesetzt wird, das er während einer solchen (vollständigen oder teilweisen) Arbeitsunfähigkeit erhalten würde.</P></NP.ECR></GR.SEQ></CONTENTS.CONCLUSION></CONCLUSION>