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<DATE ISO="20091126">20091126</DATE>
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="UC">Richtlinie</HT> 2009/145/EG <HT TYPE="UC">der Kommission</HT></P><P>vom <DATE ISO="20091126">26. November 2009</DATE></P><P>mit Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Gemüselandsorten und anderen Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, sowie von Gemüsesorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden, sowie für das Inverkehrbringen von Saatgut dieser Landsorten und anderen Sorten</P><P>(Text von Bedeutung für den EWR)</P></TI></TITLE></BIB.DATA>
<GR.MOD.ACT><MOD.ACT EXISTS="YES" LEG.VAL="DIR" TYPE="MOD">
<BIB.DATA><BIB.INSTANCE.CONS><DOCUMENT.REF.CONS><COLL>L</COLL>
<NO.OJ>213</NO.OJ>
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<NO.DOC FORMAT="YN" TYPE="OJ"><NO.CURRENT>45</NO.CURRENT>
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<NO.CELEX>32013L0045</NO.CELEX>
<DATE ISO="20130807">20130807</DATE>
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="UC">Durchführungsrichtlinie</HT> 2013/45/EU <HT TYPE="UC">der Kommission</HT></P><P>vom <DATE ISO="20130807">7. August 2013</DATE></P><P>zur Änderung der Richtlinien 2002/55/EG und 2008/72/EG des Rates sowie der Richtlinie 2009/145/EG der Kommission hinsichtlich der botanischen Bezeichnung für Tomate/Paradeiser</P><P>(Text von Bedeutung für den EWR)</P></TI></TITLE></BIB.DATA></MOD.ACT></GR.MOD.ACT></FAM.COMP><?PAGE NO='2'?>
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="UC">Richtlinie</HT> 2009/145/EG <HT TYPE="UC">der Kommission</HT></P><P>vom <DATE ISO="20091126">26. November 2009</DATE></P><P>mit Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Gemüselandsorten und anderen Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, sowie von Gemüsesorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden, sowie für das Inverkehrbringen von Saatgut dieser Landsorten und anderen Sorten</P><P>(Text von Bedeutung für den EWR)</P></TI></TITLE>
<PREAMBLE><PREAMBLE.INIT>DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —</PREAMBLE.INIT>
<GR.VISA><VISA>gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,</VISA>
<VISA>gestützt auf die Richtlinie 2002/55/EG des Rates vom <DATE ISO="20020613">13. Juni 2002</DATE> über den Verkehr mit Gemüsesaatgut<NOTE NOTE.ID="E0001" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20020720" NO.OJ="193" PAGE.FIRST="33">ABl. L 193 vom 20.7.2002, S. 33</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE>, insbesondere auf Artikel 4 Absatz 4, Artikel 44 Absatz 2 und Artikel 48 Absatz 1 Buchstabe b,</VISA></GR.VISA>
<GR.CONSID><GR.CONSID.INIT>in Erwägung nachstehender Gründe:</GR.CONSID.INIT>
<CONSID><NP>
<NO.P>(1)</NO.P><TXT>Die Aspekte Biodiversität und Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wie verschiedene Entwicklungen auf internationaler und auf Gemeinschaftsebene zeigen. Als Beispiele seien genannt: der Beschluss 93/626/EWG des Rates vom <DATE ISO="19931025">25. Oktober 1993</DATE> über den Abschluss des Übereinkommens über die biologische Vielfalt<NOTE NOTE.ID="E0002" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="19931213" NO.OJ="309" PAGE.FIRST="1">ABl. L 309 vom 13.12.1993, S. 1</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE>, der Beschluss 2004/869/EG des Rates vom <DATE ISO="20040224">24. Februar 2004</DATE> über den Abschluss des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft im Namen der Europäischen Gemeinschaft<NOTE NOTE.ID="E0003" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20041223" NO.OJ="378" PAGE.FIRST="1">ABl. L 378 vom 23.12.2004, S. 1</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE>, die Verordnung (EG) Nr. 870/2004 des Rates vom <DATE ISO="20040424">24. April 2004</DATE> über ein Gemeinschaftsprogramm zur Erhaltung, Charakterisierung, Sammlung und Nutzung genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1467/94<NOTE NOTE.ID="E0004" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20040430" NO.OJ="162" PAGE.FIRST="18">ABl. L 162 vom 30.4.2004, S. 18</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE> und die Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates vom <DATE ISO="20050920">20. September 2005</DATE> über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)<NOTE NOTE.ID="E0005" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20051021" NO.OJ="277" PAGE.FIRST="1">ABl. L 277 vom 21.10.2005, S. 1</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE>. Im Rahmen der Richtlinie 2002/55/EG sollten besondere Bedingungen festgelegt werden, um diesen Fragen hinsichtlich des Verkehrs mit Gemüsesaatgut Rechnung zu tragen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(2)</NO.P><TXT>Zur Gewährleistung der In-situ-Erhaltung und der nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen sollten Landsorten und andere Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind (Erhaltungssorten), angebaut und in Verkehr gebracht werden, selbst wenn sie nicht die allgemeinen Anforderungen an die Zulassung von Sorten und das Inverkehrbringen von Saatgut erfüllen. Neben dem allgemeinen Ziel des Schutzes pflanzengenetischer Ressourcen liegt das besondere Interesse an der Erhaltung dieser Sorten in der Tatsache, dass sie an besondere örtliche Bedingungen hervorragend angepasst sind.</TXT></NP></CONSID>
<?PAGE NO='3'?>
<CONSID><NP>
<NO.P>(3)</NO.P><TXT>Im Hinblick auf die nachhaltige Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen sollten Sorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden (für den Anbau zu kommerziellen Zwecken gezüchtete Sorten), angebaut und in Verkehr gebracht werden, selbst wenn sie nicht die allgemeinen Anforderungen an die Zulassung von Sorten und das Inverkehrbringen von Saatgut erfüllen. Neben dem allgemeinen Ziel des Schutzes pflanzengenetischer Ressourcen liegt das besondere Interesse an der Erhaltung dieser Sorten in der Tatsache, dass sie für den Anbau unter besonderen klimatischen, pedologischen oder agrotechnischen Bedingungen (z. B. Pflege von Hand, Mehrfachernte) geeignet sind.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(4)</NO.P><TXT>Zur Erhaltung von Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten ist es notwendig, Ausnahmeregelungen für die Zulassung dieser Sorten sowie für die Erzeugung und das Inverkehrbringen von Saatgut dieser Sorten vorzusehen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(5)</NO.P><TXT>Diese Ausnahmen sollten sich auf die grundlegenden Anforderungen für die Zulassung einer Sorte und die formalen Anforderungen gemäß der Richtlinie 2003/91/EG der Kommission vom <DATE ISO="20031006">6. Oktober 2003</DATE> mit Durchführungsbestimmungen zu Artikel 7 der Richtlinie 2002/55/EG des Rates hinsichtlich der Merkmale, auf welche sich die Prüfungen mindestens zu erstrecken haben, und der Mindestanforderungen für die Prüfung bestimmter Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten<NOTE NOTE.ID="E0006" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20031008" NO.OJ="254" PAGE.FIRST="11">ABl. L 254 vom 8.10.2003, S. 11</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE> beziehen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(6)</NO.P><TXT>Den Mitgliedstaaten sollte es insbesondere erlaubt sein, eigene Vorschriften in Bezug auf Unterscheidbarkeit, Beständigkeit und Homogenität zu erlassen. Diese Vorschriften sollten sich — hinsichtlich der Unterscheidbarkeit und Beständigkeit — mindestens auf die Merkmale stützen, die in dem vom Antragsteller in Verbindung mit dem Antrag auf die Zulassung der Sorte gemäß den Anhängen I und II der Richtlinie 2003/91/EG auszufüllenden technischen Fragebogen enthalten sind. Bei der Feststellung der Homogenität anhand von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0001" REF.END="QE0001"/>Abweichern<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0001" REF.START="QS0001"/> (Off-Types) sollten sich die Vorschriften auf festgelegte Normen stützen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(7)</NO.P><TXT>Es sollten formale Anforderungen festgelegt werden, unter denen eine Erhaltungssorte oder eine für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorte ohne amtliche Prüfung zugelassen werden kann. Zudem ist es notwendig, hinsichtlich der Bezeichnung dieser Sorten gewisse Abweichungen von den Anforderungen der Richtlinie 2002/55/EG und der Verordnung (EG) Nr. 637/2009 der Kommission vom <DATE ISO="20090722">22. Juli 2009</DATE> mit Durchführungsbestimmungen über die Eignung von Sortenbezeichnungen für landwirtschaftliche Pflanzenarten und für Gemüsearten<NOTE NOTE.ID="E0007" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="20090723" NO.OJ="191" PAGE.FIRST="10">ABl. L 191 vom 23.7.2009, S. 10</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE> vorzusehen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(8)</NO.P><TXT>Für Erhaltungssorten sollten Beschränkungen für die Erzeugung und das Inverkehrbringen von Saatgut vorgesehen werden, insbesondere hinsichtlich der Ursprungsregion, damit sichergestellt ist, dass das Inverkehrbringen von Saatgut im Zusammenhang mit In-situ-Erhaltung und der nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen erfolgt. In diesem Zusammenhang sollten die<?PAGE NO='4'?> Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben, zusätzliche Regionen zuzulassen, in denen höhere Mengen von Saatgut als zur Erhaltung der betreffenden Sorte in der Ursprungsregion erforderlich in Verkehr gebracht werden dürfen, sofern diese zusätzlichen Regionen hinsichtlich der natürlichen und naturnahen Lebensräume vergleichbar sind. Um die Verbindung zur Ursprungsregion aufrechtzuerhalten, sollte dies nicht gelten, wenn ein Mitgliedstaat zusätzliche Erzeugungsregionen zugelassen hat.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(9)</NO.P><TXT>Für das Inverkehrbringen der einzelnen Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten sollten mengenmäßige Beschränkungen festgelegt werden.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(10)</NO.P><TXT>Im Fall der Erhaltungssorten sollten die von jeder Sorte in Verkehr gebrachten Saatgutmengen die Menge nicht überschreiten, die zur Erzeugung von Gemüse der betroffenen Sorte auf einer entsprechend der Bedeutung des Anbaus der betreffenden Sorte festgelegten begrenzten Fläche erforderlich ist. Um sicherzustellen, dass diese Mengen eingehalten werden, sollten die Mitgliedstaaten die Erzeuger dazu verpflichten, die Mengen der Erhaltungssorten, die sie erzeugen wollen, zu melden, und den Erzeugern gegebenenfalls Mengen zuweisen.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(11)</NO.P><TXT>Im Fall von zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten sollte die Menge durch die Vorschrift beschränkt werden, dass Saatgut in kleinen Packungen in Verkehr zu bringen ist, sodass die relativ hohen Kosten des in kleinen Packungen verkauften Saatguts eine mengenmäßige Beschränkung bewirken.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(12)</NO.P><TXT>Bei Erhaltungssorten und zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten sollte die Rückverfolgbarkeit durch entsprechende Verschluss- und Kennzeichnungsanforderungen sichergestellt werden.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(13)</NO.P><TXT>Damit gewährleistet ist, dass diese Richtlinie ordnungsgemäß angewandt wird, sollten Saatgutbestände von Erhaltungssorten und zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten spezifische Bedingungen hinsichtlich der Zertifizierung und Kontrolle von Saatgut erfüllen. Das Saatgut sollte amtlich nachkontrolliert werden. Alle Stufen der Erzeugung und des Inverkehrbringens sollten amtlich überwacht werden. Die Mengen des in den Verkehr gebrachten Saatguts von Erhaltungssorten sollten von den Lieferanten an die Mitgliedstaaten und von den Mitgliedstaaten an die Kommission gemeldet werden.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(14)</NO.P><TXT>Nach drei Jahren sollte die Kommission prüfen, ob die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen, insbesondere die Bestimmungen über mengenmäßige Beschränkungen für das Inverkehrbringen von Saatgut von Erhaltungssorten und zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten, wirksam sind.</TXT></NP></CONSID>
<CONSID><NP>
<NO.P>(15)</NO.P><TXT>Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen —</TXT></NP></CONSID></GR.CONSID>
<?PAGE NO='5'?>
<PREAMBLE.FINAL>HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:</PREAMBLE.FINAL></PREAMBLE>
<ENACTING.TERMS><DIVISION>
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="ITALIC">KAPITEL I</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Gegenstand und Begriffsbestimmungen</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="001"><TI.ART>Artikel 1</TI.ART>
<STI.ART>Gegenstand</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="001.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA><P>Mit dieser Richtlinie werden für die von der Richtlinie 2002/55/EG abgedeckten Gemüsearten gewisse Ausnahmeregelungen in Bezug auf die In-situ-Erhaltung und nachhaltige Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen durch Anbau und Inverkehrbringen festgelegt, und zwar:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>für die Zulassung zur Aufnahme von Landsorten und anderen Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, nachstehend <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0002" REF.END="QE0002"/>Erhaltungssorten<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0002" REF.START="QS0002"/>, in die nationalen Sortenkataloge für Gemüsearten gemäß der Richtlinie 2002/55/EG und</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>für die Zulassung zur Aufnahme von Sorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden, nachstehend <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0003" REF.END="QE0003"/>für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0003" REF.START="QS0003"/> in die unter Buchstabe a genannten Kataloge und</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>für das Inverkehrbringen von Saatgut solcher Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="001.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Sofern in dieser Richtlinie nicht anders bestimmt, gilt die Richtlinie 2002/55/EG.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="002"><TI.ART>Artikel 2</TI.ART>
<STI.ART>Begriffsbestimmungen</STI.ART>
<ALINEA><P>Für die Zwecke dieser Richtlinie gelten folgende Begriffsbestimmungen:</P><DLIST SEPARATOR=":"><DLIST.ITEM>
<PREFIX>a)</PREFIX>
<TERM><QUOT.START CODE="201E" ID="QS0004" REF.END="QE0004"/>In-situ-Erhaltung<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0004" REF.START="QS0004"/></TERM><DEFINITION>die Erhaltung von genetischem Material in seiner natürlichen Umgebung und — im Falle von Kulturpflanzenarten — in der landwirtschaftlich genutzten Umgebung, in der sie ihre besonderen Eigenschaften entwickelt haben;</DEFINITION></DLIST.ITEM>
<DLIST.ITEM><PREFIX>b)</PREFIX>
<TERM><QUOT.START CODE="201E" ID="QS0005" REF.END="QE0005"/>genetische Erosion<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0005" REF.START="QS0005"/></TERM><DEFINITION>allmählicher Verlust der genetischen Vielfalt zwischen und innerhalb von Populationen oder Sorten derselben Arten oder Einschränkung der genetischen Grundlage einer Art aufgrund menschlichen Eingreifens oder von Veränderungen der Umwelt;</DEFINITION></DLIST.ITEM>
<DLIST.ITEM><PREFIX>c)</PREFIX>
<TERM><QUOT.START CODE="201E" ID="QS0006" REF.END="QE0006"/>Landsorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0006" REF.START="QS0006"/></TERM><DEFINITION>eine Reihe von Populationen oder Klonen einer Pflanzenart, die an die natürlichen Umweltbedingungen ihrer Region angepasst sind.</DEFINITION></DLIST.ITEM></DLIST></ALINEA></ARTICLE></DIVISION>
<?PAGE NO='6'?>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="ITALIC">KAPITEL II</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Erhaltungssorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="EXPANDED">Abschnitt I</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="EXPANDED">Zulassung von Erhaltungssorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="003"><TI.ART>Artikel 3</TI.ART>
<STI.ART>Erhaltungssorten</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="003.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten können Erhaltungssorten zulassen, sofern sie die in den Artikeln 4 und 5 genannten Anforderungen erfüllen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="003.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA><P>Erhaltungssorten werden wie folgt zugelassen:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Die Mitgliedstaaten können eine Sorte als eine Sorte, deren Saatgut entweder als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0007" REF.END="QE0007"/>zertifiziertes Saatgut einer Erhaltungssorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0007" REF.START="QS0007"/> zertifiziert oder als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0008" REF.END="QE0008"/>Standardsaatgut einer Erhaltungssorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0008" REF.START="QS0008"/> kontrolliert ist, zulassen. Eine solche Sorte wird in den gemeinsamen Sortenkatalog für Gemüsearten eingetragen als eine <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0009" REF.END="QE0009"/>Erhaltungssorte, deren Saatgut gemäß Artikel 10 der Richtlinie 2009/145/EG der Kommission zertifiziert oder gemäß Artikel 11 der genannten Richtlinie kontrolliert wird<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0009" REF.START="QS0009"/>.</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>Die Mitgliedstaaten können eine Sorte als eine Sorte, deren Saatgut nur als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0010" REF.END="QE0010"/>Standardsaatgut einer Erhaltungssorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0010" REF.START="QS0010"/> kontrolliert werden kann, zulassen. Eine solche Sorte wird in dem gemeinsamen Sortenkatalog für Gemüsearten eingetragen als eine <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0011" REF.END="QE0011"/>Erhaltungssorte, deren Saatgut gemäß Artikel 11 der Richtlinie 2009/145/EG der Kommission kontrolliert wird<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0011" REF.START="QS0011"/>.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="004"><TI.ART>Artikel 4</TI.ART>
<STI.ART>Grundlegende Anforderungen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="004.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Damit eine Landsorte oder andere Sorte gemäß Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a als Erhaltungssorte zugelassen werden kann, muss sie hinsichtlich der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen von Interesse sein.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="004.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Abweichend von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie 2003/91/EG können die Mitgliedstaaten eigene Vorschriften in Bezug auf Unterscheidbarkeit, Beständigkeit und Homogenität der Erhaltungssorten erlassen.</ALINEA>
<ALINEA><P>In diesen Fällen gewährleisten die Mitgliedstaaten, dass — hinsichtlich der Unterscheidbarkeit und Beständigkeit — mindestens die in den folgenden Unterlagen genannten Merkmale gelten:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>technische Fragebögen zu den in Anhang I der Richtlinie 2003/91/EG für die jeweiligen Arten aufgeführten Testprotokollen des Gemeinschaftlichen Sortenamts (CPVO) oder</TXT></NP></ITEM>
<?PAGE NO='7'?>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>technische Fragebögen zu den in Anhang II der Richtlinie 2003/91/EG für die jeweiligen Arten aufgeführten Richtlinien des Internationalen Verbands zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV).</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA>
<ALINEA>Für die Beurteilung der Homogenität gilt die Richtlinie 2003/91/EG.</ALINEA>
<ALINEA>Wird jedoch das Homogenitätsniveau auf der Grundlage von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0012" REF.END="QE0012"/>Abweichern<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0012" REF.START="QS0012"/> (Off-Types) ermittelt, so gilt ein Populationsstandard von 10 % und eine Akzeptanzwahrscheinlichkeit von mindestens 90 %.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="005"><TI.ART>Artikel 5</TI.ART>
<STI.ART>Formale Anforderungen</STI.ART>
<ALINEA><P>Abweichend von Artikel 7 Absatz 1 erster Satz der Richtlinie 2002/55/EG wird keine amtliche Prüfung verlangt, wenn die folgenden Informationen für eine Entscheidung über die Zulassung der Erhaltungssorten ausreichen:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Beschreibung der Erhaltungssorte und ihre Bezeichnung;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>Ergebnisse nichtamtlicher Prüfungen;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>Erkenntnisse, die aufgrund praktischer Erfahrungen bei Anbau, Vermehrung und Nutzung gewonnen wurden, wie sie dem betreffenden Mitgliedstaat vom Antragsteller mitgeteilt wurden;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>d)</NO.P><TXT>sonstige Informationen, insbesondere von Seiten der für pflanzengenetische Ressourcen zuständigen Behörden oder anderer einschlägiger von den Mitgliedstaaten anerkannter Organisationen.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="006"><TI.ART>Artikel 6</TI.ART>
<STI.ART>Zulassungsausschluss</STI.ART>
<ALINEA><P>Eine Erhaltungssorte wird nicht zur Aufnahme in die nationalen Sortenkataloge zugelassen, wenn sie</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>bereits im gemeinsamen Sortenkatalog für Gemüsearten als eine andere als eine Erhaltungssorte aufgeführt ist oder aus diesem gemeinsamen Katalog innerhalb der letzten beiden Jahre gestrichen wurde oder die Frist gemäß Artikel 15 Absatz 2 der Richtlinie 2002/55/EG weniger als zwei Jahre zuvor ablief oder</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>durch ein gemeinschaftliches Sortenschutzrecht gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2100/94 des Rates<NOTE NOTE.ID="E0008" NUMBERING="ARAB" TYPE="FOOTNOTE"><P><REF.DOC.OJ COLL="L" DATE.PUB="19940901" NO.OJ="227" PAGE.FIRST="1">ABl. L 227 vom 1.9.1994, S. 1</REF.DOC.OJ>.</P></NOTE> oder durch ein nationales Sortenschutzrecht geschützt ist oder ein entsprechender Antrag gestellt wurde.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="007"><TI.ART>Artikel 7</TI.ART>
<STI.ART>Bezeichnung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="007.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Hinsichtlich der Bezeichnungen von Erhaltungssorten, die vor dem <DATE ISO="20000525">25. Mai 2000</DATE> bekannt waren, können die Mitgliedstaaten Abweichungen von der Verordnung (EG) Nr. 637/2009 erlauben, sofern solche Abweichungen ältere gemäß Artikel 2 der genannten Verordnung geschützte Rechte eines Dritten unangetastet lassen.</ALINEA></PARAG>
<?PAGE NO='8'?>
<PARAG IDENTIFIER="007.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Unbeschadet von Artikel 9 Absatz 2 der Richtlinie 2002/55/EG können die Mitgliedstaaten mehr als eine Bezeichnung für eine Sorte zulassen, wenn die betreffenden Bezeichnungen traditionell bekannt sind.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="008"><TI.ART>Artikel 8</TI.ART>
<STI.ART>Ursprungsregion</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="008.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Wenn ein Mitgliedstaat eine Erhaltungssorte zulässt, ermittelt er den Ort bzw. die Orte, an dem bzw. an denen, oder die Region bzw. die Regionen, in der bzw. in denen diese Sorte traditionell angebaut wird und an deren natürliche Gegebenheiten sie angepasst ist (im Folgenden <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0013" REF.END="QE0013"/>Ursprungsregion<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0013" REF.START="QS0013"/>). Hierbei berücksichtigt er Informationen von Seiten der für pflanzengenetische Ressourcen zuständigen Behörden oder anderer einschlägiger von den Mitgliedstaaten anerkannter Organisationen.</ALINEA>
<ALINEA>Wenn die Ursprungsregion in mehr als einem Mitgliedstaat liegt, ist sie von allen betroffenen Mitgliedstaaten im gegenseitigen Einvernehmen zu ermitteln.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="008.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Der Mitgliedstaat bzw. die Mitgliedstaaten, der/die die Ermittlung der Ursprungsregion vornimmt/vornehmen, meldet/melden der Kommission die betreffende Region.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="009"><TI.ART>Artikel 9</TI.ART>
<STI.ART>Sicherung des Fortbestands</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass die Erhaltungszüchtung einer Erhaltungssorte in ihrer Ursprungsregion gesichert wird.</ALINEA></ARTICLE></DIVISION>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="EXPANDED">Abschnitt II</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="EXPANDED">Saatguterzeugung und Inverkehrbringen von Erhaltungssorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="010"><TI.ART>Artikel 10</TI.ART>
<STI.ART>Zertifizierung</STI.ART>
<ALINEA><P>Abweichend von Artikel 20 der Richtlinie 2002/55/EG können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass Saatgut einer Erhaltungssorte als zertifiziertes Saatgut einer Erhaltungssorte zertifiziert wird, sofern es folgende Anforderungen erfüllt:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Das Saatgut stammt von Saatgut ab, das nach den Regeln systematischer Erhaltungszüchtung erzeugt wurde;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>das Saatgut erfüllt die Zertifizierungsanforderungen für <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0014" REF.END="QE0014"/>zertifiziertes Saatgut<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0014" REF.START="QS0014"/> gemäß Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe d der Richtlinie 2002/55/EG, mit Ausnahme der Anforderungen an die Mindestsortenreinheit und der Anforderungen an die amtliche Prüfung bzw. amtlich überwachte Prüfung;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>das Saatgut weist eine ausreichende Sortenreinheit auf.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<?PAGE NO='9'?>
<ARTICLE IDENTIFIER="011"><TI.ART>Artikel 11</TI.ART>
<STI.ART>Kontrolle</STI.ART>
<ALINEA><P>Abweichend von Artikel 20 der Richtlinie 2002/55/EG können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass Saatgut einer Erhaltungssorte als Standardsaatgut einer Erhaltungssorte kontrolliert werden kann, sofern es folgende Anforderungen erfüllt:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Das Saatgut erfüllt die Anforderungen an das Inverkehrbringen von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0015" REF.END="QE0015"/>Standardsaatgut<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0015" REF.START="QS0015"/> gemäß der Richtlinie 2002/55/EG mit Ausnahme der Anforderungen an die Mindestsortenreinheit;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>das Saatgut weist eine ausreichende Sortenreinheit auf.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="012"><TI.ART>Artikel 12</TI.ART>
<STI.ART>Saatgutprüfung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="012.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Prüfungen durchgeführt werden, um zu kontrollieren, ob das Saatgut von Erhaltungssorten die Anforderungen gemäß den Artikeln 10 und 11 erfüllt.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="012.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die in Absatz 1 genannten Prüfungen werden nach international üblichen Methoden bzw., sofern solche nicht existieren, nach anderweitigen geeigneten Methoden durchgeführt.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="012.003"><NO.PARAG>(3)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Proben für die in Absatz 1 genannten Prüfungen aus homogenen Partien gezogen werden. Dabei sorgen sie dafür, dass die Vorschriften zum Partiegewicht und zum Probengewicht gemäß Artikel 25 Absatz 2 der Richtlinie 2002/55/EG angewandt werden.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="013"><TI.ART>Artikel 13</TI.ART>
<STI.ART>Region der Saatguterzeugung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="013.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass das Saatgut einer Erhaltungssorte nur in der Ursprungsregion erzeugt wird.</ALINEA>
<ALINEA>Kann das Saatgut in dieser Region aufgrund eines speziellen Umweltproblems nicht erzeugt werden, können die Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung der Informationen von Seiten der für pflanzengenetische Ressourcen zuständigen Behörden oder anderer einschlägiger von den Mitgliedstaaten anerkannter Organisationen zusätzliche Regionen für die Saatguterzeugung zulassen. Gleichwohl darf das in diesen zusätzlichen Regionen erzeugte Saatgut nur in der Ursprungsregion verwendet werden.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="013.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten melden der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten die zusätzlichen Regionen, die sie gemäß Absatz 1 für die Saatguterzeugung zulassen wollen.</ALINEA>
<ALINEA>Die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten können innerhalb von 20 Arbeitstagen nach Erhalt dieser Meldungen beantragen, dass der Ständige Ausschuss für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und<?PAGE NO='10'?> forstliche Saat- und Pflanzgutwesen mit der Angelegenheit befasst wird. Gemäß Artikel 48 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2002/55/EG wird eine Entscheidung erlassen, in der ggf. Beschränkungen oder Bedingungen für die Benennung solcher Regionen festgelegt werden.</ALINEA>
<ALINEA>Wenn weder die Kommission noch andere Mitgliedstaaten einen Antrag gemäß dem zweiten Unterabsatz stellen, kann der betreffende Mitgliedstaat die von ihm gemeldeten zusätzlichen Regionen für die Saatguterzeugung zulassen.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="014"><TI.ART>Artikel 14</TI.ART>
<STI.ART>Bedingungen für das Inverkehrbringen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="014.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA><P>Die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass das Saatgut einer Erhaltungssorte nur unter folgenden Bedingungen in Verkehr gebracht werden darf:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Es wurde in seiner Ursprungsregion oder in einer Region gemäß Artikel 13 erzeugt;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>das Inverkehrbringen erfolgt in seiner Ursprungsregion.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="014.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Abweichend von Absatz 1 Buchstabe b kann ein Mitgliedstaat zusätzliche Regionen in seinem eigenen Hoheitsgebiet für das Inverkehrbringen von Saatgut einer Erhaltungssorte zulassen, sofern diese Regionen mit der Ursprungsregion hinsichtlich der natürlichen und naturnahen Lebensräume dieser Sorte vergleichbar sind.</ALINEA>
<ALINEA>Wenn die Mitgliedstaaten solche zusätzlichen Regionen zulassen, sorgen sie dafür, dass die zur Erzeugung der Mindestmenge von Saatgut gemäß Artikel 15 benötigte Menge für die Erhaltung der Sorte in der Ursprungsregion vorgehalten wird.</ALINEA>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten über die Zulassung solcher zusätzlicher Regionen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="014.003"><NO.PARAG>(3)</NO.PARAG>
<ALINEA>Wenn ein Mitgliedstaat zusätzliche Regionen für die Saatguterzeugung gemäß Artikel 13 zulässt, darf er die in Absatz 2 dieses Artikels vorgesehene Ausnahmeregelung nicht in Anspruch nehmen</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="015"><TI.ART>Artikel 15</TI.ART>
<STI.ART>Mengenmäßige Beschränkungen</STI.ART>
<ALINEA>Jeder Mitgliedstaat stellt sicher, dass die Menge des pro Jahr in Verkehr gebrachten Saatguts einer jeden Erhaltungssorte die Menge nicht übersteigt, die zur Erzeugung von Gemüse auf der in Anhang I für die entsprechenden Arten festgelegten Anzahl an Hektaren erforderlich ist.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="016"><TI.ART>Artikel 16</TI.ART>
<STI.ART>Anwendung der mengenmäßigen Beschränkungen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="016.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Erzeuger ihnen vor Beginn einer jeden Produktionsperiode die Größe und den Standort der Saatguterzeugungsfläche melden.</ALINEA></PARAG>
<?PAGE NO='11'?>
<PARAG IDENTIFIER="016.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Ist aufgrund der Meldungen gemäß Absatz 1 anzunehmen, dass die von den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 15 festgelegten Mengen überschritten werden, so teilen die Mitgliedstaaten den einzelnen Erzeugern die Menge zu, die sie in der jeweiligen Produktionsperiode in Verkehr bringen dürfen.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="017"><TI.ART>Artikel 17</TI.ART>
<STI.ART>Verschluss von Verpackungen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="017.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass das Saatgut von Erhaltungssorten nur in geschlossenen Verpackungen mit einem Verschluss in den Verkehr gebracht wird.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="017.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Saatgutpackungen werden vom Lieferanten so verschlossen, dass sie nicht geöffnet werden können, ohne dass das Verschlusssystem verletzt wird oder das Etikett des Lieferanten oder die Verpackung Spuren einer Manipulation zeigen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="017.003"><NO.PARAG>(3)</NO.PARAG>
<ALINEA>Zur Sicherung der Verschließung gemäß Absatz 2 umfasst das Verschlusssystem mindestens das Etikett oder die Anbringung einer Verschlusssicherung.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="018"><TI.ART>Artikel 18</TI.ART>
<STI.ART>Etikettierung</STI.ART>
<ALINEA><P>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass die Verpackungen oder Behältnisse für Saatgut von Erhaltungssorten ein Etikett des Lieferanten oder einen aufgedruckten oder aufgestempelten Vermerk mit folgenden Angaben tragen:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>den Wortlaut <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0016" REF.END="QE0016"/>Gemeinschaftsregeln und -normen<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0016" REF.START="QS0016"/>;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>Name und Anschrift oder Identifizierung der für das Anbringen des Etiketts verantwortlichen Person;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>Jahr der Verschließung, Angabe als: <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0017" REF.END="QE0017"/>verschlossen im Jahr …<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0017" REF.START="QS0017"/> (Jahr), oder das Jahr der letzten Probenahme zum Zweck der letzten Keimprüfung, Angabe als: <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0018" REF.END="QE0018"/>Probenahme im Jahr …<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0018" REF.START="QS0018"/> (Jahr);</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>d)</NO.P><TXT>Art;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>e)</NO.P><TXT>Bezeichnung der Erhaltungssorte;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>f)</NO.P><TXT>den Wortlaut <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0019" REF.END="QE0019"/>zertifiziertes Saatgut einer Erhaltungssorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0019" REF.START="QS0019"/> oder <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0020" REF.END="QE0020"/>Standardsaatgut einer Erhaltungssorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0020" REF.START="QS0020"/>;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>g)</NO.P><TXT>Ursprungsregion;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>h)</NO.P><TXT>wenn die Region der Saatguterzeugung nicht mit der Ursprungsregion übereinstimmt, Angabe der Region der Saatguterzeugung;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>i)</NO.P><TXT>die von der für das Anbringen des Etiketts verantwortlichen Person vergebene Partienummer;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>j)</NO.P><TXT>das angegebene Netto- oder Bruttogewicht oder die angegebene Zahl der Körner;</TXT></NP></ITEM>
<?PAGE NO='12'?>
<ITEM><NP>
<NO.P>k)</NO.P><TXT>bei Angabe des Gewichts und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmassen oder sonstigen festen Zusätzen: Art der chemischen Behandlung oder des Zusatzes sowie ungefähres Verhältnis zwischen dem Gewicht der Knäuel oder der reinen Körner und dem Gesamtgewicht.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="019"><TI.ART>Artikel 19</TI.ART>
<STI.ART>Amtliche Nachkontrollen</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass das nach dieser Richtlinie in Verkehr gebrachte Saatgut einer Erhaltungssorte durch amtliche Nachkontrollen anhand von Stichproben auf Sortenechtheit und Sortenreinheit überprüft wird.</ALINEA>
<ALINEA>Die amtlichen Nachkontrollen gemäß Absatz 1 werden nach den international üblichen Methoden bzw., sofern solche nicht existieren, nach anderweitigen geeigneten Methoden durchgeführt.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="020"><TI.ART>Artikel 20</TI.ART>
<STI.ART>Überwachung</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen durch amtliche Überwachung während der Erzeugung und des Inverkehrbringens sicher, dass das Saatgut diesem Kapitel entspricht, wobei sie der Sorte, den Orten der Saatguterzeugung und den Mengen besondere Aufmerksamkeit widmen.</ALINEA></ARTICLE></DIVISION></DIVISION>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="ITALIC">KAPITEL III</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="EXPANDED">Abschnitt I</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="EXPANDED">Zulassung von für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="021"><TI.ART>Artikel 21</TI.ART>
<STI.ART>Für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="021.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten können für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten gemäß den Anforderungen der Artikel 22 und 23 zulassen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="021.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten können eine für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorte als eine Sorte zulassen, deren Saatgut nur als <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0021" REF.END="QE0021"/>Standardsaatgut einer für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0021" REF.START="QS0021"/> kontrolliert werden kann. Eine solche Sorte ist in den gemeinsamen Sortenkatalog für Gemüsearten als eine <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0022" REF.END="QE0022"/>für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchtete Sorte, deren Saatgut gemäß Artikel 26 der Richtlinie 2009/145/EG der Kommission kontrolliert wird<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0022" REF.START="QS0022"/> eingetragen.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<?PAGE NO='13'?>
<ARTICLE IDENTIFIER="022"><TI.ART>Artikel 22</TI.ART>
<STI.ART>Grundlegende Anforderungen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="022.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Damit eine Sorte als für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gemäß Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b zugelassen werden kann, darf sie an sich keinen Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken haben, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden.</ALINEA>
<ALINEA>Eine Sorte gilt als für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorte, wenn sie zum Anbau unter besonderen agrotechnischen, klimatischen oder pedologischen Bedingungen gezüchtet wurde.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="022.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Abweichend von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie 2003/91/EG können die Mitgliedstaaten eigene Vorschriften in Bezug auf Unterscheidbarkeit, Beständigkeit und Homogenität von zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten erlassen.</ALINEA>
<ALINEA><P>In diesen Fällen gewährleisten die Mitgliedstaaten, dass hinsichtlich der Unterscheidbarkeit und Beständigkeit mindestens die in den folgenden Unterlagen genannten Merkmale gelten:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>technische Fragebögen zu den in Anhang I der Richtlinie 2003/91/EG für die jeweiligen Arten aufgeführten Testprotokollen des Gemeinschaftlichen Sortenamts (CPVO) oder</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>technische Fragebögen zu den in Anhang II der Richtlinie 2003/91/EG für die jeweiligen Arten aufgeführten Richtlinien des Internationalen Verbands zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV).</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA>
<ALINEA>Für die Beurteilung der Homogenität gilt die Richtlinie 2003/91/EG.</ALINEA>
<ALINEA>Wird jedoch das Homogenitätsniveau auf der Grundlage von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0023" REF.END="QE0023"/>Abweichern<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0023" REF.START="QS0023"/> (Off-Types) ermittelt, so gilt ein Populationsstandard von 10 % und eine Akzeptanzwahrscheinlichkeit von mindestens 90 %.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="023"><TI.ART>Artikel 23</TI.ART>
<STI.ART>Formale Anforderungen</STI.ART>
<ALINEA><P>Abweichend von Artikel 7 Absatz 1 erster Satz der Richtlinie 2002/55/EG wird keine amtliche Prüfung verlangt, wenn die folgenden Informationen für eine Entscheidung über die Zulassung der Erhaltungssorten ausreichen:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Beschreibung der für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorte und deren Benennung;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>Ergebnisse nichtamtlicher Prüfungen;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>Erkenntnisse, die aufgrund praktischer Erfahrungen bei Anbau, Vermehrung und Nutzung gewonnen wurden, wie sie dem betreffenden Mitgliedstaat vom Antragsteller mitgeteilt wurden;</TXT></NP></ITEM>
<?PAGE NO='14'?>
<ITEM><NP>
<NO.P>d)</NO.P><TXT>sonstige Informationen, insbesondere von Seiten der für pflanzengenetische Ressourcen zuständigen Behörden oder anderer einschlägiger von den Mitgliedstaaten anerkannter Organisationen.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="024"><TI.ART>Artikel 24</TI.ART>
<STI.ART>Zulassungsausschluss</STI.ART>
<ALINEA><P>Eine für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorte wird nicht zur Aufnahme in den nationalen Sortenkatalog zugelassen, wenn sie</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>bereits im gemeinsamen Sortenkatalog für Gemüsearten als andere Sorte als eine für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchtete Sorte aufgeführt ist oder aus diesem gemeinsamen Sortenkatalog der Gemüsearten innerhalb der letzten beiden Jahre gestrichen wurde oder wenn die Frist gemäß Artikel 15 Absatz 2 der Richtlinie 2002/55/EG weniger als zwei Jahre zuvor ablief oder</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>wenn sie durch ein gemeinschaftliches Sortenschutzrecht gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2100/94 oder durch ein nationales Sortenschutzrecht geschützt ist oder ein entsprechender Antrag gestellt wurde.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="025"><TI.ART>Artikel 25</TI.ART>
<STI.ART>Bezeichnung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="025.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Hinsichtlich der Bezeichnungen von zum Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten, die vor dem <DATE ISO="20000525">25. Mai 2000</DATE> bekannt waren, können die Mitgliedstaaten Abweichungen von der Verordnung (EG) Nr. 637/2009 erlauben, sofern solche Abweichungen ältere gemäß Artikel 2 der genannten Verordnung geschützte Rechte eines Dritten unangetastet lassen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="025.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Unbeschadet von Artikel 9 Absatz 2 der Richtlinie 2002/55/EG können die Mitgliedstaaten mehr als eine Bezeichnung für eine Sorte zulassen, wenn die betreffenden Bezeichnungen traditionell bekannt sind.</ALINEA></PARAG></ARTICLE></DIVISION>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="EXPANDED">Abschnitt II</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="EXPANDED">Inverkehrbringen von Saatgut von für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="026"><TI.ART>Artikel 26</TI.ART>
<STI.ART>Kontrolle</STI.ART>
<ALINEA><P>Abweichend von Artikel 20 der Richtlinie 2002/55/EG können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass Saatgut einer für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorte als Standardsaatgut einer für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorte kontrolliert werden kann, sofern es folgende Anforderungen erfüllt:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>Das Saatgut erfüllt die Anforderungen an das Inverkehrbringen von <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0024" REF.END="QE0024"/>Standardsaatgut<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0024" REF.START="QS0024"/> gemäß der Richtlinie 2002/55/EG mit Ausnahme der Anforderungen an die Mindestsortenreinheit;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>das Saatgut weist ausreichende Sortenreinheit auf.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<?PAGE NO='15'?>
<ARTICLE IDENTIFIER="027"><TI.ART>Artikel 27</TI.ART>
<STI.ART>Saatgutprüfung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="027.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Prüfungen durchgeführt werden, um zu kontrollieren, ob das Saatgut von für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorten die Anforderungen des Artikels 26 erfüllt.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="027.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die in Absatz 1 genannten Prüfungen sind nach den international üblichen Methoden bzw., sofern solche nicht existieren, nach anderweitigen geeigneten Methoden durchzuführen.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="028"><TI.ART>Artikel 28</TI.ART>
<STI.ART>Mengenmäßige Beschränkungen</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Saatgut von für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorten in kleinen Packungen in Verkehr gebracht wird, die das in Anhang II pro Art festgelegte Nettohöchstgewicht nicht überschreiten.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="029"><TI.ART>Artikel 29</TI.ART>
<STI.ART>Verschluss von Verpackungen</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="029.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Saatgut von für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorten nur in geschlossenen Verpackungen mit einem Verschluss in Verkehr gebracht wird.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="029.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Saatgutpackungen werden vom Lieferanten so verschlossen, dass sie nicht geöffnet werden können, ohne dass das Verschlusssystem verletzt wird oder das Etikett des Lieferanten oder die Verpackung Spuren einer Manipulation zeigen.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="029.003"><NO.PARAG>(3)</NO.PARAG>
<ALINEA>Zur Sicherung der Verschließung gemäß Absatz 2 umfasst das Verschlusssystem mindestens das Etikett oder die Anbringung einer Verschlusssicherung.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="030"><TI.ART>Artikel 30</TI.ART>
<STI.ART>Etikettierung</STI.ART>
<ALINEA><P>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Verpackungen von für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorten ein Etikett des Lieferanten oder einen aufgedruckten oder aufgestempelten Vermerk mit folgenden Angaben tragen:</P><LIST TYPE="alpha"><ITEM>
<NP><NO.P>a)</NO.P><TXT>den Wortlaut <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0025" REF.END="QE0025"/>Gemeinschaftsregeln und -normen<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0025" REF.START="QS0025"/>;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>b)</NO.P><TXT>Name und Anschrift oder Identifizierung der für das Anbringen des Etiketts verantwortlichen Person;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>c)</NO.P><TXT>Jahr der Verschließung, Angabe als: <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0026" REF.END="QE0026"/>verschlossen im Jahr …<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0026" REF.START="QS0026"/> (Jahr), oder das Jahr der letzten Probenahme zum Zweck der letzten Keimprüfung, Angabe als: <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0027" REF.END="QE0027"/>Probenahme im Jahr …<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0027" REF.START="QS0027"/> (Jahr);</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>d)</NO.P><TXT>Art;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>e)</NO.P><TXT>Bezeichnung der Sorte;</TXT></NP></ITEM>
<?PAGE NO='16'?>
<ITEM><NP>
<NO.P>f)</NO.P><TXT>den Wortlaut <QUOT.START CODE="201E" ID="QS0028" REF.END="QE0028"/>für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorte<QUOT.END CODE="201C" ID="QE0028" REF.START="QS0028"/>;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>g)</NO.P><TXT>die von der für das Anbringen des Etiketts verantwortlichen Person vergebene Partienummer;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>h)</NO.P><TXT>das angegebene Netto- oder Bruttogewicht oder die angegebene Zahl der Körner;</TXT></NP></ITEM>
<ITEM><NP>
<NO.P>i)</NO.P><TXT>bei Angabe des Gewichts und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmassen oder sonstigen festen Zusätzen: Art der chemischen Behandlung oder des Zusatzes sowie ungefähres Verhältnis zwischen dem Gewicht der Samenknäuel oder der reinen Körner und dem Gesamtgewicht.</TXT></NP></ITEM></LIST></ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="031"><TI.ART>Artikel 31</TI.ART>
<STI.ART>Amtliche Nachkontrollen</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass das Saatgut einer für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorte durch amtliche Nachkontrollen anhand von Stichproben auf Sortenechtheit und Sortenreinheit überprüft wird.</ALINEA>
<ALINEA>Die amtliche Nachkontrolle gemäß Absatz 1 wird nach den international üblichen Methoden bzw., sofern solche nicht existieren, nach anderweitigen geeigneten Methoden durchgeführt.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="032"><TI.ART>Artikel 32</TI.ART>
<STI.ART>Überwachung</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen durch amtliche Überwachung während der Erzeugung und des Inverkehrbringens sicher, dass das Saatgut diesem Kapitel entspricht, wobei sie der Sorte und den Mengen besondere Aufmerksamkeit widmen.</ALINEA></ARTICLE></DIVISION></DIVISION>
<DIVISION><TITLE>
<TI><P><HT TYPE="ITALIC">KAPITEL IV</HT></P></TI>
<STI><P><HT TYPE="BOLD"><HT TYPE="ITALIC">Allgemeine Bestimmungen und Schlussbestimmungen</HT></HT></P></STI></TITLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="033"><TI.ART>Artikel 33</TI.ART>
<STI.ART>Berichterstattung</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die in ihrem Hoheitsgebiet tätigen Lieferanten für jede Produktionsperiode über die jeweilige Menge des in Verkehr gebrachten Saatguts jeder Erhaltungssorte und jeder für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchteten Sorte Mitteilung machen.</ALINEA>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten machen auf Nachfrage der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten über die jeweilige Menge des in ihrem Hoheitsgebiet in Verkehr gebrachten Saatguts jeder für den Anbau unter bestimmten Bedingungen gezüchteten Sorte Mitteilung.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="034"><TI.ART>Artikel 34</TI.ART>
<STI.ART>Meldung der anerkannten, für pflanzengenetische Ressourcen zuständigen Organisationen</STI.ART>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten melden der Kommission die anerkannten Organisationen gemäß Artikel 5 Buchstabe d, Artikel 8 Absatz 1, Artikel 13 Absatz 1 und Artikel 23 Buchstabe d.</ALINEA></ARTICLE>
<?PAGE NO='17'?>
<ARTICLE IDENTIFIER="035"><TI.ART>Artikel 35</TI.ART>
<STI.ART>Bewertung</STI.ART>
<ALINEA>Bis zum <DATE ISO="20131231">31. Dezember 2013</DATE> bewertet die Kommission die Umsetzung dieser Richtlinie.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="036"><TI.ART>Artikel 36</TI.ART>
<STI.ART>Umsetzung</STI.ART>
<PARAG IDENTIFIER="036.001"><NO.PARAG>(1)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, um dieser Richtlinie spätestens am <DATE ISO="20101231">31. Dezember 2010</DATE> nachzukommen. Sie teilen der Kommission unverzüglich den Wortlaut dieser Rechtsvorschriften mit und fügen eine Tabelle der Entsprechungen zwischen der Richtlinie und diesen innerstaatlichen Rechtsvorschriften bei.</ALINEA>
<ALINEA>Bei Erlass dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.</ALINEA></PARAG>
<PARAG IDENTIFIER="036.002"><NO.PARAG>(2)</NO.PARAG>
<ALINEA>Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie in dem unter diese Richtlinie fallenden Rechtsbereich erlassen.</ALINEA></PARAG></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="037"><TI.ART>Artikel 37</TI.ART>
<STI.ART>Inkrafttreten</STI.ART>
<ALINEA>Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im <HT TYPE="ITALIC">Amtsblatt der Europäischen Union</HT> in Kraft.</ALINEA></ARTICLE>
<ARTICLE IDENTIFIER="038"><TI.ART>Artikel 38</TI.ART>
<STI.ART>Adressaten</STI.ART>
<ALINEA>Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.</ALINEA></ARTICLE></DIVISION></ENACTING.TERMS>
<?PAGE NO='18'?>
<CONS.ANNEX><TITLE>
<TI><P>ANHANG I</P></TI></TITLE>
<CONTENTS><TBL COLS="2" NO.SEQ="0001">
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="BOLD">Mengenmäßige Beschränkungen für das Inverkehrbringen von Saatgut von Erhaltungssorten gemäß Artikel 15</HT></P></TI></TITLE>
<CORPUS><ROW TYPE="HEADER">
<CELL COL="1" TYPE="HEADER">Botanische Bezeichnung</CELL>
<CELL COL="2" TYPE="HEADER">Höchstzahl der Hektare für die Erzeugung von Gemüse je Erhaltungssorte je Mitgliedstaat</CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Allium cepa</HT> L. — Cepa-Gruppe</P><P><HT TYPE="ITALIC">Brassica oleracea</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Brassica rapa</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Capsicum annuum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cichorium intybus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucumis melo</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucurbita maxima</HT> Duchesne</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cynara cardunculus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Daucus carota</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Lactuca sativa</HT> L.</P><P><?CLG.MDFO ID="O001001M001000" IDREF="C001001M001000" ACTION="REPLACED" LEVEL="TEXT" COMMAND="EXPLICIT" ACTIVE.DOC="32013L0045" ACTIVE.LOC="AR:3;PT:1" MOD.LEVEL="1"?><HT TYPE="ITALIC">Solanum lycopersicum</HT> L.<?CLG.MDFC ID="C001001M001000" IDREF="O001001M001000"?></P><P><HT TYPE="ITALIC">Phaseolus vulgaris</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Pisum sativum</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P><P><HT TYPE="ITALIC">Vicia faba</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">40</FT></CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Allium cepa</HT> L. — Aggregatum-Gruppe</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium porrum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium sativum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Beta vulgaris</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Citrullus lanatus</HT> (Thunb.) Matsum. et Nakai</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucumis sativus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucurbita pepo</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Foeniculum vulgare</HT> Mill.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Solanum melongena</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Spinacia oleracea</HT> L.</P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">20</FT></CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Allium fistulosum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium schoenoprasum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Anthriscus cerefolium</HT> (L.) Hoffm.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Apium graveolens</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Asparagus officinalis</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cichorium endivia</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Petroselinum crispum</HT> (Mill.) Nyman ex A. W. Hill</P><P><HT TYPE="ITALIC">Phaseolus coccineus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Raphanus sativus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Rheum rhabarbarum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Scorzonera hispanica</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Valerianella locusta</HT> (L.) Laterr.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Zea mays</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">10</FT></CELL></ROW></CORPUS></TBL></CONTENTS></CONS.ANNEX>
<?PAGE NO='19'?>
<CONS.ANNEX><TITLE>
<TI><P>ANHANG II</P></TI></TITLE>
<CONTENTS><TBL COLS="2" NO.SEQ="0002">
<TITLE><TI>
<P><HT TYPE="BOLD">Nettohöchstgewicht je Packung gemäß Artikel 28</HT></P></TI></TITLE>
<CORPUS><ROW TYPE="HEADER">
<CELL COL="1" TYPE="HEADER">Botanische Bezeichnung</CELL>
<CELL COL="2" TYPE="HEADER">Nettohöchstgewicht je Packung, ausgedrückt in Gramm</CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Phaseolus coccineus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Phaseolus vulgaris</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Pisum sativum</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P><P><HT TYPE="ITALIC">Vicia faba</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P><P><HT TYPE="ITALIC">Spinacia oleracea</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Zea mays</HT> L. <HT TYPE="ITALIC">(partim)</HT></P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">250</FT></CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Allium cepa</HT> L. [Cepa-Gruppe, Aggregatum-Gruppe]</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium fistulosum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium porrum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Allium sativum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Anthriscus cerefolium</HT> (L.) Hoffm.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Beta vulgaris</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Brassica rapa</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucumis sativus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucurbita maxima</HT> Duchesne</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucurbita pepo</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Daucus carota</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Lactuca sativa</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Petroselinum crispum</HT> (Mill.) Nyman ex A. W. Hill</P><P><HT TYPE="ITALIC">Raphanus sativus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Scorzonera hispanica</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Valerianella locusta</HT> (L.) Laterr.</P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">25</FT></CELL></ROW>
<ROW><CELL COL="1"><P><HT TYPE="ITALIC">Allium schoenoprasum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Apium graveolens</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Asparagus officinalis</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Brassica oleracea</HT> L. [alle]</P><P><HT TYPE="ITALIC">Capsicum annuum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cichorium endivia</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cichorium intybus</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Citrullus lanatus</HT> (Thunb.) Matsum. et Nakai</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cucumis melo</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Cynara cardunculus</HT> L.</P><P><?CLG.MDFO ID="O001001M002000" IDREF="C001001M002000" ACTION="REPLACED" LEVEL="TEXT" COMMAND="EXPLICIT" ACTIVE.DOC="32013L0045" ACTIVE.LOC="AR:3;PT:2" MOD.LEVEL="1"?><HT TYPE="ITALIC">Solanum lycopersicum</HT> L.<?CLG.MDFC ID="C001001M002000" IDREF="O001001M002000"?></P><P><HT TYPE="ITALIC">Foeniculum vulgare</HT> Mill.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Rheum rhabarbarum</HT> L.</P><P><HT TYPE="ITALIC">Solanum melongena</HT> L.</P></CELL>
<CELL COL="2"><FT TYPE="NUMBER">5</FT></CELL></ROW></CORPUS></TBL></CONTENTS></CONS.ANNEX></CONS.DOC></CONS.ACT>
